Deutz: gutes 2019, mittelfristig optimistisch

 

Die geplanten Umsatzziele und EBIT-Renditen für 2019 hat der Motorenhersteller aus der Domstadt erreicht. Trotz Corona und schwächerer Prognosen für 2020 zieht er das mittelfristige Service-Umsatzziel von 400 Millionen Euro auf 2021 vor und glaubt selbstgesteckte Ziele für 2022 erreichen zu können.

Deutz' Motorengeschäfte sollen sich zum Sommer 2020 erholen | Abb.: Deutz
Deutz' Motorengeschäfte sollen sich zum Sommer 2020 erholen | Abb.: Deutz
Claudia Leistritz
(erschienen bei Transport von Dr. Karsten Düsdieker)

Antriebshersteller Deutz präsentiert vorläufige Geschäftszahlen für 2019 — da der Umsatz auf 1,8408 Milliarden Euro wuchs und die EBIT-Rendite vor Sondereffekten rund 4,3 Prozent betrug, gilt die aktuelle Prognose für das Geschäftsjahr 2019 als erreicht. Deutz-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Hiller erklärt:

„Wir sind auf dem richtigen Weg, die gesteckten Mittelfristziele für 2022 zu erreichen.“

Ehrgeizige Pläne für 2022

Bis 2022 will Deutz mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz und sieben bis acht Prozent EBIT-Rendite vor Sondereffekten erzielen, so Hiller:

„Wichtiger Baustein unserer Wachstumsstrategie ist der Ausbau des margenstarken Servicegeschäfts. Das bislang für 2022 avisierte Umsatzziel von rund 400 Mio. € wollen wir nunmehr 2021 erreichen.“

Für 2020 hingegen erwartet das Unternehmen insgesamt Rückgänge, da Aufträge in wichtigen, konjunkturell geschwächten Abnehmerbranchen seit Ende 2019 weiter auf niedrigem Niveau stagnieren. Dieser Trend wird sich wohl im ersten Halbjahr 2020 fortsetzen. Auch der notwendige Aufbau von Zweitlieferanten — sowie kundenseitiger Abverkauf von Vorbaumotoren — belastet das Ergebnis.

Engpässe (noch) kein Thema

Obwohl das Thema Coronavirus internationale Produktions- und Lieferketten in China wie auch weltweit beeinträchtigt, sieht Deutz für sich noch keine Lieferengpässe, will dies künftig jedoch nicht ausschließen.

Prozentual erwartet das Unternehmen für 2020 Umsatz- und EBIT-Rückgänge im niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr.

Vollständige Zahlen am 18. März

Um den erwarteten Belastungen entgegenzuwirken, verspricht Hiller das Effizienzprogramm „Transform for Growth“. Das Ziel: mehr Wettbewerbsfähigkeit, weniger Komplexität und insgesamt effizientere Wertschöpfung. Die vollständigen Geschäftszahlen für 2019 erscheinen am 18. März.

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