Umweltschutz durch Altreifenentsorgung – ZARE informiert

Die Initiative ZARE (Zertifizierte Altreifen Entsorger) setzt sich für verantwortungsvolle Entsorgung von Altreifen ein, die laut eigenen Aussagen noch viel zu oft auf illegalen Mülldeponien oder einfach in der Natur landen. Ein Aktionspaket informiert Reifenhändler und Kfz-Werkstätten über das Recycling.

Das neue Leben ihrer alten Reifen. Kompakte Informationen für Ihre Kunden. Das Aktionspaket für Reifenhändler und Kfz-Werkstätten enthält 250 DIN lang Flyer 2 DIN A2 Poster und ein Signet für die Web-Einbindung. | Bild: Initiative ZARE.
Das neue Leben ihrer alten Reifen. Kompakte Informationen für Ihre Kunden. Das Aktionspaket für Reifenhändler und Kfz-Werkstätten enthält 250 DIN lang Flyer 2 DIN A2 Poster und ein Signet für die Web-Einbindung. | Bild: Initiative ZARE.
Claudia Leistritz

Immer mehr achteten die Menschen auf klima- und umweltverträgliche Gesichtspunkte, kauften zur Minderung der CO2-Emissionen zunehmend Elektroautos, so die Initiative ZARE. Doch die Bemühungen, auch bei der Altreifenentsorgung auf einen umweltschonenden Umgang zu achten, seien immer noch vergleichsweise gering. Dabei könnten Kfz-Werkstätten hier in Bezug auf Nachhaltigkeit zum Vorreiter werden; denn eine verantwortungsvolle Entsorgung von Altreifen trage aktiv zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung bei.

Masse an Reifenmaterial reduzieren

Jährlich fallen laut der Initiative ZARE etwa 600.000 Tonnen Altreifen in Deutschland an. Werde dieses Material nicht fachgerecht entsorgt und stattdessen einfach in Wäldern oder der freien Natur abgelegt, schade dies der Umwelt. Um die Masse an Altreifen zu reduzieren und einer verantwortungsbewussten, also auch klimaverträglichen Entsorgung zuzuführen, hat der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) 2015 die Initiative ZARE ins Leben gerufen. Die momentan 19 in der Initiative zusammengeschlossenen Unternehmen sorgen dafür, dass „jeder Reifen einem sinnvollen Verwertungsweg zugeführt wird“, heißt es.

Nachhaltiger Umgang

Das Recycling, also die Wiederverwertung von Altreifen oder von Reifenbestandteilen verringert den Abfall und stärkt die Kreislaufwirtschaft, so ZARE. Als Methoden einer ressourcenschonenden Verwertung dienen in erster Linie die Runderneuerung von Reifen sowie die Weiternutzung von Altreifensubstanz in beispielsweise Asphalt, Bodenbelägen oder Dachbegrünungen. Auch energetisch könne das Altmaterial wiederverwendet werden: In Pyrolysewerken wird das Material thermochemisch unter Sauerstoffausschluss (also ohne Verbrennung) aufgespalten und für verschiedene Zwecke aufbereitet, unter anderem für neue Reifen, aber auch Verpackungen oder weitere Produkte.

Kunden und Betriebe informieren

Mit dem Klimawandel steige auch die Forderung nach umweltverträglichem Umgang von Altmaterial; diesen jedoch könnten Reifenhändler und Kfz-Werkstätten leicht durch eine fachgerechte Entsorgung unterstützen, so die Initiative.

Um Kunden auf dieses Thema aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren, hat ZARE für Kfz-Betriebe ein kompaktes Aktionspaket mit umfassendem Informationsmaterial zusammengestellt, das 250 „leicht verständliche Informationsflyer“ und zwei Poster enthält; und ein eigenes Signet „Wir denken an morgen!“ können die Werkstätten online einbinden und sich somit als Betriebe ausweisen, die ihre Reifen ausschließlich von zertifizierten Unternehmen entsorgen lassen.

Das Aktionspaket mit den Informationsmaterialien ist für Reifenhändler und Kfz-Werkstätten zu einem Unkostenbeitrag auf der ZARE-Website bestellbar. Für Handelsketten oder größere Filialbetriebe gelten spezielle Konditionen. Voraussetzung für den Erwerb des Aktionspakets ist nach eigenen Angaben, dass die Werkstatt alle Altreifen über einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb entsorgen lässt. Mehr Informationen auf der Website der Initiative.

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