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Fahrwerk- und Achssysteme für Lkw: Auch Tecma gehört jetzt zu SAF-Holland

(dpa/EQS/clz) Der unterfränkische Hersteller von Trailer- und Truckkomponenten übernimmt den italienischen Spezialisten für maßgeschneiderte Achssysteme Tecma. Für SAF-Holland ist es bereits die zweite Akquisition in diesem Jahr.

Mit dem italienischen Fahrwerkexperten Tecma hat SAF-Holland in diesem Jahr bereits das zweite Truck- und Trailer-Unternehmen integriert. | Bild: Gerd Altmann/Pixabay.
Mit dem italienischen Fahrwerkexperten Tecma hat SAF-Holland in diesem Jahr bereits das zweite Truck- und Trailer-Unternehmen integriert. | Bild: Gerd Altmann/Pixabay.
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Claudia Leistritz

SAF-Holland, einer der weltweit führenden Zulieferer von fahrwerksbezogenen Baugruppen vor allem für Trailer, aber auch Lkw und Busse, hat heute die Übernahme des norditalienischen Herstellers von Lkw-Komponenten Tecma angekündigt. Das berichtet der auf veröffentlichungspflichtige, börsennotierte Konzerne spezialisierte Nachrichtendienst EQS. Tecma hat seinen Hauptsitz in Verona und entwickelt und fertigt in enger Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern vor allem kundenspezifische Achssysteme und Fahrwerke für Spezialfahrzeuge und Schwerlastanwendungen.

Zwei Übernahmen in wenigen Wochen

Derzeit sind am Entwicklungs- und Produktionsstandort des 1992 gegründeten Unternehmens Tecma in Verona rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Eine enge Partnerschaft unterhält die Firma bereits seit vielen Jahren mit der niederländischen IMS Group Benelux. Der Anbieter und Hersteller von Markenlösungen für die Transportbranche wie beispielsweise Lenksystemen oder Anhängerachsen, aber auch Lkw-Ersatzteilen wurde kürzlich, im Januar 2024, ebenfalls von SAF-Holland übernommen.

Die Übernahme diene der Erweiterung des eigenen Portfolios für Spezialfahrzeug-Anwendungen, meint Alexander Geis, Vorstandsvorsitzender und CEO der SAF-Holland SE. Man könne nun in Bezug auf Spezialachssysteme die Lücken im eigenen Programm schließen.

„Damit werden wir unsere Position als einer der führenden One-Stop-Shop-Anbieter in der Nutzfahrzeugindustrie für fahrwerksbezogene Anwendungen weiter ausbauen“,

so Geis. Laut Meldung ist die Ausweitung Bestandteil der M&A-Strategie (Mergers and Acquisitions) des Unternehmens zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Expansion. So sagt Frank Lorenz-Dietz, Mitglied des Vorstands und CFO der SAF-Holland: „Wir sichern uns profitables Wachstum und eine gezielte Ergänzung der SAF-Holland Gruppe“. Insbesondere durch die globale Vertriebsstruktur von SAF-Holland und über den gemeinsamen Einkauf ließen sich mit der Integration von Tecma weitere Potenziale erschließen.

Den Angaben zufolge liegt der Kaufpreis für Tecma „im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich“.  Der Abschluss der Transaktion wurde für das erste Quartal 2024 ins Auge gefasst.

SAF-Holland mit Hauptsitz im unterfränkischen Bessenbach hat bis auf das Jahr 1881 zurückreichende Wurzeln und verfügt über rund 25 Produktionsstätten, die überwiegend im europäischen Raum und den USA, aber auch in Indien, China sowie Nord- und Südamerika lokalisiert sind. Fahrzeughersteller auf sechs Kontinenten werden mit den Produkten für die Erstausrüstung beliefert. Weltweit sind rund 6.000 Mitarbeiter für SAF-Holland tätig, das im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftete. Neben Achs- und Federungssystemen für Trailer, Sattelkupplungen für Lkw sowie Brems- und EBS-Komponenten entwickelt das Unternehmen auch Produkte mit Fokus auf Digitalisierung und Vernetzung von Trailern. Ein weiteres starkes Thema bildet derzeit die Elektrifizierung von Achsen.

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