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EvoBus stattet Flotte mit Leichtbauluftfedern aus

 EvoBus setzt bei seiner Flotte künftig auf gewichtssparende Leichtbauluftfedern von Continental statt auf Aluminium oder Stahl.

Der integrierte Kunststoffabrollkolben sorgt dafür, dass Busse leichter werden. (Foto: Continental)
Der integrierte Kunststoffabrollkolben sorgt dafür, dass Busse leichter werden. (Foto: Continental)
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei busplaner von Claus Bünnagel)

EvoBus stattet seine gesamte Busflotte mit Leichtbauluftfedern von Continental samt integriertem Kunststoffabrollkolben aus. Anstelle von Stahl oder Aluminium kommt dabei erstmals gewichtssparender Werkstoff aus Polyamid zum Einsatz. 

"Kunststoff ermöglicht deutlich mehr Designfreiheit und maßgeschneiderte Formgebung für hohen Komfort", so Eckard Neitzel, Leiter der Luftfeder-Produktentwicklung in der Nfz-Erstausrüstung bei Continental.

Das sei ein wichtiger Vorteil insbesondere im Bereich E-Mobilität, in dem die schweren Akkus zunächst das Gewicht erhöhen und in dem jede andere Komponente, die Eigengewicht reduziert, ausgleichend wirkt und zu mehr Reichweite beiträgt. 

Neben der Gewichtseinsparung, dem Fahrkomfort für die Buspassagiere und der Zuverlässigkeit der Luftfedern war es vor allem das Thema Materialkompetenz, was den Ausschlag für EvoBus gegeben hat, auf das Continental-Produkt zu setzen.

Zudem unterstützt diese Lösung aktuell die Erfüllung der EU-Abgasnorm Euro 6, die deutlich reduzierte Schadstoffgrenzwerte für Busse vorsieht und für Nfz-Neuzulassungen bereits seit 2014 Pflicht ist. Die Mehrgewichte aus der aufwändigeren Abgasnachbehandlung können durch Leichtbaukomponenten begrenzt werden. Darüber hinaus habe das Zulieferunternehmen langjährig positive Felderfahrungen mit Komfortkolben für Nutzfahrzeuge gesammelt.

"Wir verfügen über umfassende Kenntnisse hinsichtlich einer feldtüchtigen Bauteilauslegung und können für den Produktnachweis unsere eigenen Prüfstände nutzen. Daher bieten wir vorerprobte Produkte, die den Validierungsaufwand auf Kundenseite deutlich reduzieren, sodass eine schnelle Produkteinführung mit minimalen Risiken erfolgt", ergänzt Neitzel.

Die neue Leichtbauluftfeder ist für den Einsatz in Bussen ausgelegt und ermöglicht eine Gewichtseinsparung pro Luftfedermodul zwischen 2 bis 2,6 kg – je nach Achstyp im Bus. Im Vergleich zu den jetzigen Anwendungen mit Stahlkolben kann so das Gewicht eines zweiachsigen Stadtbusses um bis zu 15 kg reduziert werden.

Durch die Kombination von Spritzgussfertigung mit einem leistungsfähigen Fügeprozess kann das vollständige Kolbeninnenvolumen genutzt werden. Ein hoher Federungskomfort soll erreicht werden. Zudem seien die Leichtbauluftfedern korrosionsbeständig und langlebig. Auch der Austausch der Luftfedern mit Stahlkolben ohne Veränderungen an den Fahrzeugschnittstellen sei problemlos möglich.

„Mit dem neuen System erreichen wir genau die gleiche Robustheit und den Komfort der Vorgänger-Luftfedersysteme, die mit Stahlkolben ausgestattet waren – nur alles mit der leichteren Polyamidkonstruktion“, so Neitzel.

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