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MAHLE Aftermarket: Chancen für freie Werkstätten

Der Automobilzulieferer MAHLE widmet sich der Digitalisierung und will neue Geschäftsfelder für Werkstätten schaffen. Produktinnovationen bei Kalibrierung, Getriebeölservice und Klimaservice.

Eines der Highlights im Bereich Werkstattausrüstung: Das MAHLE TechPRO Digital ADAS 2.0. | Bild: MAHLE
Eines der Highlights im Bereich Werkstattausrüstung: Das MAHLE TechPRO Digital ADAS 2.0. | Bild: MAHLE
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Tobias Schweikl

Mit einem Jahresumsatz von 898 Mio. Jahresumsatz ist MAHLE Aftermarket nach eigener Aussage stabil durch das Ausnahmejahr 2020 gekommen. Weiteres Wachstum soll über vier Strategiefelder generiert werden: die Digitalisierung von Leistungen, Informationsangeboten und Prozessen, die Erschließung neuer Geschäftsfelder für die Werkstätten und der Ausbau der Bereiche Thermomanagement sowie Werkstattausrüstung.

„Unsere Kompetenz als Erstausrüster ermöglicht es uns, Markt- und Technologietrends frühzeitig zu antizipieren und ein wachsendes Portfolio aus dem Bereich der Strategiefelder des Konzerns für die freien Werkstätten zu erschließen“ so Olaf Henning, Mitglied der Konzernleitung und Leiter des Bereichs Aftermarket.

Das Unternehmen sei mit Innovationen in den Bereichen Kalibrierung, Getriebeölmanagement und Klimaservice stark aufgestellt. Darüber hinaus wolle man verstärkt Aftermarket-Lösungen für alternative Antriebe bis hin zur Batterie- und Brennstoffzellenwartung anbieten, so der Automobilzulieferer. Das Produktprogramm umfasse bereits heute rund 200 Innenraumfilter für E-Fahrzeuge, 80 Öl- und Kraftstofffilter für Hybridfahrzeuge und 70 Luftfilter für Fahrzeuge mit Brennstoffzellen- oder Hybridantrieb.

Angebote für freie Werkstätten

Um die Digitalisierung voranzutreiben will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren Investitionen in Höhe von rund 16 Millionen Euro tätigen. Diese sollen sowohl in Informationsangebote fließen, die die Werkstätten sicher durch die Transformation führen, als auch in Digitalisierung und Automatisierung von Logistikprozessen.

Bereits heute erleichtere MAHLE den Werkstätten über digitale Informationsangebote den Alltag, so das Unternehmen. Diese sollen künftig auch in den Strategiefeldern Thermomanagement und Werkstattausrüstung ausgebaut werden. Man wolle dabei unterstützen, sinkende Volumina rund um den Service von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu kompensieren und neue Geschäftsfelder, wie die Wartung von Batterie-Temperierungssystemen, die Kalibrierung von Fahrassistenzsystemen oder den erweiterten Klimaservice, zu erschließen.

Die Kühlung von E-Motor, Leistungselektronik und Batterie sowie die Temperierung des Innenraums und teilautonomes Fahren werde für die kommenden Fahrzeuggenerationen eine immer wichtigere Rolle spielen, so der Technologiekonzern. Das neue Kalibrierungstool „TechPRO Digital ADAS 2.0“ etwa erlaubt in der neuen Version eine vollautomatische Kalibrierung der Fahrassistenzsysteme mit automatischer Fahrzeugerkennung in unter einer Minute. Konventionelle Methoden benötigten dafür eine halbe Stunde, so Mahle. Mit dem Einzug des teilautonomen Fahrens und Funktionen wie Spurhalte- oder Bremsassistenten gewinne dieser Bereich zunehmend an Bedeutung.

Im Entwicklungsfokus stehen auch nachhaltiger Antriebe aus E-Motor, Brennstoffzelle und mit nicht-fossilen Kraftstoffen betriebene Verbrenner. Die Ergebnisse dieser Konzernforschung flössen ebenfalls in die Entwicklung künftiger Aftermarketlösungen ein. Im Mittelpunkt stünden dabei Diagnose, Kalibrierung, Thermomanagement und Fluid Management.

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