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Nachgefragtes Nfz-Getriebe: ZF produziert millionstes TraXon

Vor knapp eineinhalb Jahren lief bei ZF das fünfhunderttausendste TraXon Nfz-Getriebe vom Band. Begleitet von einer hohen Nachfrage erzielte nun eine weltweite Produktionssteigerung noch einmal soviel in Rekordzeit.

Produktjubiläum: Weltweit hat ZF eine Million Einheiten des automatischen Getriebesystems TraXon produziert. Der "Jubilar" lief am Stammwerk in Friedrichshafen vom Band. Weitere Produktionsstandorte liegen in China und Brasilien. | Bild: ZF.
Produktjubiläum: Weltweit hat ZF eine Million Einheiten des automatischen Getriebesystems TraXon produziert. Der "Jubilar" lief am Stammwerk in Friedrichshafen vom Band. Weitere Produktionsstandorte liegen in China und Brasilien. | Bild: ZF.
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Claudia Leistritz

Acht Jahre hat der Friedrichshafener Automobilzulieferer ZF gebraucht, um 500.000 Einheiten seines Automatgetriebes für Nutzfahrzeuge TraXon zu produzieren. Das Jubiläum für die nahezu ausschließlich im Hauptwerk in Friedrichshafen seit 2014 hergestellten Maschinen stand im April 2022 an. Nun, nach noch nicht einmal eineinhalb Jahren, gibt es mit der millionsten Ausgabe wieder einen Grund zum feiern. Laut Pressemeldung resultierte die sprunghafte Produktionssteigerung, kräftig angeschoben von der weltweiten Nachfrage, aus der parallelen Fertigung in den ZF-Werken in Deutschland, China sowie Brasilien. Das Getriebesystem für schwere Nutzfahrzeuge mit der Nummer 1.000.000 kommt ebenfalls – wie das mit der Nummer 500.000 –  aus dem Stammwerk in Friedrichshafen.

Weltweit erfolgreich

ZF bezeichnet sein 2014 eingeführtes Getriebesystem für Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen als herausragend in Bezug auf Effizienz und Leistung. Die erreichte Produktionszahl beweise den führenden Stellenwert des Produkts, meint Winfried Gründler, Leiter der Produktlinie Antriebssysteme bei der auf den gesamten Nutzfahrzeugbereich spezialisierten Division Commercial Vehicle Solutions (CVS):

„Die Herstellung des millionsten TraXon-Systems ist eine stolze Leistung aller involvierten Bereiche – von der Entwicklung über Vertrieb und Produktion bis zum Service. Es belegt eindrucksvoll den Markterfolg dieser effizienten, robusten und intelligenten Getriebetechnologie.“

Entwickelt wurde das 2014 eingeführte Getriebesystem noch in der damaligen ZF-Sparte Nutzfahrzeugtechnik. Der Technologiekonzern hat dann 2020 mit Übernahme des US-amerikanischen Nfz-Zulieferers Wabco seine Nutzfahrzeugabteilung mit der Abteilung Commercial Vehicle Control Systems zusammengefasst und in Commercial Vehicle Solutions (CVS) umbenannt. Die Division CVS bildet im ZF-Konzern eine von derzeit sieben Abteilungen, andere sind beispielsweise Aftermarket, Pkw-Fahrtechnik oder Elektrifizierte Antriebstechnologien.

Anwendungsvielfalt

Das automatische Getriebesystem TraXon ist modular aufgebaut und lässt sich als universelle Lösung im Bereich schwere Nutzfahrzeuge für verschiedenste Zwecke einsetzen. Als Grundgetriebe bildet es die Plattform für eine Anwendungsbandbreite, die den Angaben zufolge von Baufahr- und Sonderfahrzeugen bis zu Lkw und Bussen reicht, sich für den Fern- wie den Baustellenverkehr eignet. Spezielle Module ermöglichen, zum Beispiel mit einer Lamellen-Anfahrkupplung, die Anpassung an Mobilkrane; und ein Wandlerschaltkupplungsmodul dient dem Schwerlasteinsatz.

Ein weiteres Element stellen softwarebasierte Zusatzfunktionen dar die es ermöglichen, die Fahrzeuge auf bestimmte Einsatzmöglichkeiten weiter abzustimmen. Neben einer großen Leistungsfähigkeit verfügt die Entwicklung laut Hersteller über ein besonders hohes technologisches Niveau das es ermöglicht, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen zu reduzieren. Auf diesen Werten wolle man nun aufbauen, um demnächst ein "Update" herauszubringen:

„Lkw- und Busbetreiber schätzen die niedrigen Gesamtbetriebskosten. Auch der Nachfolger TraXon 2 wird Fahrzeugherstellern und Flottenbetreibern in Zukunft einen erheblichen Mehrwert bieten.“

Produktionssteigerung für hohe Nachfrage

Noch bis zum vergangenen Jahr wurden die TraXon-Getriebe zum überwiegenden Teil im Hauptwerk in Friedrichshafen produziert. Acht Jahre benötigte man für 500.000 Stück. Doch neben dem Werk in China (Jiaxing) ging im letzten Jahr ein weiteres in Brasilien (Sorocaba) in Betrieb. Die parallele Fertigung in diesem „weltweiten Produktionsverbund“ brachte nun in der vergleichsweise kurzen Zeit von rund 17 Monaten noch einmal soviele Getriebe hervor. Diese Entwicklung komme der wachsenden Nachfrage nach effizienten Systemen von Kunden auf der ganzen Welt entgegen, berichtet das Unternehmen.

Ein Beweis für das Vertrauen, das dem Getriebe von Fahrzeugherstellern und Flottenbetreibern entgegengebracht werde, seien auch die Auszeichnungen weltweiter Kunden und Medien für das TraXon. So wurde ZF zum Beispiel 2022 von einer deutschen Zeitschrift zum Sieger in der Kategorie Getriebe gekürt und erhielt in China den „Trustworthy Fuel Saving Transmission System Award 2023“.

Nächste Auflage bereits aufgesetzt

Auf diesem technologischen Niveau aufbauend will nun ZF den Nachfolger TraXon 2 herausbringen, der 2024 in Serie gehen soll. Das Unternehmen verspricht mehrere Innovationen für die Neuauflage, darunter eine eigens entwickelte Mechatronik und eine neue elektronische Steuereinheit. Hierbei sollen besonders starke Rechnerleistungen neue Software-Funktionen ermöglichen, die dazu führen, dass die Cyber-Sicherheit sowie die Over-the-air-Update-Funktion über Mobilfunk beziehungsweise WLAN gesteigert wird, so ZF.

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