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Lkw-Flottenmanagement optimieren: Continental kooperiert mit Telematik-Spezialist Samsara

Der deutsche Technologiekonzern ist mit dem US-amerikanischen Anbieter von Telematik-Lösungen eine Partnerschaft eingegangen. Ziel ist es, das Flottenmanagement vor allem von Trailern durch Kombination von Reifensensorik- und Anhängerdaten effizienter zu gestalten.

"Wir sehen dies als das erste von vielen Projekten, den Flottenbetreibern noch ganzheitlichere und aussagekräftigere Erkenntnisse zu liefern": Clarisa Doval, Leiterin Digital Solutions bei Continental Tires. | Bild: Continental.
"Wir sehen dies als das erste von vielen Projekten, den Flottenbetreibern noch ganzheitlichere und aussagekräftigere Erkenntnisse zu liefern": Clarisa Doval, Leiterin Digital Solutions bei Continental Tires. | Bild: Continental.
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Claudia Leistritz

Datengetriebene, also auf Grundlage umfassender Datenanalysen basierende Flottenlösungen für den Transport stehen im Zentrum der neuesten Kooperation des Hannoveraner Reifen- und Mobilitätsspezialisten Continental. Gemeinsam mit dem weltweit tätigen Anbieter von KI-gestütztem Flottenmanagement Samsara will man die eigene Reifensensorik und die Samsara-Anhängerdaten zusammenbringen, um Lkw-Anhänger auf derart erweiterter Datengrundlage noch effizienter einsetzen zu können. Im Pressebericht heißt es, die kombinierten Daten lieferten „umfassende Informationen über den Anhängerstatus und ermöglichen so ein hocheffizientes und nachhaltiges Flottenmanagement.“

Das US-amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco entwickelt seit 2015 unter anderem Monitoring- und Fahrzeug-Telematik-Lösungen und zählt nach eigenen Angaben weltweit führende Unternehmen und Behörden aus Bereichen wie Bau, Transport, Logistik und Fertigung zu seinen Kunden. Continental hat sich erstmals bei der Veranstaltung „Samsara Beyond“ Ende Juni 2024 in Chicago zusammen mit dem Spezialisten für KI-gestützte Daten präsentiert. Gemeinsam will man nun eine datenbasierte Flottenmanagementlösung mit Schwerpunkt auf Lkw-Anhängern anbieten. Wie das aussieht, beschreibt Continental so:

„Zu diesem Zweck werden die beiden Unternehmen Datenpunkte austauschen, um den Kunden Zugang zu einer breiten Palette von Anhängerdaten zu bieten. Dazu gehören auch Daten von Continental-Reifensensoren, wie zum Beispiel Reifendruck und Laufleistung.“

Ein System mit offener Schnittstelle

Durch die Kooperation wolle man Flotten die Möglichkeit geben, noch sicherer und produktiver arbeiten und die Wartungsintervalle optimieren zu können, heißt es. Aus der umfassenden, datenbasierten Erfassung des ganzen Anhängers seien, bezogen auf das gesamte Flottenmanagement, nicht zuletzt auch kostensparende Wirkungen zu erwarten. Anhänger ließen sich so zum Beispiel besser zuweisen und einplanen. Die Kooperation stelle zwei Datenquellen auf einer einzigen Plattform zur Verfügung, was zudem auch die Integration von Drittanbietern erleichtere. So heißt es weiter:

„Dieser ganzheitliche Ansatz trägt zu Continentals Konzept der ‚Lowest Overall Driving Costs‘ (LODC) bei. Die nahtlose Integration der Datenpunkte beider Unternehmen in ein einziges System wird durch die Integrationsmöglichkeiten von Continental für Drittanbieter und die offene API-Schnittstelle von Samsara ermöglicht.“

Großes Einsparpotential bei Reifen durch Datenanalyse

Clarisa Doval, Leiterin Digital Solutions von Continental Tires, verspricht sich aus der Zusammenarbeit auf die Flottenbetreiber zugeschnittene, umfassende Lösungen mit bereichernden Kundenerfahrungen. Doch die Zusammenarbeit mit Samsara markiere erst den Start für viele weitere Projekte, die den Nutzern „noch ganzheitlichere und aussagekräftige Erkenntnisse“ liefern sollen. Doval stellt hierbei die große Bedeutung von Reifen für ein effizienzsteigerndes Flottenmanagement heraus. Ein großer Teil der nachhaltigen Ausrichtung von Unternehmen lasse sich gerade an diesem Faktor festmachen:

„Schließlich haben Reifen einen erheblichen Einfluss auf die Nachhaltigkeit einer Flotte und auf ihre Kosten. Im Durchschnitt beeinflussen sie die Hälfte der Kosten einer Flotte“.

Die Partnerschaft zwischen Continental und Samsara wurde Ende Juni 2024 auf der „Samsara Beyond 24“, der ersten an Fachleute aus dem Bereich Unternehmensbetrieb gerichteten Veranstaltung des Unternehmens, verkündet. In diesem Rahmen war Clarisa Doval an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „On the Move: Innovations in Trailer Technology“ beteiligt.

Continental hat es sich als Reifenhersteller und einer der weltweit größten Zulieferer für Elektronik, Sensorik und Software in der Mobilitätsindustrie nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, systematisch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und so ein „ganzes Ökosystem smarter, digitaler Lösungen rund um Premiumreifen“ zu erschaffen. Dazu strebt man geeignete Entwicklungspartnerschaften mit Kunden und weiteren Technologieunternehmen an. Der Reifenbereich von Continental soll bis 2030 zum „Weltmarktführer für serviceorientierte, digitale Lösungen“ werden.

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