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Telematik: ZF digitalisiert Feuerwehr mit Rescue Connect

Der Friedrichshafener Zulieferer hat den Zuschlag für einen Großauftrag erhalten und stattet die Flotte der Berliner Feuerwehr mit seiner digitalen Vernetzungslösung für Rettungskräfte aus.

Die Berliner Feuerwehr hat sich für ihre 210 Rettungswagen und 50 Notarzteinsatzfahrzeuge für das digitale Flottenmanagement von ZF entschieden. | Bild: Berliner Feuerwehr.
Die Berliner Feuerwehr hat sich für ihre 210 Rettungswagen und 50 Notarzteinsatzfahrzeuge für das digitale Flottenmanagement von ZF entschieden. | Bild: Berliner Feuerwehr.
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Claudia Leistritz

ZF wird insgesamt 263 Fahrzeuge der Berliner Feuerwehrflotte bis Ende September mit seiner herstellerunabhängigen Konnektivitätslösung Rescue Connect ausstatten. Die Lösung eröffnet den digitalen Zugang zu den in einer Cloud versammelten, auf Rettungseinsätze bezogenen Daten und vernetzt die Leitstelle mit den Feuerwehrfahrzeugen. Laut Pressemeldung hat sich die Berliner Feuerwehr, eine der größten Feuerwehren Europas, nach einer öffentlichen Ausschreibung für das Angebot des Friedrichshafener Technologiekonzerns entschieden.

Nun werden zum Zweck der Digitalisierung der Fahrzeugflotte alle Lkw oder Transporter zur Übermittlung von Telemetrie- und Standortdaten mit Sende- und Empfangsgeräten von ZF ausgestattet. 210 Rettungswagen und 50 Notarzteinsatzfahrzeuge erhalten dazu eine ZF OBD Unit (On-Board-Diagnose). Eine noch leistungsstärkere Version, das ZF VCU Pro, bekommen außerdem testweise drei Löschfahrzeuge. Das Konzept sei erschwinglich und für den breiten Einsatz geeignet, heißt es.

Alexander Grupp, Venture Lead Rescue Connect bei ZF, bezeichnet den Zuschlag für den Auftrag als großen Erfolg. Rescue Connect hat Automobilzulieferer ZF vor rund zwei Jahren auf „Basis jahrelanger Erfahrungen mit digitalen Telematiklösungen für Busse und Nutzfahrzeuge“ entwickelt. Laut Anbieter ist es in Europa die erste telematikbasierte Konnektivitätslösung für allgemeine Rettungsmaßnahmen, die einen zugleich umfassenden, herstellerunabhängigen und erschwinglichen Dienst zur Verfügung stellt.

Die digitale, skalierbare Anwendung funktioniert auf Basis einer „europaweit verfügbaren“, von ZF zusammen mit weiteren Branchenpartnern bereitgestellten Cloud, in der Informationen aus dem „Internet der Dinge“ zusammenlaufen. Im Januar 2022 berichtete ZF bereits von einem Großauftrag für die Entwicklung von einem Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen.

Datenmengen geben umfassenden Einblick

Das System vernetzt alle am Einsatz beteiligten Personen, Fahrzeuge und Geräte über Mobilfunk mit dieser Datenplattform und stellt diesen über ein Dashboard wichtige Daten aus Rettungsfahrzeugen und –geräten zur Verfügung. Dazu gehören alle Telemetrie- und Statusinformationen der eingesetzten Fahrzeuge in Echtzeit, kombiniert mit einer Vielzahl weiterer verfügbarer Funktionen, Dienste und Erweiterungen. Hintergrundinformationen können beispielsweise über die beteiligten Einsatzkräfte, den Kraftstoff-Verbrauch oder den Zustand der Fahrzeuge während eines Einsatzes aufklären. 

Mehr Sicherheit für die Stadt

Als großen Schritt für die Feuerwehr der Bundeshauptstadt bezeichnet der Projektleiter Flottenmanagement, Maximilian Krause, die Übernahme der Lösung.

„Für die Digitalisierung der Berliner Feuerwehr ist die Entwicklung unserer analogen Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge zu einem Fuhrpark 4.0 ein weiterer wichtiger Meilenstein für die stetige Verbesserung der Sicherheit der Stadt Berlin“.

Das Telematikgerät ZF OBD Unit verbindet den Angaben zufolge kleine wie mittelgroße Fahrzeuge mit der Cloud von ZF Rescue Connect. Mit der für größere Fahrzeuge entwickelten Lösung, dem ZF VCU Pro, erhalten Flottenbetreiber eine noch leistungsfähigere Variante der neuen Generation „an fortschrittlicher und robuster Telematik-Hardware“. VCU Pro enthält vier CAN-Schnittstellen und einen dualen Prozessor. Unterstützt werden WLAN und Blutetooth 4.2 sowie „alle gängigen globalen Navigationssatellitensysteme“.

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