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Nufam 2023: Sicher kühlen mit Schmitz Cargobull

Zur Nutzfahrzeugmesse in Karlsruhe stellt der Spezialist für Sattelauflieger und Aufbauten jeweils ein zum Teil besonders ausgestattetes Modell aus seinen drei Trailervarianten vor. Dabei ist auch der Kühl-Sattelkoffer S.KO Cool.

Der S.KO Cool-Sattelkoffer entspricht den höchsten Anforderungen für Pharma-Transporte. | Bild: Schmitz Cargobull.
Der S.KO Cool-Sattelkoffer entspricht den höchsten Anforderungen für Pharma-Transporte. | Bild: Schmitz Cargobull.
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Claudia Leistritz

Trailerhersteller Schmitz Cargobull wird auf der Nutzfahrzeugmesse Nufam in Karlsruhe, die morgen am 21. September 2023 startet, jeweils eine aus seinen drei Trailervarianten vorstellen: ein Kofferfahrzeug, einen Curtainsider und einen Kipper. Die Ausstellungsobjekte sind auch für spezielle Anforderungen konfiguriert und werden dort von 21. Bis 24. September 2023 zu einem Teil auf dem Stand des Cargobull-Nutzfahrzeughändlers Kohrs gezeigt. Ein weiteres Modell wird auch auf dem Außengelände zu sehen sein.

Zur näheren Spezifikation äußert sich Boris Billich, Vertriebsvorstand bei dem nordrhein-westfälischen Unternehmen, in der diesbezüglichen Pressemeldung:

„Wir präsentieren in diesem Jahr den Sattelcurtainsider S.CS sowie den Sattelkoffer S.KO Cool mit Pharmaausstattung auf dem Stand unseres Händlers Kohrs. Außerdem stellen wir im Außengelände auch noch den Motorwagenkippaufbau M.KI aus.“

Pharmatransport: Sattelkoffer S.KO Cool

Ein besonderes Highlight auf der Messe stellt der Sattelkoffer mit Temperraturrekorder S.KO Cool dar. Er enthält ab Werk eine TrailerConnect-Telematik, die sich laut Anbieter bereits international im temperaturgeführten Transport bewährt hat. Zudem soll der Kühlkoffer den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, die die Pharmaindustrie für den Transport ihrer Rohstoffe und Fertigprodukte festgelegt hat: denen der Transported Asset Protection Association (TAPA). Kaum eine andere Branche stellt so hohe Anforderungen an die Transportbedingungen.

Dabei geht es nicht nur um den schadensfreien Transport der Waren, sondern auch um Diebstahlschutz. Im Umgang mit der sensiblen Ware haben die Anwender noch weitere Gesichtspunkte zu beachten: Neben der Einhaltung bestimmter Richtlinien und Gesetze zum Beispiel den Nachweis einer lückenlosen Temperaturkette. Dazu kommt, dass die Dienstleister immer häufiger auch Validierungsnachweise für logistische Prozesse sowie darin involvierte Systeme beizubringen haben. Um die Einhaltung dieser Vorschriften zu unterstützen, hat der Aufliegerspezialist ausgetüftelte Lösungen entwickelt.

Temperatur einhalten

So steht den Spediteuren zur Hilfestellung bei der Konfiguration ihres für den Transport von Pharma-Produkten zertifizierten Kühlaufliegers das Nutzenpaket „Pharma“ zur Verfügung. Damit ist der S.KO Cool automatisch mit allen relevanten Ausstattungsdetails voreingestellt. Als wichtigsten Faktor jedoch bewertet das Unternehmen die Temperatur-Sicherheit. „Die definierten Temperaturbereiche sind strikt einzuhalten“, heißt es. Um diese Forderung zu erfüllen, sind für eine konstante Temperatur ohne Schwankungen zur zusätzlichen Kontrolle versteckte Datalogger installiert, die die Ware permanent überwachen.

