Robert Hienz neuer CEO von The Mobility House

Der Verwaltungsrat des Technologieunternehmens für Lade- und Energielösungen hat zum 15. Januar einen neuen Geschäftsführer ernannt.

Wird ab 15. Januar als CEO aktiv: Robert Hienz. Foto: The Mobility House.
Wird ab 15. Januar als CEO aktiv: Robert Hienz. Foto: The Mobility House.
Claudia Leistritz

Robert Hienz, gegenwärtig noch COO (Chief Operating Officer), will gemäß Pressebericht mit seinem Aufstieg zum Chief Executive Officer (CEO) das Unternehmen stärker profilieren und dazu die beiden Geschäftsbereiche Ladelösungen und Technologie neu strukturieren. Der Gründer von The Mobility House, Thomas Raffeiner, soll seine Position als Delegierter des Verwaltungsrats und somit Teil der Geschäftsleitung beibehalten.

In seiner neuen Position ist Hienz als Geschäftsführer gleichzeitig Vorsitzender des Management-Teams. Mit der Übergabe der Geschäftsleitung an Hienz kann Thomas Raffeiner als Gründer und Visionär des Unternehmens dessen strategische Entwicklung noch stärker in Richtung Kooperation von Energie- und Automobilwirtschaft ausrichten, so der Bericht. The Mobility House unterliegt dem Schweizer Obligationenrecht, wodurch Raffeiner als Delegierter des Verwaltungsrats auch in der Geschäftsleitung verbleibt.

„Mit voller Überzeugung und der Vision einer emissionsfreien Zukunft habe ich vor elf Jahren The Mobility House gegründet. Gemeinsam mit einem einzigartigen Team haben wir trotz vieler Hürden The Mobility House zu dem inernationalen Pionier der Elektromobilität gemacht. Mit viel Freude übergebe ich die Leitung an Robert Hienz. Er ist der perfekte Mann, um the Mobility House als CEO in neue Dimensionen zu führen“,

so Thomas Raffeiner.

Hienz arbeitete viele Jahre in verschiedenen Leitungsfunktionen der deutschen und europäischen Energiewirtschaft und war vor seinem Einstieg als COO bei The Mobility House im Juni 2019 CEO bei E.ON Energie Deutschland. Seitdem war er laut Bericht bereits durch profilschärfende Maßnahmen und Zielsetzungen entscheidend am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Seine Strategie soll nun weiterverfolgt werden in Richtung einer stärkeren Kunden- und Marktorientierung der beiden Geschäftsbereiche.

Im Segment „Laden von Elektrofahrzeugen“ ist von der Umstrukturierung beispielsweise das gesamte Angebot von der Planung über den Aufbau bis zum Betrieb intelligenter Ladelösungen für Geschäfts- wie Privatkunden betroffen. Im Teilbereich Technologie soll die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeugen und Energiewirtschaft weiter optimiert werden. Dazu hat the Mobility House bereits das eigens entwickelte Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot an der Hand, das als Grundlage für die „netzdienliche Integration von Elektroautos ins Energiesystem“ dient. Die diese Anwendung steuernde, übergeordnete Aggregationsplattform funktioniert herstellerneutral, lädt bereits etliche Elektrobatterien uni- wie auch bidirektional auf und soll verstärkt bei Automobilherstellern, Energieversorgern und E-Mobilitätsanbietern beworben werden.

„Bei The Mobility House begleiten wir unsere Kunden auf ihrem Weg in die Elektromobilität – heute mit der richtigen Ladelösung und morgen mit der Integration ihrer Fahrzeugbatterie in den Energiemarkt der Zukunft“,

begründet Hienz die Vorteile der Anwendung.

Zum Unternehmen:

The Mobility House wurde 2009 als Start-Up zur Gestaltung einer emissionsfreien Energie- und Mobilitätszukunft gegründet und entwickelte sich Unternehmensangaben zufolge zum führenden Experten für Energie- und Ladelösungen. Privat- und Geschäftskunden werden bei der Planung, dem Aufbau und dem Betrieb einer individuellen Ladeinfrastruktur unterstützt. Das Unternehmen versteht sich als neutraler Anbieter mit verschiedenen Partnern wie Ladeinfrastrukturherstellern, Installationsbetrieben, Backendsystemen, Energieversorgern und Automobilherstellern.

Es werden große Unternehmensflotten elektrifiziert, zu denen Infineon und Bechtle gehören, aber auch Busbetriebe, von denen beispielsweise in den USA Transdev/Connexxion und New Flyer zu den Kunden zählen. Weiters gehören auch Aktivitäten im Bereich Elektrifizierung von Immobilienprojekten verschiedenster Größe zum Portfolio. In der Automobilbranche arbeitet der Experte für Ladetechnologie bereits mit Audi, Daimler, Nissan, Renault, Seat, Škoda und Volkswagen/Elli zusammen. Als neue Investoren kann man außerdem laut Pressebericht seit Kurzem die Europäische Investitionsbank und den im asiatisch-pazifischen Raum angesiedelten Energieversorgungskonzern SP Power für sich verbuchen und somit seine Aktivitäten neben den USA auch im ebenso stark wachsenden asiatischen Markt voranbringen. Die 140 Mitarbeiter sind an den Standorten in Deutschland, der Schweiz und den USA tätig.

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