Werbung
Werbung

ZF Bus Connect organisiert Getriebewartung von Bussen

ZF Bus Connect ist ein auf Telematik basierendes Flottenmanagementsystem für Verkehrsbetriebe. Der Technologiekonzern ZF hat die Anwendung um eine „Health Check“-Funktion ergänzt, die aus der Ferne eine Zustandsüberprüfung und Wartungsplanung für das ZF-Bus-Automatgetriebe erlaubt.

Als Bestandteil von ZF Bus Connect überprüft die Funktion "Health Care" das EcoLife-Busgetriebe im laufenden Betrieb und übermittelt die gewonnenen Daten an eine Cloud, die die Informationen auswertet. | Bild: ZF.
Als Bestandteil von ZF Bus Connect überprüft die Funktion "Health Care" das EcoLife-Busgetriebe im laufenden Betrieb und übermittelt die gewonnenen Daten an eine Cloud, die die Informationen auswertet. | Bild: ZF.
Werbung
Werbung
Claudia Leistritz

Die „Next Generation Aftermarket“ verwendet immer mehr digitale Hilfsmittel zur Erfassung und Analyse von Daten zum Fahrzeugzustand, um bedarfsgerecht Reparatur- oder Wartungsmaßnahmen einleiten zu können und Ausfälle zu vermeiden. So hat nun der Friedrichshafener Automobilzulieferer ZF sein Flottenmanagementsystem ZF Bus Connect um eine „Health Check“-Funktion ergänzt, die auf Basis von in Echtzeit im Fahrbetrieb erfassten Daten Rückschlüsse auf den Zustand des ZF 6-Gang-Automatgetriebes „EcoLife“ erlaubt. Das vollautomatische Getriebe ist in den Bussen von zahlreichen Verkehrsbetrieben weltweit im Einsatz. Aus den gewonnenen Daten, so berichtet der Technologiekonzern in seiner Presse-Information, „lässt sich ein individueller Wartungsplan erstellen, der sich am tatsächlichen Getriebezustand orientiert“. So würden über digitalen Fernzugriff gewonnene Fehlerdiagnosen unnötige Werkstattbesuche vermeiden und die Betriebszeiten verlängern. Die Funktion ist ab sofort für „Premium“-Nutzer verfügbar.

Servicequalität für Fahrgäste optimieren

Seine neueste Entwicklung begründet ZF damit, dass der öffentliche Personenverkehr und damit vor allem Busse bei der „nachhaltigen Umgestaltung des Verkehrssektors“ eine wesentliche Rolle spielten. Je länger die Fahrzeuge auf der Straße seien, also mit so wenig Werkstattbesuchen wie möglich, umso besser könnten sie diese Funktion auch erfüllen und „beste Servicequalität für die Fahrgäste gewährleisten“.

Datenerfassung und over-the-Air-Weiterleitung

Um dieses Ergebnis zu erreichen, hat die Ersatzteilsparte des Unternehmens, ZF Aftermarket, als Bestandteil von ZF Bus Connect den „ZF Health Check“ entwickelt. Dieses neue digitale Servicekonzept dient einem optimierten Betrieb des vollautomatischen 6-Gang-Getriebes EcoLife, das, mittlerweile in der zweiten Generation produziert, weltweit in den Stadt- und Linienbussen der Verkehrsbetriebe eingesetzt wird. Der „Gesundheitscheck“ verwertet eine Reihe an Sensordaten, die während des Betriebs im Getriebesystem beispielsweise über Drehzahl, Gangstufe, Öldruck oder Öltemperatur gesammelt werden.

Die Daten werden dann „regelmäßig“ over-the-Air an einen bestimmten Analyse-Service in der ZF-Cloud übermittelt, der daraus individuelle und service-relevante Informationen zusammenstellt, aus denen sich für die Busbetreiber oder Serviceunternehmen „sinnvolle Handlungsempfehlungen“ gewinnen lassen.

Die Funktion ermöglicht wartungstechnische Maßnahmen genau zum richtigen Zeitpunkt, schreibt ZF. Durch die Datenauswertung lasse sich zum Beispiel ein zu früher Getriebeölwechsel verhindern und der Schmierstoff so lange wie möglich ausnutzen. „Der Bus bleibt so länger auf der Straße, die Verfügbarkeit (Uptime) steigt“.  

Optimierter Wartungsablauf

Und falls der Bus tatsächlich in die Werkstatt muss, wird die Ausfallzeit so gering möglich gehalten auch dadurch, dass die Auswertung der Fahrzeugdaten eine vorausschauende Planung und frühzeitige Bereitstellung der erforderlichen Komponenten erlaubt. Daneben könne auch die Arbeitszeit gleich entsprechend eingeplant werden. Und bei Problemen, wenn beispielsweise die Werkstatt keinen Fehler entdecken kann, hat der Flottenbetreiber über die Anwendung die Möglichkeit externe Serviceexperten zu befragen, indem er ihnen den Zugang zum Health-Check-Portal gewährt.

Frühzeitige Warnungen

Auch erhalten die Busflottenbetreiber bereits im Vorfeld Hinweise, wenn Ausfälle drohen: denn das System erkenne Schäden, die meistens nicht plötzlich eintreten sondern sich durch gewisse Zeichen ankündigen, bereits im Vorfeld und könne entsprechende Hinweise geben: beispielsweise wenn sich Abweichungen bei Öldruck oder –temperatur feststellen lassen.

„Holt der Betreiber das entsprechende Fahrzeug dann in die Werkstatt, ist nicht nur die Reparatur oft günstiger, weil noch kein Folgeschaden eingetreten ist, sondern es entfallen auch die Probleme, die mit einer Panne einhergehen – wie Weitertransport der Fahrgäste, Einsetzen eines Ersatzbuses oder Verbringen des Pannenfahrzeugs in die Werkstatt“,

führt der Hersteller aus. Und nicht zuletzt vermittle die Anwendung den Busbetreibern auch ein gutes Gefühl, wenn die Fahrzeuge auf diese Weise optimal gewartet werden.

„Mit ZF EcoLife befähigen wir bereits Hunderte von Busbetreibern rund um den Globus zu einem effizienteren Betrieb. Mit dem ZF Health Check, der den Fernzugriff auf Fahrzeugdaten und prädiktive Analysen nutzt, können wir unsere Flottenkunden nun noch einen Schritt weiter auf dem Weg zu null Ausfallzeiten begleiten und die Weichen für einen nachhaltigen Aftermarket stellen“,

sagt Philippe Colpron, Leiter ZF Aftermarket.

Der ZF Health Check ist Bestandteil des telematischen Flottenmanagementsystems ZF Bus Connect in der „Premium“ Version und laut Anbieter ab sofort verfügbar. Geplant ist außerdem die Einbindung weiterer Funktionen in den Health Check. Die Grundversion ZF Bus Connect enthält bereits mehrere Anwendungen, die Busflotten in ihrem Betrieb optimieren sollen: beispielsweise einen Live-View auf die gesamte Fahrzeugflotte, Angaben zu Optimierungspotenzial in Bezug auf den Sprit-/Energieverbrauch, das Fahrerverhalten oder die Abnutzung technischer Komponenten wie Bremsen. Außerdem werden darüber Reports zum Einhalten von Vorschriften oder als Grundlage für steuerliche Nachweise im öffentlichen Personennahverkehr ausgegeben.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung