Werbung
Werbung

HopOn Tipper: e-mobiler Mini-Transporter mit Schüttgut-Aufbau

Hersteller Carit hat sein elektrifiziertes Mini-Transportsystem erweitert. Ein Muldenkipper ergänzt die Einsatzmöglichkeiten und eignet sich zum Beispiel für Anwendungen in Gärtnereien oder Kommunen.

Der HopOn in der erweiterten Variante "Tipper" soll die Einsatzvielfalt vergrößern. | Bild: Carit.
Der HopOn in der erweiterten Variante "Tipper" soll die Einsatzvielfalt vergrößern. | Bild: Carit.
Werbung
Werbung
Claudia Leistritz

Mehr Einsatzgebiete hat der Münsteraner Anbieter Carit Automotive seinem elektrischen Minitransportsystem HopOn erschlossen, das im April 2023 als Spezialfahrzeug für emissionsfreie Warenlieferungen und Intralogistik erstmals vorgestellt wurde. Ein Schüttgut-Aufbau namens „Tipper“ macht das Gerät nun auch für Gärtnereibetriebe oder kommunale Zwecke interessant. Aufsätze an Front und Heck steigern die Anwendungsvielfalt des Muldenkippers.

Vor allem für KEP-Dienste auf der letzten Meile wurde der vollelektrisierte, für den Straßenverkehr zugelassene HopOn entwickelt, um als kompaktes Kleingerät die Zustellung auch in engen Stadtgebieten zu erleichtern. Mit der Erweiterung wurden die Einsatzmöglichkeiten auf Schüttguttransporte ausgedehnt. Den Angaben zufolge eignet sich der E-Transporter „Tipper“ mit Muldenkipper-Aufbau vor allem für Arbeiten im Garten-und Landschaftsbau, in der Abfallwirtschaft oder in der Park- und Friedhofspflege. Am 15. März 2024 will Carit seine neue Kipplösung in einer Versuchsreihe im niederländischen Den Haag vorstellen, für die ein ganzes Stadtiertel für Verbrennerfahrzeuge gesperrt werden soll.

Kein Lastenrad

Der Anbieter stellt heraus, dass es sich bei dem Produkt nicht um ein einfaches Lastenrad handelt, sondern die Lösung spezielle Automobilkomponenten enthält, die es zu einem leistungsfähigeren „leichten Elektrofahrzeug“ machen. In dieser Art könne es die Zustellung auf der letzten Meile geradezu „revolutionieren“. Mit dem Kipperaufbau werde somit die Arbeit in den genannten Einsatzgebieten wie bei Grünanlagen erheblich erleichtert.

Laut Carit-Geschäftsführer Andreas Knappheide wird den Kunden mit dem erweiterten Elektrofahrzeug-Portfolio nun deutlich mehr Gestaltungsspielraum in der Nutzung von umweltfreundlichen Transportlösungen eingeräumt. „Der Tipper ist vielseitig einsetzbar und ermöglicht es unseren Kunden, ihre Aufgaben effizient und nachhaltig zu erledigen.“

Nur 84 Zentimeter

Mit der neuen Erweiterung soll sich der HopOn ideal für die vielfältigen Aufgaben kommunaler und privater Dienstleistungen, darunter nun auch Grünflächenpflege, Straßenreinigung und Friedhofspflege eignen.

Das vierrädrige E-Gefährt ist offiziell für den Straßenverkehr zugelassen und kann laut Anbieter Laub, Gartenabfälle oder Straßenschmutz bis 250 Kilogramm Gewicht und 750 Liter Volumen „bequem und emissionsfrei“ befördern. Mit seinen nur 84 Zentimetern Breite kommt es zudem auch „durch jede Tür“ sowie enge Gassen in Innenstädten, Gartentore oder Friedhofswege. Die gegenüber Lastenrädern höhere Stabilität und Belastbarkeit kommt durch den Einsatz von Automobil-Komponenten zustande. Den Angaben zufolge sind für das praktische Transportsystem zudem nur niedrige Wartungskosten zu veranschlagen.

Flexibel

Die Ladefläche des HopOn ist modular aufgebaut und kann auch mit Wechselcontainern anderer Anbieter bestückt werden. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von wahlweise 20 oder 30 Kilometern pro Stunde kommt das Gefährt mit einer Batterieladung bis zu 50 Kilometer weit. Ein zusätzlicher Akku verdoppelt die Reichweite. Ein benutzerfreundliches Handling soll jede HopOn-Variante auszeichnen, um das Fahren auf Transportwegen wie die Arbeit an sich bestmöglich zu unterstützen.

Gefördert

Als vom Staat als nachhaltig eingestuftes Konzept wird die Entwicklung zudem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ihm Rahmen seines Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ gefördert, das den HopOn bereits als „Best-Practice-Beispiel“ auszeichnete, wie Carit berichtet.

Carit Automotive wurde 2009 gegründet und hat sich auf umweltgerechte Lösungen in der Fahrzeugtechnologie spezialisiert. Angeboten werden On- und Offroad-Anwendungen und auf Wunsch auch die dazu passenden Marketingkonzepte. Ein weiterer Schwerpunkt sind herstellerunabhängige Lösungen für die Abgasnachbehandlung. An seinen Lösungen arbeitet Carit auch in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder Forschungsinstituten. So arbeitet man zum Beispiel an Sensoren für die sichere Erfassung von NOx-Emissionen und entwickelt Rückwärtsfahrt-Assistenzsysteme zur Nachrüstung für Fahrzeuge mit Anhänger. Das Portfolio listet auch elektronische Plattformen wie chemische und mechanische Sensoren und Aktuatoren.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung