Automobillogistik- Konferenz: Mensch muss sich Maschine anpassen

Auf der Konferenz TAL (Trends in Automotive Logistics), die die IHK Regensburg gemeinsam mit Technologie- und Beratungsunternehmen Aimtec abgehalten hat, kamen die Redner laut Pressemeldung zum einmütigen Ergebnis: Der Mensch werde nie ersetzbar sein, um die Technologien nutzen zu können müsse er sich jedoch ihnen entsprechend anpassen.

Einige Beteiligte der TAL-Konferenz (v.l.): Richard Brunner, Karla Stánková-IHK Regensburg, Lucie Valentová, Michael Zankl-Bezirk Oberpfalz, Roman Žák, Marie Nováková, Jaroslav Follprecht – Aimtec. Foto: Aimtec.
Einige Beteiligte der TAL-Konferenz (v.l.): Richard Brunner, Karla Stánková-IHK Regensburg, Lucie Valentová, Michael Zankl-Bezirk Oberpfalz, Roman Žák, Marie Nováková, Jaroslav Follprecht – Aimtec. Foto: Aimtec.
Claudia Leistritz

So schilderte der Digitalisierungsexperte Filip Dřímalka, worauf sich Mitarbeiter bei der Digitalisierung einstellen müssten: Im Mittelpunkt stünde zukünftig die Arbeit mit Daten sowie vor allem die zwischenmenschliche Kommunikation, jederzeitige Flexibilität an sich ändernde Umgebungen und Führungsstärke. Expertenwissen dagegen sei weniger gefragt. Umgeben von Neuerern könne jeder selbst einer sein, so Dřímalka.

Marco Prüglmeier von der BMW Group meinte die Intention sei, den Menschen ihnen helfende Maschinen zu geben. Man wolle nicht Fabriken ohne Menschen sondern solche, in denen Menschen alle möglichen Maschinen effektiver, schneller und leistungssteigernder nutzen könnten. Daneben wies er auf die Wichtigkeit von Regelungen für den Betrieb autonomer Transportfahrzeuge.

Auch Jiří Cee von Škoda Auto versicherte, wichtigstes Glied der Logistikkette sei der Mensch, unabhängig vom Grad der Digitalisierung. Untermauert wurden die Aussagen von Fallstudien und der Vorstellung neuer Technologien, die mehrere Experten von Hella Innenleuchten-Systeme Bratislava, Autoneum CZ, Webasto Roof & Components und Fehrer Bohemia vorstellten. Als Beweis für die entscheidende Rolle von Menschen beim Automatisierungsprozess in Logistik und Fertigung führte man die Wichtigkeit von kritischem Denken, die Bereitschaft, Grenzen zu verschieben sowie Flexibilität und Kreativität als Erfolgsfaktoren an.

Zu den Hauptpartnern der Konferenz TAL 2020, die zum 20. Mal mit etwa 300 Teilnehmern in Pilsen stattfand, gehörten die Firmen Deloitte a Zebra Technologies, weitere waren Bayern Innovativ, das Beratungsbüro Oberpfalz, Desseq.eu, die Südböhmische Wirtschaftskammer, Lintech, Omron, die Region Pilsen, SAP, ZF Openmatics, Automobil Industrie, IT Systems, Logistika, Svět průmyslu und Systémy Logistiky.

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