Optimale Luft- und Temperaturverteilung

Zur konstanten Temperatur gehört aber auch die richtige Luft- und Temperaturverteilung im Transportraum sowie die Einhaltung von hygienischen Anforderungen. Grundlegend wichtig für Kühltransporte ist dabei natürlich das Kühlgerät selbst. Schmitz Cargobull hat seine eigene Transportkältemaschine S.CU entwickelt, die den Angaben zufolge mit äußerst hohen Kälte- und Luftleistungen aufwarten kann und zwei oder vier „pharmageeignete besonders kalibrierte Temperatursensoren, Temperaturschreiber (optional mit Schmitz Cargobull Multi-Temp-Trennwand ohne Lüfter) sowie eine Zirkulationswand“ enthält, die im Aufbau für eine optimale Luft- und Temperaturverteilung sorgen sollen. Daneben bietet Schmitz Cargobull aber auch Transportkältemaschinen aller gängigen Fremdfabrikate an.

Rundum überwacht

Um die gewünschten Kühldaten unablässig überwachen zu können, sind insgesamt 30 zertifizierte Datenlogger im Innenraum des Kühlaufliegers sowie vier weitere in der Kühlkammer positioniert. Eine zusätzliche Kontrolle bietet die digitale Telematik-Datenplattform von Schmitz Cargobull, das TrailerConnect Portal, das neben einer Fülle an weiteren Datennutzungsoptionen für Trailer auch eine „Flottenvisualisierung in Echtzeit“ ermöglicht. Auch über diesen Zugang lassen sich laut Anbieter die vorgegebenen Werte wie beispielsweise der Isolierwert des Aufbaus, eine homogene Temperaturverteilung sowie besondere hygienische Anforderungen bei der Materialauswahl und Verarbeitung kontrollieren.

Universal einsetzbar: Sattelcurtainsider S.CS

Der Sattelauflieger mit seitlicher Schiebeplane wird auf der Nufam in der Universal-Version zu besichtigen sein. Das S.CS Portfolio listet insgesamt sieben Ausführungen, neben dem „Universal“-Trailer beispielsweise auch eine mit besonders hohem Ladevolumen oder Versionen, die den besonderen Transportanforderungen in Ländern wie Großbritannien und Irland entsprechen. Jeweils eigene Modelle ermöglichen den Papierrollen- und den Stahlrollen- Transport. Die EcoGeneration dieser Reihe soll außerdem mit einem besonders aerodynamischen Aufbau zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen können. Flexible Ausstattungsoptionen dienen der Anpassung an besondere Aufgaben wie bei der Bahn- oder Fährenbeladung. Laut Hersteller wird jeder der Sattelcurtainsider standardmäßig ab Werk mit der neuen Schmitz Cargobull Trailer-Telematik TrailerConnect CTU ausgestattet.

Modular aufgebaut

Grundlage für die bestmögliche Anpassung der S.CS-Trailer an jede Transportaufgabe ist bei Schmitz Cargobull ein modulares Baukastensystem. Mit einem verzinkten und gebolzten Chassis mit walzprofilierten Langträgern, die hohe Punktlasten erlauben, verfüge jeder Trailer bereits über eine Basis auf „höchstem Industriestandard“, heißt es. Verschiedene Aufbauvarianten sorgen dann für die Anpassung an die jeweiligen Aufgaben wie für besonders hohe Beladung („Mega“), für Stahl- (Coil) oder Papierrollen (Paper).

Mit weiteren Ausstattungsoptionen lässt sich die Belademöglichkeit noch weiter spezifizieren. So mit dem Power Curtain, der als Version mit hochfester Seitenplane ohne Aufsatzlatten laut Hersteller eine besonders schnelle Be- und Entladung erlaubt. Für die nötige Stabilität sorgen hier Aramid-Gurte und in die Plane integrierter Stahldraht, so dass keine zusätzliche seitliche Ladungssicherung vorgenommen werden muss. Nebenbei soll die Lösung aufgrund der stabilisierten Plane auch besonders diebstahlsicher sein.

