Fast wie neu: Aufbereitete Rußpartikel-Filter für Nfz von Dinex

Zwei Jahre Gewährleistung bietet der Spezialist für Emissionstechnologie für seine innerhalb von 24 Stunden aufbereiteten Filter zur sofortigen Wiederverwendung in Nutzfahrzeugen.

Aufbereitete Rußpartikel-Filter weisen laut Dinex eine höhere Qualität auf als nur gereinigte Komponenten. Foto: Dinex.
Aufbereitete Rußpartikel-Filter weisen laut Dinex eine höhere Qualität auf als nur gereinigte Komponenten. Foto: Dinex.
Claudia Leistritz

Bei vollen Rußpartikelfiltern hatten Nfz-Besitzer bisher die Wahl, diese entweder zeitintensiv reinigen zu lassen oder sich, falls die dazu erforderliche Wartezeit von ein bis zwei Tagen nicht praktikabel ist, für viel Geld neue anzuschaffen. Der dänische Filterhersteller Dinex hat nun mit der Aufbereitung von Nfz-Rußpartikel-Filtern eine sowohl zeit- wie kostensparende Alternative entwickelt.

Der professionell wiederaufbereitete Austausch-Partikelfilter wird mit „hoher Standzeit und zwei Jahren Gewährleistung“ beworben und soll im Vergleich zu einem bloß gereinigten Produkt sogar eine höhere Qualität aufweisen. Die Wiederaufbereitung geschehe zügig innerhalb von garantierten 24 Stunden und koste nur halb so viel wie ein neuer Filter. Das Fahrzeug sei zudem umgehend wieder einsatzbereit:

„Die Reinigung eines Rußpartikelfilters ist an sich eine gute Sache und sehr ressourcenschonend. Aber das Fahrzeug muss dabei für ein bis zwei Tage in der Werkstatt stehen. Das können sich die wenigsten Spediteure leisten“,

so Oliver Gravemann von Dinex in Deutschland. Der aufbereitete Filter dagegen stünde zum sofortigen Austausch genauso schnell zur Verfügung wie ein neuer. Daher garantiert das Unternehmen die Prüfung des Altteils und Bereitstellung des aufbereiteten Produkts innerhalb von 24 Stunden, so der Bericht.

Aufbereitung wirksamer als Reinigung

Da der dreistufige Aufbereitungsprozess „wirksamer und gründlicher“ ablaufe als eine übliche bloße Reinigung, könnten die Austauschfilter auch über eine längere Zeit bis zum nächsten Austausch genutzt werden, so Gravemann. Dabei werden zunächst Rußpartikel mit Hilfe von Druckluft und dann lose wie feste Ruß- und Ascherückstände auf thermischem Weg entfernt. Diese beiden Arbeitsschritte gehören auch zum Prozess bei der Reinigung.

In einem dritten Schritt jedoch werden dann bei der Wiederaufbereitung mit Einsatz von Chemikalien die übrigen, verhärteten Aschereste gelöst und gleichzeitig die katalytische Beschichtung zur einwandfreien Funktion des Filters wiederhergestellt. So behandelt, könne der Filter im Vergleich zu einem nur gereinigten Produkt noch mehr Partikel aufnehmen. Die Frequenz von Werkstattaufenthalten aufgrund von verschmutzten Filtern reduziere sich also, da die wiederaufbereiteten Komponenten länger funktionsfähig blieben.

Zertifizierte Qualität

Die Leistungsfähigkeit des wiederaufbereiteten Filters komme dem eines neuen recht nahe, so Dinex, zudem seien diese aber wesentlich preiswerter und dabei ebenso schnell verfügbar. Auch werden die Filter im Gegensatz zum nur gereinigten Pendant mit Prüfnummer typzertifiziert und mit zwei Jahren Gewährleistung angeboten: Weitere Vorteile gegenüber einer Reinigung, bei der immer auch die Gefahr eines Produktversagens mit kostenintensivem Fahrzeugausfall und Werkstattkosten droht.

Auch werden die Austauschfilter vom Hersteller für die Handhabung ausgegeben wie Neuteile, also inklusive des erforderlichen Montagematerials wie Schellen und Dichtungen, damit die einwandfreie Funktion gewährleistet ist und nicht alte, verschmutzte Komponenten wiederverwendet werden müssen.

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Pfandsystem

Das Aufbereitungsverfahren funktioniert mit dem in der Ersatzteilbranche üblichen Pfandsystem, bei dem beim Kauf eines neuen Dinex-Filters eine einmalige Pfandgebühr anfällt. Beim Austausch durch einen wiederaufbereiteten Filter wird dann kein weiteres Pfand mehr erhoben, um ein umweltschonendes und kostensparendes „lückenloses Kreislaufsystem“ zu ermöglichen. Die Werkstatt kann beim Austausch den gebrauchten Filter in der speziellen Verpackung des Neuteils auf sicherem Weg zurücksenden, die Gutschrift für den zurückgegebenen Filter erfolge dann „in Rekordzeit“ über ein spezielles Tracking System, so Dinex.

Seit Dezember 2020 hat das Unternehmen bereits mehrere gängige, wiederaufbereitete Euro 6 Filter im Angebot, das koninuierlich ausgebaut werden soll.

Das Unternehmen:

Die 1982 in Dänemark gegründete Dinex Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt Abgasanlagen und Emissionstechnologien für alle Nutzfahrzeuge und industrielle Maschinen mit Dieselmotoren und betätigt sich im Bereich Originalausrüstung (OEM) wie auch der Originalteilezulieferer (OES) und im Aftermarket als eigenen Angaben zufolge Europas führender Lieferant von Abgasanlagen und Emissionstechnologien für Nfz und industrielle Maschinen. Für Keramikprodukte besitzt Dinex als einziger industrieller Produzent von Abgasanlagen zudem eine eigene Produktionsabteilung.

Das Unternehmen liefert komplette, maßgefertigte Abgasanlagen für Lkw, Busse, Kleintransporter wie auch industrielle Maschinen und deckt dabei die Bandbreite vom Turbo bis zum Endrohr ab. Ergänzend hat Dinex zudem eine Reihe von Emissionstechnologieprodukten im Portfolio. Standorte, Produktions- und Entwicklungsstätten des Unternehmens sind in mehreren europäischen Ländern sowie in Russland, den USA, China und Indien lokalisiert. Der Hauptsitz befindet sich im dänischen Middelfart, in Deutschland hat Dinex seinen Sitz in Kalbach.

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