20 Prozent mehr Umsatz: Liqui Moly setzt Wachstumskurs fort

Der Ulmer Öl- und Additivspezialist steigert seinen Umsatz erneut und kommt diesmal auf 733 Millionen Euro. Das ergibt im Vergleich mit dem Jahr 2020 ein Plus von 20 Prozent.

"Mit einer eigenen Mannschaft und einer klaren Strategie ist unglaublich viel möglich". Liqui Moly-Geschäftsführer Ernst Prost. | Bild: Liqui Moly GmbH.
"Mit einer eigenen Mannschaft und einer klaren Strategie ist unglaublich viel möglich". Liqui Moly-Geschäftsführer Ernst Prost. | Bild: Liqui Moly GmbH.
Claudia Leistritz

Unter den gegenwärtig herausfordernden Bedingungen für die Wirtschaft zeigt sich Geschäftsführer Ernst Prost über den anhaltenden Erfolg regelrecht überrascht: „Das ist deutlich mehr als wir angesichts des schwierigen Jahres erwartet hatten. Es zeigt, was alles möglich ist, diesen widrigen Umständen zum Trotz.“

So wurde sogar im Zeitraum von Februar bis November von Monat zu Monat ein neuer Umsatzrekord erzielt, berichtet das Unternehmen:

„Solch eine Serie hatten wir zuletzt vor zehn Jahren – und damals gab es keine weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen“,

so Prost. So habe Liqui Moly seine Verlässlichkeit bewiesen; denn während andere Wettbewerber die Warenlieferung einstellten, widerstand der Schmierstoffhersteller den Problemen, blieb lieferfähig und konnte deren verlorene Kunden gewinnen.

Mehr Geschäftsfelder

Zudem erweiterte der Öl- und Additivexperte seine Geschäftsfelder. In Deutschland und Österreich ist das strukturierte Geschäft mit Tankstellen laut Bericht mit einer Umsatzsteigerung von 12 Prozent spürbar gewachsen. Dieser Entwicklung in Österreich begegnete das Unternehmen kürzlich, im Januar 2022, mit der Gründung einer Tochtergesellschaft.

Auch der Export verzeichnet mit 28 Prozent Plus einen höheren Umsatz und hier vor allem in den Ländern, die das Unternehmen durch eigene Tochtergesellschaften selbst bedient. „Mit einer eigenen Mannschaft und einer klaren Strategie ist unglaublich viel möglich.“ Als wichtigster Exportmarkt verzeichnet hier die USA 50 Prozent mehr, Italien sogar den doppelten Umsatz.

Mehr Internationalisierung

Potenzial sei überall noch reichlich vorhanden, sagt Prost. Umso wichtiger sei es, sich international noch stärker zu positionieren und das Angebot flexibler und vielfältiger zu gestalten. „Wenn wir hier irgendwann weniger Öl verkaufen, dann verkaufen wir woanders mehr und hier eben das, was gebraucht wird.“ Und so sagt Prost ohne Zögern einen nächsten Rekordumsatz voraus:

„Vor zehn Jahren lag unser Umsatz bei 343 Millionen Euro. Wenn wir damals von einer Milliarde Euro Umsatz als Ziel gesprochen haben, wurden wir belächelt. Jetzt rückt die Milliarde in greifbare Nähe.“

Mehr Arbeitsplätze

Aber auch die Zahl der Mitunternehmer, wie die Mitarbeiter bei Liqui Moly heißen, stieg auf 1.008 und damit 19 mehr als im Vorjahr. „Als produzierendes Unternehmen in der Krise neue Arbeitsplätze zu schaffen, das finde ich noch besser als jedes Umsatzplus“, schließt Prost.

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