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Nach Werkserweiterung: MAN fertigt gesamtes Lkw-Portfolio in Polen

Rund 200 Millionen Euro hat MAN Truck & Bus in die Erweitertung des Lkw-Produktionswerks in Krakau investiert. Jetzt fertigen dort dreimal soviele Mitarbeiter nicht nur schwere Lkw, sondern unter anderem auch die leichten und mittleren Reihen.

Bei der Eröffnungsfeier (v.l.): Dr. Richard Slovak, Werkleiter MAN Krakau; Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik MAN Truck & Bus SE; Anna Bentkowska, Projektleitung Transformation Krakau MAN; Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender MAN TRuck & Bus SE und Dr. Christoph Rimpau, Programmleitung Transformation MAN Truck & Bus. | Bild: MAN Truck & Bus.
Bei der Eröffnungsfeier (v.l.): Dr. Richard Slovak, Werkleiter MAN Krakau; Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik MAN Truck & Bus SE; Anna Bentkowska, Projektleitung Transformation Krakau MAN; Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender MAN TRuck & Bus SE und Dr. Christoph Rimpau, Programmleitung Transformation MAN Truck & Bus. | Bild: MAN Truck & Bus.
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Claudia Leistritz

Anfang 2022 begann der Münchner Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus mit der Vergrößerung seines Werks im polnischen Krakau, um dort die Fertigung aller seiner unterschiedlichen Lkw-Baureihen zu ermöglichen. In erster Linie wollte man damit einen großen Teil der Fertigung im Hauptwerk in München auslagern, um dort Platz zu schaffen für die „Mischproduktion konventioneller und elektrischer Trucks“.

Eigentlich plante man die Aufnahme des Betriebs im Krakauer Werk bereits im September 2022. Rund acht Monate später und mit einer noch größeren Produktionshalle als ursprünglich vorgesehen wurde die fertiggestellte, um etwa ein Drittel seiner Fläche auf rund 41 Hektar oder „knapp 60 Fußballfelder“ erweiterte Anlage nun eröffnet. Die Verdreifachung der Produktionskapazität auf täglich rund 300 Fahrzeuge und Fahrerhäuser im Dreischichtbetrieb hat sich das Unternehmen nun mit etwa 200 Millionen Euro rund 70 Millionen Euro mehr kosten lassen als anvisiert.

Damit dient der Standort nun als Produktionsbetrieb für das gesamte Lkw-Portfolio: das sind neben den bisher gefertigten schweren Lkw nun auch die leichten und mittleren Reihen sowie die mit dem Begriff „MAN Individual“ bezeichneten, kundenspezifischen Umbauten von Trucks. Um seinen „Beitrag zur geplanten CO2-Neutralität des Standorts“ zu leisten, so berichtet MAN, wurde dort zugleich ein neues Pellet-Heizwerk errichtet.

Im Markt stark bleiben

Bei der Eröffnung, bei der politische Vertreter und weitere geladene Gäste anwesend waren, bezeichnete der Vorsitzende des Vorstands von MAN Truck & Bus, Alexander Vlaskamp, die Erweiterung als weiteren Schritt auf dem Weg zur „Transformation“ bei MAN. Denn der „Fertigungsverbund“ sei zugleich ganz neu aufgestellt worden, um „in diesen herausfordernden Zeiten deutlich wettbewerbsfähiger“ zu werden.

Zugleich mit Produktionskapazität wurde auch die Mitarbeiteranzahl auf etwa das dreifache vergrößert. Mit den rund 1.500 neuen Arbeitsplätzen arbeiten jetzt mehr als 2.600 Mitarbeiter an dem jüngsten Fertigungsstandort von MAN, der vor 15 Jahren eröffnet worden war.

MAN-Produktionsvorstand Michael Kobriger äußerte sich zur Effizienz und Fertigungsqualität des Werks:

„Etwa zwei Drittel aller Lkw und Lkw-Fahrerhäuser von MAN werden hier in Top-Qualität montiert. Zusätzlich bieten wir mit den modifizierten Trucks individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasste Fahrzeuge.“

Schulungen im Werk München

Neu errichtet wurden eine 32.000 Quadratmeter große Halle für die Produktion der Fahrerhäuser sowie eine 10.000 Quadratmeter große Halle für das Tuck Modification Center und die Endmontage. Um innerhalb des Produktionsnetzwerks einheitliche Standards sicherzustellen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk in München an Anlagen und Werkzeugen geschult.

Zum Angebot des Werks in Krakau heißt es:

„Mit der Übernahme der leichten und mittleren Reihe ist das MAN Werk in Krakau weiterhin in der Lage, die komplette Lkw-Range in höchster Qualität anzubieten.“

Zugleich dient Krakau als „Volumen-Ausgleichswerk“ für das Münchner Hauptwerk, in dem man ab nächstem Jahr konventionelle und batterie-elektrische Trucks parallel herstellen will. Derzeit wird hier für die Serienfertigung der ersten eTrucks entsprechend „für die Elektrifizierung umgebaut“.

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