Knorr-Bremse verstärkt Investitionen in China

Wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach Bremssystemen erweitert und modernisiert das Münchner Unternehmen die Produktionsstätte im chinesischen Dalian. Ende 2022 soll die neue Anlage nach einjähriger Bauzeit in Betrieb gehen.

Das Werk im chinesischen Dalian. Bild: Knorr-Bremse.
Das Werk im chinesischen Dalian. Bild: Knorr-Bremse.
Claudia Leistritz

Die Investitionen des Unternehmens für Bremssysteme in den vergangenen zehn Jahren in China haben den nordöstlich des Landes gelegenen Standort gestärkt. Neue Aufträge wurden gewonnen, Arbeitsplätze geschaffen und das Technology Center China (TCC) eingerichtet, berichtet Knorr-Bremse. Der wirtschaftliche Aufschwung sei der ganzen Lieferkette zugute gekommen und habe zu einer stark gestiegenen Nachfrage geführt.

Daher hat sich die Knorr-Bremse AG mit den Standorten in Shanghai (Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Co.) und in Dalian (Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles Co.) sowie der Lokalregierung des Jinpu New District zusammengeschlossen und mit einer virtuellen Vertragsunterzeichnung, die in Dalian, Shanghai und München durchgeführt wurde, eine Erweiterung der Aktivitäten in der Region vereinbart.

Forschung, Tests und Produktion unter einem Dach

Konkret soll im Jinpu New District als Ersatz für die bestehenden Werke auf einer bebauten Fläche von 23.000 Quadratmetern ein neues Werk mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern entstehen. Mit dem Neubau will man laut Pressebericht zusätzlich auch die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Testeinrichtungen in die Produktionsstätte einbinden, gleichzeitig aber auch die Kooperation mit der Lokalregierung des Ortes festigen.

300 neue Arbeitsplätze

Ab Ende 2022 sollen die Bereiche Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie Testeinrichtungen dann an einem Ort gebündelt tätig werden. Das schaffe 300 neue Arbeitsplätze und intensiviere die seit 2004 bestehende Kooperation mit der Lokalregierung in Dalian, die unter dem Namen Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., dem ersten Joint Venture von Knorr-Bremse und der Dalian Innovation Parts Manufacturing Company, geschlossen wurde.

Die Vertragsunterzeichnung bedeute einen Meilenstein im Bestreben des Unternehmens, auf die stark beschleunigte Marktentwicklung in China zu reagieren. Starten will man den Bau mit der Grundsteinlegung im Juni 2021, die Fertigstellung ist im Juni 2022 geplant, die Inbetriebnahme im darauffolgenden Dezember. Neben der Errichtung des eigentlichen Werks auf einem insgesamt 40.000 Quadratmeter großen Gelände in der ersten Bauphase sind für künftige Erweiterungen weitere 25.000 Quadratmeter Fläche vorgesehen, die die Lokalregierung dafür bereits jetzt reserviert habe.

Expansion in China schreitet voran

Mit dem Zusammenschluss könne man noch stärker auf den Bedarf des chinesischen Marktes eingehen, entsprechende Produkte entwickeln und dort expandieren:

„Wir sind zuversichtlich, dass wir in enger Zusammenarbeit mit unseren lokalen sowie weiteren Geschäftspartnern die Produktion erweitern werden. Damit können wir auch zukünftig Produkte und Lösungen entwickeln, die noch stärker an die Anforderungen des chinesischen Marktes angepasst sind. Dies ist ein wichtiger Schritt, der Knorr-Bremse in Zukunft weitere Möglichkeiten zur Expansion in China eröffnen wird“,

äußerte sich Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.

Die in den vergangenen Jahren erreichte Bedeutung des Werkes für die Nutzfahrzeugbranche in China betonte der Chairman of the Board of Directors of Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd, Baoping Xu:

„Wir sind stolz darauf, dass das Werk in Dalian in den letzten Jahren seine herausragende Performance fortgesetzt hat. Wir generieren dort die Hälfte unseres Nutzfahrzeuggeschäfts in China. Im Hinblick auf die Bedeutung und die schnelle Entwicklung des Werks Dalian werden wir die Produktion von Brems- und Lenkungssystemen weiter ausbauen und unseren chinesischen Kunden auch weiterhin Spitzentechnologie liefern.“

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