Produktion anvisiert: Mercedes-Benz Vans bringt eSprinter auf den Weg

An den drei Standorten Düsseldorf, Ludwigsfelde sowie im US-amerikanischen Charleston will der Hersteller seine Fertigung entsprechend umstellen und ab dem zweiten Halbjahr 2023 den Elektro-Van produzieren.

Der eSprinter soll ab 2023 an drei Standorten in Produktion gehen. Foto: Mercedes Benz Vans.
Der eSprinter soll ab 2023 an drei Standorten in Produktion gehen. Foto: Mercedes Benz Vans.
Claudia Leistritz
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Die nächste Generation des eSprinters hatte Mercedes-Benz Vans bereits 2020 angekündigt. Er soll auf Basis der neu entwickelten Electric Versatility Platform kommen. der Hersteller will damit weitere Kundensegmente und Märkte – unter anderem die USA und Kanada – erschließen.

Zur Fertigung sind drei Mercedes-Benz Vans Werke vorgesehen. Es handelt sich dabei um das US-amerikanische Sprinterwerke in Charleston sowie die beiden deutschen Standorte Düsseldorf und Ludwigsfelde. Die notwendigen Umbaumaßnahmen sowie die Qualifizierungsmaßnahmen für das Personal seien, so teilt der Hersteller mit, in Vorbereitung. Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans, erklärt dazu:

„Die Zukunft der Mobilität ist auch im Transportsektor insbesondere auf der letzten Meile elektrisch. Unser Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge wächst daher stetig. Wir haben unsere Strategie konsequent darauf ausgerichtet und unterstreichen mit der strategischen Säule ‚Lead in Electric Drive‘ unseren Führungsanspruch bei der Elektromobilität im Transportersegment.“

Schon heute wird in Düsseldorf der eSprinter gemeinsam auf einer Linie mit konventionell angetriebenen Sprinter Modellen gebaut. Das Prinzip der Fertigung beider Antriebsvarianten wird auch in den Werken in Charleston und Ludwigfelde umgesetzt werden. So kann künftig sehr genau auf die jeweiligen Marktbedürfnisse reagiert werden. Die nächste Generation des eSprinter wird neben der bisher erhältlichen Variante als Kastenwagen auch als offenes Baumuster produziert werden und somit als Grundfahrzeug für unter anderem Krankenwagen, Reisemobile oder Kühltransporter dienen.

Mit der neu entwickelten Electric Versatility Platform will der Hersteller seine Position bei den gewerblichen Baureihen ausbauen und zugleich eine marktnahe Produktion sicherstellen. Breitschwerdt zufolge lässt sich das Unternehmen das einiges kosten:

„Insgesamt investieren wir rund 350 Millionen Euro in die nächste Generation des eSprinter.“

Dr. Ingo Ettischer, Leiter Produktion Mercedes-Benz Vans, fügt hinzu, dass man mit der Verteilung der Produktion auf die drei Standorte das globalen Produktionsnetzwerk ausweiten und Synergien schaffen wolle.

„Wir profitieren von unserer Expertise, die wir bereits bei der Fertigung von elektrischen und konventionell angetriebenen Transportern auf einer Linie in unserem Werk in Düsseldorf sehr erfolgreich aufgebaut haben. So können wir künftig schnell den stetig steigenden Bedarf an elektrisch angetriebenen Vans erfüllen und dank unserer intelligenten und flexiblen Produktion sehr genau auf die Anforderungen der unterschiedlichen Märkte reagieren sowie unsere Kapazitäten optimal nutzen.“

Ettischer zufolge soll die Produktion des eSprinter ab dem zweiten Halbjahr 2023 sukzessive an allen drei Standorten starten. Das Thema Nachhaltigkeit will das Unternehmen dabei groß schreiben. Ab 2039 sollen alle Standorte weltweit CO2-neutral produzieren. Ein erstes Ziel auf dem Weg danihn nennt Ettischer:

„Wir verfolgen bei Mercedes-Benz Vans eine CO2-neutrale Produktion und werden ab 2022 in allen eigenen Werken nur noch Grünstrom nutzen.“

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