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Kampagne engagiert sich im Kampf gegen Dooring-Unfälle

Im Rahmen einer Kampagne, die sogenannte Dooring-Unfälle reduzieren soll, gibt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage bekannt: Mehr als jeder zehnte Befragte prüfe beim Aussteigen nicht, ob sich Radfahrende von hinten nähern.

Wer die Fahrzeug-Tür öffnet, ohne sich zu vergewissern, dass ein Radfahrer sich nähert, riskiert einen schweren Dooring-Unfall. (Foto: DVR)
Wer die Fahrzeug-Tür öffnet, ohne sich zu vergewissern, dass ein Radfahrer sich nähert, riskiert einen schweren Dooring-Unfall. (Foto: DVR)
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Anna Barbara Brüggmann

Wird beim Aussteigen aus dem Fahrzeug die Tür geöffnet, ohne vorher einen Blick in die Spiegel zu werfen, gefährdet dies herannahende Radfahrende – darauf verweist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Könnten diese nicht mehr rechtzeitig bremsen, hat dies sogenannte Dooring-Unfälle zur Folge: Der Radfahrende prallt gegen die Tür, kommt zu Fall und kann dabei schwere Kopf- oder Beinverletzungen erleiden.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) initiierte der DVR deshalb Mitte 2019 die Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“. Ziel ist es, vor allem Fahrzeuginsassen für die Gefahr von Dooring-Unfällen zu sensibilisieren und die dadurch verursachten Verkehrsunfälle zu reduzieren.

Laut einer Forsa-Umfrage, die vom DVR im Rahmen der Kampagne in Auftrag gegeben wurde, denken 13 Prozent der befragten Auto-Fahrenden beim Aussteigen aus dem Fahrzeug selten oder nie daran, dass sich Rad Fahrende von hinten nähern könnten.

16 Prozent machen selten oder nie einen Schulterblick, um sich nähernde Radfahrende zu erkennen. Und sieben Prozent nutzen den Umfrageergebnissen zufolge selten oder nie die Spiegel, um sicherzustellen, keine Radfahrenden zu übersehen.

88 Prozent der Befragten sei bekannt, dass die Straßenverkehrs-Ordnung mit Paragraph 14, Absatz 1 dazu verpflichtet, sich beim Ein- und Aussteigen aus dem Fahrzeug zu vergewissern, dass man keine anderen am Verkehr Teilnehmenden gefährdet. Am besten wendet man nach Aussage des DVR den sogenannten „holländischen Griff“ an.

„Dabei öffnen alle, die auf der Fahrerseite im Fahrzeug sitzen, die Tür mit der rechten Hand, und alle, die auf der Beifahrerseite sitzen, nutzen dafür die linke Hand“, erklärt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Auf diese Weise drehe sich automatisch der Oberkörper, der Schulterblick werde so erleichtert. Die Tür sollte erst dann geöffnet werden, wenn keine Radfahrenden in Sicht sind.

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