Fuhrparkverband: Konjunkturpaket nutzlos

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement hat auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung mit Enttäuschung reagiert. Nur die Senkung der Mehrwertsteuer helfe nicht, die Nachfrage nach Benzinern und Dieselautos zu steigern. Damit liege der Nutzen für Fuhrparkbetreiber praktisch bei Null.

Den Fuhrparkbetreibern hilft das neu beschlossene Konjunkturpaket kaum, so der BVF. Foto: Markus Winkler | Pixabay.
Den Fuhrparkbetreibern hilft das neu beschlossene Konjunkturpaket kaum, so der BVF. Foto: Markus Winkler | Pixabay.
Claudia Leistritz

Schließlich trügen ja die Flottenbetreiber insgesamt mit etwa 60 Prozent den Löwenanteil aller Neuzulassungen, so Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF). Zudem würde sich mit dem Konjunkturpaket die gegenwärtige Praxistauglichkeit von Elektroautos nicht verbessern, auch wenn deren Verkauf nun mit doppelter Subvention forciert werde. Mehr Nutzen für Automobilindustrie wie gewerbliche Nutzer, aber schließlich auch für die Umwelt hätte eine antriebsunabhängige Kaufprämie gebracht.

Das Konjunkturpaket fördere in vorderster Linie den Plug-In-Hybrid, so Prinzing. Das nütze aber nicht denjenigen Unternehmen, die stark auf Fahrzeuge angewiesen sind. Somit werde letzendlich weder der Wirtschaft noch der Umwelt geholfen. Prinzing glaubt nicht, dass eine kurzfristige Umsteuerung auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb bei den gegenwärtig vollen Autolagern die Lage verbessern könne.

„Das Gesamtpaket kann sich zwar sehen lassen und wir hoffen, dass die vielen Steuermilliarden wirlich helfen. Aber aus der Perspektive der meisten unserer Mitgliedsunternehmen, die einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Unternehmenslandschaft repräsentieren, sehen wir wenig Wirkung. Das enttäuscht uns schon.“

Der Verbandschef hofft im Gegenzug, allerdings ohne allzuviele Erwartungen, auf eine verstärkte Nachfrage der Verbraucher, um den Unternehmen wieder aufzuhelfen. Aber die Investitionen in den Ausbau von Lade- und Wasserstoffinfrastruktur wiederum begrüßt der Verband laut Meldung „ausdrücklich“.

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