Trockeneis-Reiniger von Kärcher produziert eigene Pellets

Das neue Trockeneisstrahlgerät von Kärcher erzeugt die für den Reinigungsvorgang erforderlichen Pellets während des Arbeitsprozesses selbst.

Das neue Trockeneisstrahlgerät IB 10/8 L2P von Kärcher erzeugt Pellets selbst - und zwar genau dann, wenn die Reinigung erfolgt, und nur in der benötigten Menge. Foto: Kärcher.
Das neue Trockeneisstrahlgerät IB 10/8 L2P von Kärcher erzeugt Pellets selbst - und zwar genau dann, wenn die Reinigung erfolgt, und nur in der benötigten Menge. Foto: Kärcher.
Claudia Leistritz

Die Technik der Reinigung per Trockeneis wird vor allem bei der Säuberung empfindlicher Oberflächen angewendet, beispielsweise bei Polstern oder zur Vorbereitung von Bauteilen für die Lackierung. Der Hersteller von professionellen Reinigungsgeräten hat nun in seinem neuen Trockeneisstrahler den Reinigungsprozess mit der gleichzeitigen Herstellung der dazu nötigen Pellets kombiniert.

Je frischer die aus verfestigtem CO2-Gas bestehenden Granulate sind, umso höher ist auch die Reinigungskraft, da sich das Trockeneis mit der Zeit wieder zu Gas umwandelt. Die Trockeneisstücke sollten daher schnell verbraucht werden, weil eine Lagerung auch in leistungsstarken Kühlboxen nur für wenige Tage praktikabel ist. So hat der Nutzer allerdings zeitlich wenig Spielraum für den Einsatz.

Leistung gleichbleibend hoch

Normalerweise werden die per Hydraulikpressen hergestellten Pellets auf Bestellung geliefert. Das Vorgehen sei jedoch für den Nutzer logistisch umständlich zu handhaben da nur kurzfristig nutzbar und unter Umständen besonders teuer, wenn nur geringe Mengen abgenommen werden. Daher werde trotz der Vorteile wie hohe Wirksamkeit und einfache Anwendung oft auf diese Reinigungstechnik verzichtet, so Kärcher.

Das neue Trockeneinsstrahlgerät produziert nun laut Hersteller dank eines innovativen Verfahrens die Pellets während des Reinigungsvorgangs in genau der gerade benötigten Menge selbst und ermögliche so stets die optimale Leistungskraft. Zudem sei das Gerät einfach und ohne Spezialkenntnisse zu bedienen.

Reinigen mit Kälte und Kraft

Die aus festem CO2 mit einer Temperatur von -79 Grad Celsius bestehenden Trockeneisstücke werden im Reinigungsvorgang mit einer Geschwindigkeit von 150 m/s auf die zu behandelnde Oberfläche gestrahlt. Die plötzliche Kälte lässt den Schmutz erstarren, der nun im spröden Zustand leicht entfernt werden kann. Der Prozess gilt als besonders materialschonend und hinterlässt zudem kaum Strahlmittelrückstände. Das macht das Vorgehen vor allem für die Behandlung empfindlicher Oberflächen interessant.

Das Reinigungsgerät IB 10/8 L2P („Liquid-to-Pellet“) produziert laut Bericht in Echtzeit das erforderliche Trockeneis und säubert auch von starken Verunreinigungen und schwer zugängliche Stellen wie Nuten und Rillen. Nötig sind dazu in Flaschen praktisch unbegrenzt haltbares, flüssiges CO2 sowie ein „Druckluftnetz“ oder ein kompakt dimensionierter Kompressor. Das Reinigungsgerät, das laut Kärcher intuitiv zu steuern ist und wenig Druckluft verbraucht, verfügt auch über mehrere Assistenzsysteme, die beispielsweise den Mindestdruck und den korrekten Anschluss von Kabeln oder die Wärmeentwicklung überprüfen. Zur sicheren Handhabung wird das CO2 ohne Kontakt mit den Pellets über den Abgassschlauch abgeführt.

Mehr Informationen gibt es auf der Internetpräsenz des Herstellers www.kaercher.com.

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