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Continental: Reifendaten in Echtzeit auch für Lkw-Anhänger

Neue Telematikeinheiten der digitalen Reifenüberwachung ContiConnect Live erlauben die Kontrolle nicht nur von Fahrzeugen im Betrieb, sondern auch freistehender Lkw-Anhänger. Die Funktion ist weltweit bereits vielfach verfügbar.

ContiConnect liefert jetzt nicht nur für Fahrzeuge in Betrieb, sondern auch für abgestellte Lkw-Anhänger Echtzeit-Daten für die digitale Reifenüberwachung. Dazu wurde die Anwendung um neue Telematikeinheiten ergänzt. | Bild: Continental.
ContiConnect liefert jetzt nicht nur für Fahrzeuge in Betrieb, sondern auch für abgestellte Lkw-Anhänger Echtzeit-Daten für die digitale Reifenüberwachung. Dazu wurde die Anwendung um neue Telematikeinheiten ergänzt. | Bild: Continental.
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Claudia Leistritz

Technologiekonzern und Reifenspezialist Continental hat seine digitale Echtzeit-Reifenüberwachung ContiConnect Live, entwickelt zum effizienzsteigernden Einsatz auf Baustellen und in der Intralogistik, um eine Funktion für freistehende Lkw-Anhänger ergänzt. ContiConnect Live, im Jahr 2020 eingeführt, erfasst anhand von mit Sensoren ausgestatteten Continental-Spezialreifen permanent die aktuellen Werte von Reifendruck und –temperatur. Mittels einer zentralen Telematikeinheit werden diese Zustandsinformationen standortunabhängig in eine Cloud gesandt. Zugleich wird die Anzahl der Betriebsstunden der Reifen sowie per GPS der Standort festgehalten.

Flottenbetreiber erhalten damit in Echtzeit einen Überblick über die Leistungsfähigkeit und können schnell beurteilen, ob sie einschreiten und Wartungsmaßnahmen in die Wege leiten müssen. So kann das System laut Anbieter Ausfälle vermeiden, Wartungskosten senken und die Betriebszeit der Fahrzeuge verlängern helfen. Allerdings funktionierte die Anwendung bisher nur an Fahrzeugen, die gerade in Betrieb waren. Nun wurden laut Continental neue Telematikfunktionen hinzugefügt die es ermöglichen, auch die Reifen abgestellter Lkw-Anhänger entsprechend zu überwachen.

Zustandsdaten in Echtzeit abrufbar

Fuhrparkmanager können damit also ebenso wie für in Betrieb befindliche Fahrzeuge nun auch über die Reifen abgestellter Anhänger kontinuierlich Informationen über Füllstand und Temperatur abrufen. Dazu ist auch keine externe Stromquelle nötig: das System funktioniert über einen Akku, der den Angaben zufolge bis zu 28 Tage lang täglich die Messwerte übermittelt. Eine dadurch mögliche „proaktive“ Wartung könne wegen der Statusaktualisierungen und Warnmeldungen in Echtzeit die anfallenden Arbeits- und Wartungskosten verringern und die Effizienz steigern, wirbt der Anbieter. Zudem erlaubt eine Track-und-Trace-Funktion per GPS die jederzeitige Erfassung des Fahrzeugstandorts. Alle diese Funktionen lassen sich aufgrund neuer Telematikeinheiten in ContiConnect Live auch zur Überwachung der Reifen freistehender Lkw-Anhänger nutzen. Das Update wurde im Juli 2023 eingeführt und ist bereits in vielen Märkten weltweit verfügbar.

Zuverlässige Voraussage schon vor dem Einsatz

Clarisa Doval, Head of Digital Solutions von Continental Tires, ist überzeugt, dass ContiConnect Live die niedrigmöglichsten Gesamtfahrkosten ermöglicht. Denn Flottenkunden wüssten bereits im Voraus, „schon bevor der Anhänger mit einer Zugmaschine verbunden wird“, ob der Reifendruck im optimalen Bereich liegt.

Die Sensoren der Continental-Spezialreifen liegen im Inneren des Reifens und senden unablässig Daten an die am Anhänger angebrachte Telematikeinheit. Von dort gelangen die Informationen an die damit verbundene Reifenmanagement-Plattform und können über das ContiConnect-Portal sowie die ContiConnect-App vor Ort abgerufen werden.

Transparenz über jeden Reifen

Fuhrparkverantwortliche erhalten einen Überblick über verschiedene Werte wie Temperatur, Druck und Laufleistung jedes einzelnen Reifens. Wird ein zu niedriger Druck oder schleichender Luftverlust festgestellt, erhalten Empfänger „in unbegrenzter Zahl“ eine Warnmeldung. Noch bevor der Anhänger zum Einsatz kommt, kann also ein Mangel festgestellt und die notwendige Wartungsmaßnahme eingeleitet werden. Das kann nicht nur Pannen und Ausfälle verhindern und Wartungskosten senken, sondern auch zur Verlängerung der Betriebszeit beitragen, stellt der Reifenkonzern heraus. Und gerade defekte Reifen hätten besonders kostspielige Folgen für den Gesamtbetrieb:

„Zwar machen Reifen nur fünf Prozent der Investitionskosten einer Lkw-Flotte aus, doch beeinflussen sie mehr als die Hälfte ihrer Betriebskosten. Denn verliert ein Reifen unbemerkt Luft, erhöht sich der Rollwiderstand und damit der Kraftstoffverbrauch.“

Und unter Umständen zahlt der Flottenbetreiber dann nicht nur mehr Sprit, sondern im Pannenfall auch die Reparatur und kann in dieser Zeit darüberhinaus sein Fahrzeug nicht einsetzen. Kosten für Kraftstoff und Stillstandszeiten aber seien in der Logistik nicht nur für Flottenbetreiber herausfordernd, sondern wirkten sich letztendlich auf alle Beteiligten aus: die Kunden sowie aufgrund verspäteter Lieferungen unter Umständen auch die Endverbraucher.

Continental arbeitet nach eigenen Angaben an weiteren neuen Geschäftsmodellen zur umfassenden Digitalisierung der Betriebsabläufe rund um Reifen. So plant man bis 2030 zum Weltmarktführer eines entsprechenden „Ökosystems“ an intelligenten digitalen Lösungen zu werden. „Schon heute bietet das Unternehmen vielen Flottenkunden eine garantierte Laufleistung sowie ein umfangreiches Angebot an Reifenservices, wann und wo immer sie benötigt werden“, heißt es.

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