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Elektronik für Werkstätten immer wichtiger

Neue Fahrzeuge werden zunehmend von elektronischen Komponenten gesteuert und unterstützt. Mit der Komplexität steigen unter anderem die Anforderungen an die Vernetzungsfähigkeit und Aktualität der einzelnen Geräte. Der Autoersatzteilspezialist Meyle arbeitet in einem eigenen Team an der stetigen Weiterentwicklung seiner Elektroniksparte.

Immer mehr Elektronik steuert im Auto den reibungslosen Ablauf. Bild: Meyle.
Immer mehr Elektronik steuert im Auto den reibungslosen Ablauf. Bild: Meyle.
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Claudia Leistritz

Durch die Elektronik soll unter anderem der Mensch entlastet und die Sicherheit und Reibungslosigkeit der Abläufe sichergestellt werden. In einer stetig zunehmenden Komplexität und beschleunigten Entwicklung der Technologien wird die elektronische Steuerung immer wichtiger, da der Mensch die Abläufe immer weniger durchschauen kann. Die Verantwortung für die Steuerung wird vermehrt auf die Elektronik des Fahrzeugs übertragen, der Mensch damit quasi schrittweise entmündigt.

Das stellt hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Steuerungskomponenten. Autoteilehersteller müssen mit allen Entwicklungen Schritt halten und die Vertrauenswürdigkeit der Systeme und Einzelteile gewährleisten, die auch untereinander zu kommunizieren haben. Im Mittelpunkt soll die Sicherheit des Menschen stehen. Dazu kommt seit einiger Zeit die Ausrichtung an auch gesetzlich vorgegebenen Normen zu nachhaltiger, umweltfreundlicher Mobilität.

Elektronische Antriebe sollen effizient sein, gleichzeitig übernehmen immer mehr Assistenzsysteme wichtige Aufgaben bei der Steuerung. Ab 2022 würden zu den bereits bestehenden Fahrassistenten weitere 30 in allen EU-zugelassenen Neufahrzeugen Pflicht, so der Leiter des Produktteams Elektronik bei Meyle, Dominik Overmann. Das erhöhe die Anzahl elektronischer Steuerungselemente und erweitere das Elektronikportfolio des Unternehmens, das eine Verdoppelung in diesem Bereich plant.

Die Sparten Entwicklung und Kundenservice müssen damit einhergehend zudem für Werkstätten und Fahrer stets neu in Einklang gebracht werden, um die gewohnte Qualität immer gewährleisten zu können. Wichtig sei vor allem, zu jedem Problem die geeignete Lösung, sprich das richtige Bauteil zu finden. Bei identischer Funktion sollen zum Beispiel mehrere funktionsidentische Produkte vereinheitlicht werden, um ein äußerliches Verwechseln ausschließen zu können.

Zur Beurteilung der richtigen Funktion eines Bauteils werden ausführliche Tests durchgeführt. Andere zu beachtende Gesichtspunkte sind Unterschiede in der Zuordnung durch verschiedene Nummernsysteme und Codes. Nicht zuletzt müssen die Bauteile richtig miteinander kommunizieren können. Dafür hat Meyle ein Produktdatenmanagement entwickelt, das sich an der Spezifikation der Originalbauteile (OE) orientiert und diese zum Beispiel in Bezug auf die Nummern überprüft, da manche Produkte wie Sensoren je nach Hersteller unter verschiedenen Identifikationen geführt werden.

Bei gleichbleibendem Funktionsumfang werden die unterschiedlich bezeichneten Bauteile zu einem einzigen zusammengeführt, überflüssige Daten und Produkte eliminiert und damit die Lagerhaltung mit weniger Produkten übersichtlicher gestaltet. Im Zuge der elektronischen Innovationen habe Meyle zum Beispiel auch als erster Hersteller ein ABS-Sensor-Reparatur-Kit im Angebot, so Overmann, mit dem man Sensorring und ABS-Sensor unkompliziert ohne Wechsel der Radnabe tauschen könne.

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