Beschleunigte Ladevorgänge

Für spezielle Einsätze wurden auch noch weitere Lösungen herausgebracht, zum Beispiel die Schnellöffnungsplane Speed Curtain, deren Zweck schon der Name verrät. Sie soll vor allem bei zeitraubenden Einsätzen mit vielen Ladevorgängen das Handling erleichtern. Die Verkürzung des Öffnungsvorgangs auf Sekunden wird durch das Fehlen von Mittelrungen und Aufsatzlatten ermöglicht. So kann die Plane auch vom Boden aus geöffnet werden.

Für eine sichere Verwahrung des Ladeguts sorgen unter anderem bis zu 30 Paar Zurrösen am Außenrahmen, die ein Verzurren an fast jedem Punkt erlauben. Außerdem sind zur straffen Spannung Mikrorungen in die Plane eingelassen. Diese Ausstattungsvariante wird vor allem für häufige Ladevorgänge im Kurzstreckentransport empfohlen. Alle Planenversionen sind zertifiziert nach DIN EN 12642 XL. Die Ausführungen sind den Angaben zufolge besonders stabil und langlebig konzipiert. Außerdem gibt Schmitz Cargobull auf die korrosionsbeständige Verzinkung des Chassis 10 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung.

Mehr Baulängenvarianten: Motorwagenkippaufbau M.KI

Als neue Muldengeneration von Schmitz Cargobull dient der für den 4-Achs-Motorwagen passgenau entwickelte M.KI-Motorwagenkippaufbau, der auf der Nufam in Karlsruhe im Außenbereich zu sehen sein wird. Basis für die Mulde mit 16 bis 23 Kubikmeter Fassungsvermögen ist eine Stahl-Rundmulde aus hochverschleiß- und beulfestem Stahl wie bei dem Sattelkipper.

Auch hier sorgt ein Baukastensystem für passgenaue Einsatzmöglichkeiten. Nun wurde zudem die Variantenvielfalt noch ausgebaut, so dass neben den bekannten Baulängen 5.5 m und 5.8 m nun auch ein Fahrzeug der Baulänge 5.2 zur Verfügung steht. So können auch Motorwagen mit kürzerem Radstand oder längerem Fahrerhaus aufgebaut werden. Laut Bericht ließ sich hier im Vergleich zur Mulde SR14 das Gewicht um 100 kg reduzieren. Die Kippaufbauten sind aufgrund der unterschiedlichen Bodenstärken (5-10 mm), Seitenwandstärken (4-8 mm) und Bordwandhöhen (1.300, 1.460, 1.560, 1.660 mm) mit verschiedenen Motorwagen-Varianten kombinierbar, je nach Transportaufgabe.

Daneben lassen sich die Mulden noch weiter individuell konfigurieren. So sind die Rückwände entweder mit innenliegenden Rückwandklappen mit Schütte oder mit aufliegenden Rückwandklappen mit umlaufender Dichtung bestellbar, jeweils optional mit Schieber oder auch in hydraulischer Ausführung.

Und auch die Muldenabdeckung gibt es in zwei Varianten: entweder als Rollverdeck zum konventionellen Öffnen und Schließen vom Boden aus oder mit einem elektrischen Schiebeverdeck bequem per Fernbedienung steuerbar.

Schmitz Cargobull ist mit rund 61.000 produzierten Trailern jährlich und etwa 6.900 Mitarbeitern Europas führender Hersteller von Sattelaufliegern, Trailern und Motorwagenaufbauten. An Transport-Kältemaschinen verkauft das 1892 gegründete Unternehmen aus Horstmar nordwestlich von Münster jährlich rund 17.000. Produziert wird auch in der Türkei, in Spanien, in Großbritannien und in Australien.

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