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Automobilindustrie: Schaeffler-CEO ist neuer Präsident von Clepa

Der europäische Verband der Automobilzulieferer hat seinen neuen Präsidenten eingesetzt. Seit Januar 2024 steht Schaeffler-CEO Matthias Zink der Brüsseler Vereinigung vor.

Seit Januar 2024 will Matthias Zink, CEO bei Schaeffler, als Präsident von Clepa die europäische Automobilindustrie unterstützen. | Bild: Schaeffler.
Seit Januar 2024 will Matthias Zink, CEO bei Schaeffler, als Präsident von Clepa die europäische Automobilindustrie unterstützen. | Bild: Schaeffler.
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Claudia Leistritz

Bereits im Juli 2023 wurde Matthias Zink, Geschäftsführer des Herzogenauracher Zulieferers Schaeffler, zum neuen Präsidenten des europäischen Verbandes der Automobilzulieferer Clepa (Comité de Liaison Européen de Fabricants d‘Equipements et de Pièces Automobiles) mit Sitz in Brüssel gewählt. Mit Januar 2024 hat der 54-jährige nun sein Amt angetreten. Das vermeldet die 1959 gegründete Organisation, die mehr als 100 der größten Teile- und Systemhersteller sowie Handelsvereinigungen der Automobilindustrie unter ihrem Dach vereint.

Clepa versteht sich als Gesprächspartner und Interessenvertretung für etwa 3.000 Unternehmen mit ihren rund 1.7 Millionen Mitarbeitern entlang der automobilbezogenen Lieferkette gegenüber den Entscheidungen, die in dem Zusammenschluss europäischer Staaten EU, aber auch in der internationalen, derzeit 193 Mitgliedsstaaten umfassenden Organisation UN getroffen werden.

Matthias Zink ist seit 2017 CEO bei dem in Bühl lokalisierten Bereich Automotive Technologies des Herzogenauracher Automobilzulieferers Schaeffler. Der diplomierte Maschinenbauingenieur tritt seine zweijährige Amtszeit als Nachfolger Thorsten Muschals an, der als Vizepräsident des französischen Automobilzulieferers Forvia seit 2020 in dieser Position tätig war. Seit 2019 verantwortet Zink bei Schaeffler auch die Geschäftsbereiche Motoren (Engine Systems) und Fahrwerke (Chassis Systems) sowie das globale Kundenmanagement.

Auf dem Weg zur grünen und digitalen Transformation

In seinem Video-Statement strich der neue Clepa-Vorstand die Leitziele seiner neuen Funktion heraus: so bestehe die Herausforderung darin, die Automobilindustrie nach der immer noch spürbaren Krise von 2021 im Übergang zur grünen und digitalen Transformation zu unterstützen. Die Reduzierung von CO2-Emissionen beispielsweise erfordere weitere hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Zugleich gelte es jedoch, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen zu festigen. Dazu müsse das diesbezügliche Regelwerk möglichst flexibel und innovationsfreundlich ausgerichtet sein.

Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Mit einem Betrag in Höhe von über 30 Milliarden Euro jährlich investiere die Automobilzulieferbranche unter den nichtöffentlichen Organen am meisten in Forschung und Entwicklung und sei somit unverzichtbar zur Umsetzung einer grünen und digitalen Transformation in Europa, verdeutlichte Zink die hohe Bedeutung dieser Industriesparte. Und folgert:

„Aufgabe der Entscheidungsträger wie der Industrie ist es, Europa wettbewerbsfähig zu halten“.

Zugleich stellte Zink, der 1994 direkt nach dem Diplom bei dem Schaeffler-Tochterunternehmen LuK in Bühl als Versuchsingenieur begann und bald in leitende Positionen aufstieg, heraus, dass die Phase des Übergangs gerade erst begonnen habe und daher alles davon abhinge, die gestellten Ziele gemeinsam weiterzuverfolgen. So könne die durch eine Steigerung des Beitrags erneuerbarer Energien erreichte Reduzierung der CO2-Emissionen nur durch stetige Investitionen aufrechterhalten werden, „um zugleich die Ziele des grünen Übergangs zu erreichen wie global konkurrenzfähig zu bleiben“, meinte Zink.

Die Probleme, die mit bezahlbaren erneuerbaren Energien, Rohstoffkürzungen, unzureichenden Batterieproduktionskapazitäten in der EU sowie dem hohen Bedarf an Infrastruktur und Stromnetzen verbunden seien erforderten die Anwendung unterschiedlicher Technologien. Die diesbezüglichen gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten anspruchsvoll wie zugleich aber auch ausreichend flexibel sein, um den europäischen Unternehmen förderlich sein zu können.

„Wir bei Clepa sind bereit, technologische Mobilitätslösungen in den Markt zu bringen und aktiv an der Formung von Bestimmungen mitzuwirken, die den Klimaschutz stärken und eine blühende EU-Industrie unterstützen“,

so Zink abschließend.

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