Reifen: Sumitomo entwickelt neue Technologie zur Verschleißerkennung

Die japanische Muttergeselleschaft von Falken Tyre Europe, die Sumitomo Rubber Industries Ltd. (SRI), hat eine neue Technologie zur Erkennung von Reifenverschleiß entwickelt, die wesentlich zur Sicherheit beitragen soll.

Eine umassende Reifendiagnose soll die Sicherheit in der Mobilität erhöhen. Grafik: Sumitomo Rubber Industries.
Eine umassende Reifendiagnose soll die Sicherheit in der Mobilität erhöhen. Grafik: Sumitomo Rubber Industries.
Claudia Leistritz

Der Reifenhersteller zählt zu den größten weltweit und produziert, neben weiteren Gummiartikeln, im Reifensegment die Marken Falken und Dunlop. Die neue Entwicklung stelle als Weiterentwicklung der Sensing-Core-Technologie einen Durchbruch dar, so der Pressebericht. Man könne nach umfassenden Forschungen zum dynamischen Verhalten von Reifen nun neben den verschiedenen Reifenzuständen wie Druck-, Last- und Straßenbedingungen auch den Reifenverschleiß erkennen.

In dem Verfahren analysiert und bewertet eine digitale Filtertechnologie die Raddrehzahlsignale beim Fahren, verbindet diese mit Motordaten und weiteren Fahrzeuginformationen und kann daraus Rückschlüsse auf Laufflächenbeschaffenheit sowie Verschleißgrad der Reifen ziehen. Der Fahrer werde über den Reifenzustand in Kenntnis gesetzt, gleichzeitig könne der Zustand der Reifen über die Cloud als Informationszentrale dokumentiert werden.

Die Technologie im Sensing-Core-Verfahren benötige keine zusätzlichen Detektoren sondern nutze die Reifen als Sensoren und sei somit wartungsfrei, berichtet Falken Tyre. Das System kann über die Cloud unter anderem Informationen wie Raddrehzahlsignale austauschen und potenzielle Probleme erkennen. Die Entwicklung könne entscheidend sowohl zur Sicherheit von Mobilitäts- und Transportdienstleistern beitragen wie auch deren Wartungskosten senken.

Mit Sensing Core als Schlüsseltechnologie will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge die Entwicklung von Reifen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen beschleunigen um den „Anforderungen von CASE (Connected, Autonomous, Shared, Electric), MaaS (Mobility as a Service)“ sowie weiteren zukünftigen Neuerungen im Bereich der Mobilität entsprechen zu können.

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