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Paul-Gruppe wird zum Gründerzentrum

Mit Start-up-Mentalität wagt sich die Unternehmensgruppe daran, technologische Trends in marktfähige Projekte umzuwandeln. Auf der IAA präsentierte die Paul-Gruppe E-Vade und DVS. Die Tochtergesellschaften widmen sich der Elektromobilität bzw. dem digitalen Fahrzeugscan.

Zur IAA Nutzfahrzeuge gaben die Niederbayern Einblick in das eigene Portfolio: Im Vordergrund finden sich ein umgerüsteter Mercedes-Benz Vario mit Elektroantrieb sowie die digitale Schadendokumentation Digital Vehicle Scan. (Bild: PROFI Werkstatt)
Zur IAA Nutzfahrzeuge gaben die Niederbayern Einblick in das eigene Portfolio: Im Vordergrund finden sich ein umgerüsteter Mercedes-Benz Vario mit Elektroantrieb sowie die digitale Schadendokumentation Digital Vehicle Scan. (Bild: PROFI Werkstatt)
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Martin Schachtner

Das bayerische Unternehmen nimmt sich Trends in der Automobilindustrie an, entwickelt praktikable Lösungen in Eigenregie oder mit Kooperationspartnern und bringt diese zur Marktreife. In der Vergangenheit war die Paul-Gruppe insbesondere durch ihre Geschäftseinheiten Paul Nutzfahrzeuge GmbH (Sonderfahrzeugbau) und die Josef Paul GmbH & Co. KG (Handel und Kfz-Service) bekannt.

Seit Kurzem gehören auch die E-Vade GmbH und die DVS GmbH & Co. KG zum Firmenverbund. Die Gründungen basieren auf Produkten und Dienstleistungen, die von einem umtriebigen Team um Bernhard Wasner (Geschäftsführer der Paul Group und der Josef Paul GmbH & Co. KG) und Alexander Luksch (Geschäftsführer Paul Group und der Insisto GmbH) angestoßen und zur Marktreife geführt wurden.

E-Vade widmet sich eigenen Angaben zufolge zukunftsfähigen elektrifizierten Fahrzeuglösungen für Kommunen, Handwerker und innerstädtische Lieferverkehre ("Letzte Meile"). Der E-Mobility-Dienstleister aus dem niederbayerischen Vilshofen an der Donau bietet Umrüstungen zu Elektrofahrzeugen. Beim so genannten "Retrofit" werden Verbrennungsmotoren gegen Elektroaggregate getauscht. Ein Beispiel ist die Kooperation zwischen Paul und der BPW Bergische Achsen KG: Die Paul Nutzfahrzeuge GmbH entfernt dabei im Auftrag der E-Vade GmbH den Diesel-Antriebsstrang und baut eine E-Achse des Zulieferers aus Wiehl ein. Die Umrüstung sei gewichtsneutral, wie es bei Paul heißt. Darüber hinaus vertreibt E-Vade neue Elektrofahrzeuge, beispielsweise individuell angepasste StreetScooter.

360-Grad-Dokumentation

Der Digital Vehicle Scan ist für größere Werkstätten, Fahrzeugflotten sowie Vermieter interessant. Dabei handelt es sich um ein mit über 20 Kameras ausgestattetes Portal, das den Fahrzeugzustand in rund 20 Sekunden automatisch erfasst und gegebenenfalls Reparaturbedarf an Karosserie und Aufbau feststellt. Das System zur Schadendokumentation steht für alle Fahrzeugtypen zur Verfügung. Auch mit Doppelstock-Bussen lassen sich die Scanner durchfahren. Neben einem DVS am Servicestandort von Josef Paul in Passau gibt es derzeit drei Pilotprojekte im deutschen Daimler-Netz (Augsburg, Bochum, Sindelfingen).

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