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MAN testet E-Truck noch 2017

Der Lkw-Hersteller MAN macht Ernst in Sachen Elektromobilität. Die ersten E-Lkw sollen schon im November 2017 auf die Straße. Ende 2018 ist der Fertigungsstart für den "Elektro-TGM" geplant.
MAN und CNL bringen E-Trucks auf die Straße: CNL-Mitgliedsunternehmen erproben ab Ende 2017 elektrisch angetriebene Lkw bei Anwendungen im täglichen Einsatz. Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus (links) und Prof. Josef Glößl, Universität für Bodenkultur, Wien, unterzeichnen das Memorandum of Understanding. Foto: Schweikl
MAN und CNL bringen E-Trucks auf die Straße: CNL-Mitgliedsunternehmen erproben ab Ende 2017 elektrisch angetriebene Lkw bei Anwendungen im täglichen Einsatz. Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus (links) und Prof. Josef Glößl, Universität für Bodenkultur, Wien, unterzeichnen das Memorandum of Understanding. Foto: Schweikl
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Redaktion (allg.)

Der Münchner Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus und das österreichische Council für nachhaltige Logistik (CNL) intensivieren ihre Partnerschaft zur Entwicklung nachhaltiger Lieferfahrzeuge. Im Beisein des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern (SPÖ) und des österreichischen Ministers für Verkehr, Innovation und Technologie, Jörg Leichtfried (SPÖ), wurde am 20. Februar 2017 am Produktionsstandort von MAN in Steyr ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Demnach stellt MAN den CNL-Mitgliedsunternehmen ab November 2017 Erprobungsfahrzeuge der neu entwickelten Elektro-Lkw für erste Tests in der Praxis zur Verfügung. CNL will ab dem Jahr 2020 verstärkt E-Lkw für den innerstädtischen und stadtnahen Verteilerverkehr einsetzen.

„MAN verfolgt eine klare Roadmap in puncto Elektromobilität – und zwar für Lkw und Busse. Den ersten eTruck präsentieren wir Ihnen heute hier, und Ende des Jahres sehen Sie ihn auf der Straße. Ende 2019 bringen wir einen vollelektrischen Stadtbus in Serie und Anfang 2021 kommt dann der Serien-E-Truck“, sagt Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus. „Dabei nutzen wir einen modularen Baukasten von Antriebskomponenten, den wir flexibel für verschiedene Anwendungen einsetzen können.“

Der Elektroantrieb soll im mittleren und schweren Verteilerverkehr von zwölf bis 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eingeführt werden. Ab Ende 2018 ist der Fertigungsstart von Elektroversionen der MAN TGM-Baureihe in einer Kleinserie von rund 250 Fahrzeugengeplant. Geplant sind auch MAN TGM 6x2-Fahrgestelle mit Kühlkoffern, Wechselbehältern und Getränkeaufbauten. Zum Erprobungsumfang gehört aber auch eine Sattelzugkombination.

Neben der technischen Einsatzerprobung soll in der Testphase auch das E-Truck-spezifische Serviceangebot getestet werden. Das umfasst nicht nur den reinen Werkstattservice. „Bei der eMobility steht die optimale Einsatzberatung verstärkt im Vordergrund, um dem Kunden das richtige Transportmittel für seine Transportaufgabe zur Verfügung stellen zu können. Hier werden wir als Hersteller viel stärker in die Analyse des Kundenbedarfes einsteigen“, so Carsten Intra, im MAN-Vorstand verantwortlich für Forschung und Entwicklung sowie für Produktion und Logistik.

Im Council für nachhaltige Logistik (CNL) haben sich fünfzehn der größten österreichischen Unternehmen aus dem Bereich Handel, Logistikdienstleister und Produktion zusammengeschlossen. Darunter Rewe, DPD, Gebrüder Weiss, Metro, Quehenberger, Stiegl Brauerei und Spar.

(tbu)
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