Neuausrichtung: Fuhrparkverband wird Mobilitätsverband

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement will sich stärker auf Nachhaltigkeit fokussieren und bekräftigt die Umstrukturierung mit einem neuen Namen.

Der Mobilitätswandel bringt auch inhaltliche Veränderungen mit sich. Der Fuhrparkverband besiegelt seine Umpositionierung mit einem neuen Namen. | Bild: Nigel Tadyanehondo/Unsplash.
Der Mobilitätswandel bringt auch inhaltliche Veränderungen mit sich. Der Fuhrparkverband besiegelt seine Umpositionierung mit einem neuen Namen. | Bild: Nigel Tadyanehondo/Unsplash.
Claudia Leistritz

Unter der Bezeichnung Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) soll die neue Strategie hin zu einer „ökonomisch und ökologisch nachhaltigen betrieblichen Mobilität“ umgesetzt werden, verlautet der ehemalige Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) in seiner Pressemeldung.

Der BVF war 2010 als neutrales Netzwerk für Fuhrparks, Flottenfahrzeuge und deren Management gegründet worden. Im Laufe der Zeit aber, erklärt der neu gegründete BBM, hätten sich sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte wie auch die strategische Ausrichtung des Verbands grundlegend geändert. Deswegen habe der Vorstand eine Neuausrichtung erarbeitet, die nun in der Mitgliederversammlung Ende April einstimmig angenommen wurde und zur Umbenennung in Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM) führte.

„Nachhaltige“ Ausrichtung

Bereits seit längerer Zeit befasse man sich inhaltlich mit allen Themen rund um die betriebliche (Mitarbeiter-)Mobilität und biete den Mitgliedern in dieser Hinsicht Unterstützung. Zudem qualifiziert der Verband seit 2019 in Zertifikatslehrgängen für das Mobilitätsmanagement, verdeutlicht Marc-Oliver Prinzing, Vorsitzender des BBM, die durch den Mobilitätswandel angestoßenen Einflüsse. Ergänzend führt Geschäftsführer Axel Schäfer an, dass die Namensänderung nur in Konsequenz und Bestätigung der Neuausrichtung erfolge, die sich in den letzten Jahren entwickelt habe. Damit umfassten die Aufgaben wesentlich mehr als nur reine Fuhrparkthemen:

„Der Fuhrpark ist sicher auch weiterhin unser wichtigstes Thema, aber entsprechend dem stattfindenden und auch von uns gewollten Mobilitätswandel geht es heute um mehr: Um die Gestaltung einer ökonomisch und ökologisch nachhaltigen betrieblichen Mobilität in jeder Form.“

Die Neupositionierung des Verbands begann den Angaben zufolge bereits vor etwa 1,5 Jahren. Es habe zuvor eine klare Diskrepanz zwischen dem Außenbild der Vereinigung und dem Engagement für die Mitglieder geherrscht. Denn die Aktivitäten des Verbandes hätten eigentlich „die betriebliche Mitarbeiter-Mobilität als Ganzes“ umfasst, ob nun in Angeboten für Mitglieder oder für Nicht-Mitglieder.

„Integrierte Gesamtkonzepte“ unter neuem Namen vereint

Zu den Bereichen gehörten beispielsweise unter anderen auch Themen wie Mobilitätsbudget, neue Mobilitätskonzepte, aber auch Arbeitswege oder das Travelmanagement. Alle jedoch seien gleichermaßen auf Ziele wie Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Mitarbeiter-Motivation ausgerichtet. „Deswegen sollten die einzelnen Sparten nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden“, so Schäfer. Immer mehr seien integrierte Gesamtkonzepte gefragt, „und das schlägt sich nun auch im Namen des Verbands nieder“.

Zentrales Anliegen bleibt bestehen

Als Deutschlands größtes neutrales Netzwerk für Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement versteht sich der Mannheimer Verband nach wie vor, heißt es. „Die Aufgaben des Verbandes werden sich dadurch nicht ändern“. Weiterhin werde man sich um alle Themen rund um den Fuhrpark kümmern und sich „auf allen Ebenen“ für seine Mitglieder einsetzen, sagt Prinzing. Neben der fachlichen Unterstützung liege die wesentliche Aufgabe der Vereinigung darin, auch bei politischen Belangen für die Fuhrpark- und Mobilitätsbranche einzutreten, um „Veränderungen anzustoßen und mitzugestalten“, heißt es.

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