Bremsanlagen nachgefragt: Brembo wächst weiter

Der italienische Automobilzulieferer meldet für das dritte Quartal 2021 ein Umsatzplus von über 30 Prozent. Ein Wachstum zeige sich sogar gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019.

"Die Fundamentaldaten der Brembo-Gruppe bleiben solide." Alberto Bombassei, Vorsitzender von Brembo. | Bild: Brembo.
"Die Fundamentaldaten der Brembo-Gruppe bleiben solide." Alberto Bombassei, Vorsitzender von Brembo. | Bild: Brembo.
Claudia Leistritz

Mit einer Umsatzsteigerung von 30,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (30. September 2020) startet der Bremsanlagenhersteller in das letzte Quartal des Jahres. Der Umsatz beträgt den Angaben zufolge 41,8 Millionen Euro, das EBITDA 381,7 Millionen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) 224,1 Millionen Euro.

Der Vorsitzende von Brembo Alberto Bombassei:

„Die heute vom Vorstand bestätigten Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2021 zeigen, dass es Brembo gelungen ist, nicht nur im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sondern vor allem gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2019 ein Umsatzwachstum zu erzielen, welches die Entwicklung unseres Referenzmarktes übertrifft. Die Fundamentaldaten der Brembo-Gruppe bleiben, dank des Beitrags aller Geschäftsbereiche, solide.“

Das Unternehmen, eigenen Angaben zufolge weltweit führender Hersteller von Bremssystemen für Pkw, Motorräder, Nutzfahrzeuge und den Rennsport, hat dem Bericht zufolge netto 152,0 Millionen Euro investiert und verzeichnet mit 483,3 Millionen Euro um 22,4 Millionen Euro weniger Nettoverbindlichkeiten als zum 30. September 2020. Brembo verfügt in 14 Ländern auf 3 Kontinenten über 24 Produktions- und Business-Standorte und beschäftigt laut Webauftritt mehr als 11.000 Mitarbeiter.

Auch in der Forschung und Entwicklung tätigt der Bremsenspezialist Investitionen. Der nahe Bergamo gelegene Wissenschafts- und Technologiepark Kilometro Rosso beispielsweise will als interdisziplinäres Zentrum den Dialog zwischen Universität, Unternehmen und Wissenschaft fördern und besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen, die Produkte, Prozesse und Leistungen optimieren sollen. Alleine dort sollen mit endgültiger Fertigstellung der Anlage 3.000 Mitarbeiter tätig sein.

Negative Entwicklung durch Halbleiterknappheit

Wie Brembo weiter berichtet, habe sich dennoch nach einer positiven Entwicklung im ersten Jahreshalbjahr die Rohstoffinflation sowie die Halbleiterknappheit stark hemmend ausgewirkt. Man erwarte, dass diese „externen Faktoren“ die Automobilindustrie, trotz einer hohen Nachfrage nach Fahrzeugen, mindestens bis zum Ende dieses Jahres weiterhin beeinträchtigen werde.

In einem schwierigen Marktumfeld mit unsicherer Zukunft setze Brembo seine Wachstumsstrategie fort. So habe man die Produktpalette für Motorräder mit Übernahme des spanischen J.Juan vervollständigt. Als weiterer Beweis für seine Innovationskraft diene beispielsweise die Einführung des intelligenten Bremssystems SENSIFYTM. Das Unternehmen, schließt Bombassei, sei „gut darauf vorbereitet, Technologien für die Fahrzeuge der Zukunft anzubieten.“

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