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Wachsende Automobillogistik: Mosolf Gruppe strukturiert um

Zu Jahresbeginn 2024 nimmt der baden-württembergische Logistik- und Transportdienstleister eine Neuordnung seiner Unternehmensbereiche vor. Die Bündelung von Geschäftseinheiten soll die Abläufe in einem zunehmend dynamischen Umfeld optimieren, gestützt von einer Firmenneugründung.

Mit seinen rund 1.000 Spezial-Lkw transportiert die Mosolf Gruppe jährlich mehrere Millionen Fahrzeuge. Neben weiteren Bereichen der Fahrzeugdienstleistung und im Sonderfahrzeugbau ist das Familienunternehmen auch in der Hafenlogistik aktiv. | Symbolbild: Ralph/Pixabay.
Mit seinen rund 1.000 Spezial-Lkw transportiert die Mosolf Gruppe jährlich mehrere Millionen Fahrzeuge. Neben weiteren Bereichen der Fahrzeugdienstleistung und im Sonderfahrzeugbau ist das Familienunternehmen auch in der Hafenlogistik aktiv. | Symbolbild: Ralph/Pixabay.
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Claudia Leistritz

Mit neuen strategischen Ansätzen startet der Technik- und Logistikspezialist Mosolf Gruppe mit Hauptsitz südöstlich von Stuttgart in das Jahr 2024. Der nach eigenen Angaben führende Systemdienstleister der Automobilindustrie mit mehr als 40 Standorten in Europa will mit der Zusammenlegung von Geschäftseinheiten mehr Effizienz erreichen und Synergieeffekte besser nutzen, wie aus der Pressemeldung hervorgeht.

Als ein wesentlicher Grund für die Neuausrichtung werden die „dynamischen Entwicklungen“ der Automobillogistik im maritimen Umfeld genannt. Alle Tätigkeiten des Unternehmens, darunter Pkw- und Lkw-Transporte über Land und Meer, Werkstattdienste, Sonderfahrzeugbau oder Dienstleistungen rund um den Automobilhandel, sind nun auf zwei große Business Units verteilt. Um die wachsenden Aktivitäten im Umfeld der Hafenlogistik besser steuern zu können, wurde zudem eine spezielle Gesellschaft gegründet.

Logistics & Services

So verantwortet der Business Unit „Logistics & Services“ die Bereiche Releasing, also Fahrzeugübernehme am Produktionsende, sowie Transportlogistik. An seinen europaweit 41 Standorten mit mehr als 1.000 Spezialtransportern und zwei RoRo (Roll on-roll off)-Binnenschiffen will Mosolf seinen Kunden damit zum Beispiel „maßgeschneiderte, stabile und nachhaltige Konzeptlösungen“ bieten können. Weitere Bausteine dieser Geschäftseinheit bilden die Standortlogistik, die alle nötigen Servicemaßnahmen ab Einlagerung der Fahrzeuge bis zur Fahrzeugübergabe an den Endkunden übernimmt, sowie die Retail Solutions, die Autohäusern und Niederlassungen an über 70 Standorten maßgeschneiderte Lösungen offeriert.

Technik- und Serviceleistungen, von der optischen Fahrzeugaufbereitung bis zur technischen Instandsetzung der Fahrzeuge, haben zudem alle Mosolf-Standorte im Programm. Mit diesem Portfolio deckt das 1955 gegründete Familienunternehmen laut eigenen Aussagen die gesamte Wertschöpfungskette der Automobillogistik ab, die vom Bandende bis zum Handel oder Endkunden reicht.

Special Vehicles

Der zweite große, neu geschaffene Geschäftsbereich widmet sich unter dem Namen „Special Vehicles“ dem Sonderfahrzeugbau in den Bereichen innere Sicherheit, Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz sowie für Wirtschaft und Kommunen. Hierzu gehört nicht nur die Planung und der Musterbau, sondern auch die Serienfertigung, die das Unternehmen als qualitativ hochwertig bezeichnet: Um die erforderlichen hohen Standards zu gewährleisten, werde ein großer Teil der wichtigen mechanischen und elektronischen Komponenten, teils mit additiven Verfahren, selbst angefertigt. Und sollte nach der Auslieferung Bedarf bestehen, seien den Kunden die hochqualifizierten Mosolf-Mitarbeiter mit ihren umfangreichen Technik- und Serviceleistungen zu diensten, heißt es.

Neue Gesellschaft für Hafenlogistik

Als vollkommen neues Element innerhalb der Mosolf Gruppe mit seinen rund 3.100 Mitarbeitern wurde zudem als Business Development Gesellschaft die „Mosolf Port Logistics & Services GmbH“ (MPLS) gegründet. Diese Einheit steuert die drei maritimen Standorte der Mosolf Gruppe. Das sind die beiden an der deutschen Nordseeküste recht nahe beisammen liegenden Häfen von Cuxhaven und Wilhelmshaven, sowie derjenige im rund 350 Kilometer südwestlich davon entfernten Zeebrügge in Belgien. Mit der neuen Gesellschaft reagiere die Mosolf Gruppe auf ihre „im strategisch relevanten Bereich der Hafenlogistik“ im stetigen Wachstum befindlichen Aktivitäten, denen somit zunehmende Bedeutung zukomme, heißt es. An diesen drei Hafenstandorten können Leistungen für Importeure wie für Exporteure geordert werden, sowohl im Kurzstreckenseeverkehr (Short-Sea-Shipping) wie über größere Strecken über Ozeane (Deep-Sea-Shipping). Außerdem stehen laut Bericht als Standarddienstleistungen zusätzlich „ganzheitliche Transportabwicklung inklusive Schiffsbe- und –entladungen“ zur Verfügung.

Dynamische Automobillogistik im maritimen Umfeld

Laut Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der Mosolf Gruppe, Dr. Jörg Mosolf, dienen die Veränderungen der strategisch optimalen Ausrichtung für zukünftige Anforderungen in der Branche und sollen mit Beginn des Jahres 2024 abgeschlossen sein. „Die Nutzung der vorhandenen Synergieeffekte, von denen auch unsere Kunden und Partner profitieren, schaffen zudem neue Innovations- und Integrationsmöglichkeiten“, stellt Dr. Mosolf die Vorteile heraus. Und mit der neu gegründeten Geschäftseinheit reagiere man vor allem auf die „sich dynamisch entwickelnde Automobillogistik im maritimen Umfeld“.

Die Mosolf Gruppe mit Hauptsitz in Kirchheim an der Teck südöstlich von Stuttgart ist als Technik- und Logistikdienstleister auf die internationale Automobilindustrie, Hersteller von Land- und Baumaschinen, Autovermiet- und Leasingunternehmen sowie den Fahrzeughandel spezialisiert und transportiert jährlich rund 3 Millionen Fahrzeuge. Auf einer Werkstatt- und Produktionsfläche von insgesamt 180.000 Quadratmetern werden in diesem Zeitraum etwa eine Million Fahrzeuge aufbereitet und 5.000 Einheiten im Sonderfahrzeugbau hergestellt. Der Jahresumsatz beträgt nach eigenen Angaben etwa 525 Millionen Euro.

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