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Bundesministerium bestellt neue Polizei-Einsatzfahrzeuge bei Rheinmetall

Für spezielle Bereiche der Polizei soll der im Automobil- und Sicherheitssektor tätige Rüstungskonzern gepanzerte Einsatzfahrzeuge für die öffentliche Sicherheit produzieren. Dazu hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) dem Unternehmen einen Auftrag über 55 Fahrzeuge erteilt.

So ähnlich sehen die neuen Sicherheitsfahrzeuge von Rheinmetall für den Polizeieinsatz aus. Bild: yavorsky | Pixabay.
So ähnlich sehen die neuen Sicherheitsfahrzeuge von Rheinmetall für den Polizeieinsatz aus. Bild: yavorsky | Pixabay.
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Claudia Leistritz

Konkret handelt es sich um „neue geländegängige, geschützte Mehrzweckfahrzeuge“ des Typs Survivor R. Das Modell soll bei der Polizei als neuer „Sonderwagen 5“ zum Einsatz kommen. Der Auftrag ist auf die Lieferung von 55 Stück in zwei Varianten festgelegt: für die Bundespolizei sowie die Bereitschaftspolizeien der Länder. Das Auftragsvolumen bewegt sich im „hohen zweistelligen Millionen Euro“- Bereich, meldet der Technologiekonzern, und könne sich „durch vereinbarte Optionen für weitere Fahrzeuge bis in den dreistelligen Millionen-Euro Bereich“ erhöhen.

Rheinmetall erhielt den Zuschlag den Angaben zufolge im Wettbewerb einer europaweiten Ausschreibung. Der neue Survivor R soll das vor 35 Jahren eingeführte Vorgängermodell „Sonderwagen 4“ ablösen. Laut den Angaben werden zunächst noch in diesem Jahr zwei Musterfahrzeuge geliefert, die umfangreich getestet und einer „vollständigen Schutzzertifizierung“ unterzogen werden. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge ist für den Zeitraum 2023 bis 2026 geplant.

Eingebunden in Wartung und Logistik

Außerdem übernimmt der Düsseldorfer Automobilzulieferer gemäß einem alle drei Jahre verlängerbaren Rahmenvertrag auch während der folgenden Nutzungsdauer von bis zu 30 Jahren die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge sowie die „logistische Betreuung der Fahrzeuge an den Standorten der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizeien der Länder“, wie es heißt.

Neues Marktsegment Public Security

Der Konzern wertet den Auftrag als „erfolgreichen Ausbau des wachsenden Marktsegments Public Security“. Das Projekt soll zudem als Vorreiter für „weitere europäische Fahrzeugbeschaffungen durch Polizei und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ dienen.

Andere Sicherheitsfahrzeuge bereits im Einsatz

Wie Rheinmetall weiter berichtet, nutzten die deutschen Landespolizeien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen bereits eigene Versionen des „äußerst beweglichen und hervorragend geschützten Fahrzeuges“ für Einsätze ihrer Spezialkräfte. Hier habe sich der Survivor R bereits vielfach bewährt.

Entwicklung in Kooperation

Der Survivor R wurde in Zusammenarbeit mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner und auf Grundlage eines 4x4-Fahrgestells von MAN entwickelt. Die österreichische Achleitner Fahrzeugbau ist bei dem neuen Großauftrag als Unterauftragnehmer beteiligt. Die Endmontage und Übergabe der Serienfahrzeuge erfolgt den Angaben zufolge bei der Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kassel.

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