Werkzeuge: Sammelsurium an Helferlein

Die Tool-Produzenten kündigen eine Reihe Produktneuheiten an: Die präsentierten Werkzeuge unterstützen Mechatroniker, Spengler und Oldtimer-Restauratoren beim Kfz-Service sowie weit über ihren Werkstattalltag hinaus.

 

Der Winkelschleifer von Arbortech lässt sich auf den jeweiligen Anwendungszweck anpassen. (Bild: Arbortech)
Der Winkelschleifer von Arbortech lässt sich auf den jeweiligen Anwendungszweck anpassen. (Bild: Arbortech)
Martin Schachtner

Werkstücke und Bauteile werden heute immer komplexer und sensibler. Bei deren Montage müssen die dabei verwendeten Schrauben und Muttern oft mit einem definierten Drehmoment angezogen werden, damit eine dauerhaft sichere und stabile Verbindung gewährleistet und das Teil nicht beschädigt wird. Für diesen Einsatzbereich hat Wera jetzt sein Sortiment an Drehmomentwerkzeugen um weitere praxisgerechte Modelle erweitert und lässt es damit bei den Schraub-Profis noch häufiger klicken.

So ist die im vergangenen Jahr auf dem Markt eingeführte Serie Click-Torque um vier weitere Drehmomentwerkzeuge ergänzt worden. Bei den neuen Schraubenschlüsseln Click-Torque XP ist das Drehmoment auf einen der vier Werte 2,5, 5, 10, 15 oder 20 Newtonmeter voreingestellt, hieß es in einer Mitteilung des Wuppertaler Schraubwerkzeugherstellers. Darüber hinaus wird der einstellbare Click-Torque-Schlüssel C 3 nun auch in einem kompakten Werkzeugsatz angeboten. Das Set besteht neben dem Drehmomentschlüssel aus einer Verlängerung, vier Nüssen mit den Schlüsselweiten 10, 13, 17 und 19 mm sowie vier Torx-Bits und drei Hex-Plus-Innensechskant-Bits mit Haltefunktion. Wie bei allen Drehmomentschlüsseln aus der Click-Torque-Serie bietet auch der C 3 den charakteristischen Doppel-„Click“: Der Schraub-Stopp-Klick ist eine hör- und fühlbare Auslösung, wenn das eingestellte Drehmoment erreicht ist.

Häufig können herkömmliche Winkelschleifer aufgrund ihrer Konstruktionsform Engstellen nicht oder nicht präzise genug bearbeiten. Der Mini Grinder Trade von Arbortech verfügt über einen 14 Zentimeter langen Verlängerungsarm, an dem Schleif- und Trennscheiben mit einem Durchmesser von 50 Millimeter angebracht werden können. Durch den deutlich nach vorne verlagerten Schneidebereich des Werkzeugs und den geringeren Scheibendurchmesser lassen sich bisher unzugängliche Stellen mit großer Präzision bearbeiten, hieß es in einer Mitteilung.

Vielseitig und branchenübergreifend einsetzbar

Der Werkzeugspezialist aus Australien betonte, dass der Mini Grinder Trade dank verschiedener Aufsätze wie einer Schleifscheibe, einem Konturschleifer sowie einer Diamanttrennscheibe auch für das Schneiden von Metallblechen und -profilen beziehungsweise für Oberflächenbearbeitung, Lackabtrag und Rostentfernung genutzt werden kann. "Ziel der Entwicklung des Mini Grinder Trade war, ein besonders vielseitig einsetzbares Elektrowerkzeug zu schaffen, das Fliesenleger und Installateure ebenso nutzen können wie Klempner, Schweißer oder KFZ-Oberflächenbearbeiter", so Sven Blicks, Geschäftsführer bei Arbortech.

Die Bewegung des Schraubwerkzeugs während der Montage beeinflusst den eingebrachten Drehwinkel, wie es in einer Meldung von Desoutter heißt. Die gesteuerten Winkelschrauber aus der EAD-Serie des Maintaler Schraubspezialisten verfügen daher neuerdings über eine eCompass-Funktion. Diese soll den Angaben zufolge das Arbeitsergebnis verbessern und Ablenkungen verhindern. Ein eingebautes Gyroskop ermittele die zur Schraubstelle relative Bewegung des Werkzeugs und kompensiere sie in Echtzeit.

Auf den Einsatz von Reaktionsmomentstützen oder geführten Systemen bei drehwinkelgesteuerten oder drehwinkelüberwachten Verschraubungen könne verzichtet werden. "So lassen sich auf der einen Seite Flexibilität und Produktqualität verbessern, auf der anderen Seite Montageprobleme aufdecken", erläuterte Desoutter-Produktmanager Michael Loosen. Der eCompass im EAD-Schraubwerkzeug werde über eine spezielle Lizenz aktiviert. Die Funktion sei in wenigen Schritten programmiert.

Starke Eigenmarke bei Hahn + Kolb

Das neue Sortiment von Hahn + Kolb umfasst über 100.000 Artikel. Wie aus einer aktuellen Ankündigung hervorgeht, finden Anwender ab Juli ein deutlich ausgebautes Portfolio an Zerspanungswerkzeugen, Mess- und Prüfgeräten sowie Werkstattausstattung im Onlineshop. Ergänzt würden die Produkte durch Informationen zu Prüfverfahren, Empfehlungen zu Spannmitteln sowie anwendungsspezifische Werkstoffübersichten, hieß es aus Ludwigsburg. In den verschiedenen Bereichen sind insgesamt 7.000 Neuheiten hinzugekommen, allen voran Atorn-Lösungen. Die Eigenmarke bilde mit einem Anteil von 24.000 Artikeln das Zugpferd der Eigenmarken bei Hahn + Kolb. Zusammen mit weiteren Marken wie Orion und HK beziffert das Unternehmen den Anteil an Artikeln aus eigenem Haus im neuen Sortiment mit mehr als 54 Prozent.
 

Der Frage nach dem Wohin mit den zahlreichen Tools stellt man sich auch in Forstinning bei München: Um Ordnung zu halten bietet Werkstattausrüster Kunzer ein neues Eckmodul als Ergänzung für das modulare Werkstatteinrichtungssystem an. Das Eckmodul WESH3 besteht aus einem Unterschrank mit Tür, einem Hängeschrankmodul mit Klapptür, einer zweiteiligen Rückwandpaneele sowie einer Arbeitsplatte. Die doppelwandigen Schranktüren verfügen über Magnetverschlüsse, die Tür des Unterschranks ist abschließbar. Schrankkorpus und Türen sind aus Stahl gefertigt und in schwarz sowie in grauer Hammerschlag-Optik lackiert.

Gedore bringt einen neuen Schraubendreher mit im Griff integrierten Bit-Magazin auf den Markt. Damit gehöre lästiges Suchen nach dem benötigten Aufsatz der Vergangenheit an, heißt es aus der Werkzeugfabrik in Remscheid. Gedore wurde 1919 gegründet und begeht heuer 100-jähriges Jubiläum. Der Magazin-Schraubendreher 13in1 der Marke Gedore red verfügt über einen ergonomischen Zwei-Komponentengriff.

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