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Scania mit Hybrid-Mischer auf der Bauma

Mit einem Konzept-Lkw setzt der Hersteller nach in Sachen alternativer Antriebe und zeigte in München einen Hybridmischer, bei dem die Trommel elektrisch, das Fahrzeug per CNG angetrieben wird.

Doppelt hält besser: Scania kombiniert beim Konzepttruck einen CNG-Antrieb mit dem E-Antrieb am Mischer. (Bild: PROFI Werkstat)
Doppelt hält besser: Scania kombiniert beim Konzepttruck einen CNG-Antrieb mit dem E-Antrieb am Mischer. (Bild: PROFI Werkstat)
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel, LOGISTRA

Der Nutzfahrzeughersteller Scania hat zur Bauma einen Hybrid-Betonmischer vorgestellt, bei dem ein Erdgasantrieb für das Fahrzeug mit einem Elektroantrieb für die Acht-Kubik-Mischtrommel vom italienischen Spezialisten Cifa kombiniert wird. Ein ähnliches Konzept in Kooperation mit Cifa hatte auch schon Iveco zur IAA 2018 präsentiert.

Auch bei Scania gab es schon Hybrid-Mischer, bisher allerdings mit Diesel-Motor als Basis. Das Fahrgestell des Scania G 410 verfügt über die CNG-Version des 13-Liter-Reihensechszylinderaggregats, dessen Leistung mit der eines Dieselmotors vergleichbar sein soll, wie der Hersteller reklamiert. Dank der Möglichkeit, Biogas und Ökostrom zu verwenden, sollen die CO2-Emissionen über das Gesamtfahrzeug um 95 Prozent sinken, der Energieverbrauch um ein Drittel. Die Kapazität des Akkus soll für vier Arbeitszyklen ausreichen, so der Hersteller. Die Nutzlast des als 32-Tonnen-Dreiachser mit zusätzlicher Nachlauflenkachse konfigurierten Fahrzeugs soll bei einem Leergewicht von 16 Tonnen ebenfalls bei 16 Tonnen liegen.

„Der vorgestellte Scania Hybridmischer mit Biogasmotor ist ein gutes Beispiel dafür, was wir gemeinsam mit unseren Partnern für sehr anspruchsvolle Umgebungen bieten können“, meint Jenny Engvall, Acting Product Director, Construction, Scania Trucks.

 

Der Mischer arbeite zudem sehr leise. Im vergangenen Herbst hatte der Hersteller bereits einen 26-Tonner-Hybrid-Kipper mit HVO-tauglichem Diesel-Motor vorgestellt, der dank zusätzlichenm Elektromotor einen Dreiachser bis zu 10 Kilometer weit emissionsfrei antreiben. Man wolle jetzt auf der Bauma die Reaktionen auf die Kombination von CNG-Antrieb und Elektro-Mischer abtesten und könne ein solches Fahrzeug dann zeitnah serienreif entwickeln, heißt es am Stand zu dem neuen Projekt. Auch eine Perspektive mit LNG-Antrieb sei denkbar, wenn denn die infrastrukturellen Voraussetzungen passten, so die Aussage.

Die bereits lieferbaren Hybridmodelle des Herstellers können mit Fahrerhäusern der L- oder P-Baureihe bestellt werden. Die L-Baureihe verfügt über die neuen Fahrerhäuser mit niedrigem Einstieg, die Scania 2018 eingeführt hat. Dank der Hybridisierungstechnologie können diese Lkw einige der strengsten Umweltanforderungen erfüllen und dennoch problemlos lange Strecken zurücklegen. Ein Dreiachs-Kipper hätte immer noch eine Nutzlast von bis zu 14 Tonnen – oder entsprechend weniger, wenn ein Kran oder Hakenlift (oder beides) aufgebaut ist. Das Fahrzeug kann auch als expressiver gestaltetes Modell "XT" bestellt werden.

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