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Schaeffler steigt in die E-Motoren Produktion ein

Der Automobilzulieferer will ab 2021 eigenentwickelte E-Motoren als Komponenten und Teile von Komplettsystemen anbieten. Auf der IAA 2019 stellt Schaeffler die bereits serienreifen E-Motoren erstmals der Öffentlichkeit vor.

E-Motoren für Hybridgetriebe will Schaeffler ab 2021 in Serie produzieren. | Foto: Schaeffler
E-Motoren für Hybridgetriebe will Schaeffler ab 2021 in Serie produzieren. | Foto: Schaeffler
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Julian Kral

Schaeffler will mit einer modularen und hochintegrierten Technologieplattform in die Fertigung von Elektromotoren einsteigen, das gab das Unternehmen nun bekannt. Das Anwendungsspektrum der E-Motoren-Familie soll von Hybridmodulen über dedizierte Hybridgetriebe (DHT) bis hin zu E-Motoren für elektrische Achsantriebe reichen. Dabei seien Spannungslagen zwischen 48 und 800 V und Leistungsklassen von 15 bis über 300 kW möglich, so Schaeffler. Die Serienproduktion für verschiedene Kundenprojekte soll im Jahr 2021 weltweit anlaufen. Der Öffentlichkeit werden die E-Motoren als Komplettsysteme erstmals auf der IAA (12. bis 22. September 2019, Frankfurt) vorgestellt.

„Durch den Ausbau von Kompetenzen in Entwicklung und Fertigung eigener E-Motoren erweitern wir nicht nur unser Portfolio, sondern verfolgen auch unsere E-Mobilitätsstrategie konsequent weiter“, sagt Matthias Zink, Vorstand Automotive OEM bei Schaeffler.

Effizient dank Technologiebaukasten

E-Motoren für P2-Hybridmodule unterliegen besonderen Anforderungen, führt Schaefler aus, da diese prinzipbedingt mit der Drehzahl des Verbrennungsmotors laufen. Minimale axiale Länge und viel Freiraum innerhalb des Rotors zur Integration von Kupplung und Ausrücksystem sollen daher die nötige hohe Packungsdichte für diese Anwendung garantieren. Schaeffler will hier 48 V und Hochvoltmotoren mit Leistungen von 15 bis 120 kW anbieten.

Der Stator wird laut dem Zulieferer bei trockenen Hybridmodulen über einen Kühlmantel aktiv gekühlt. Bei Systemen mit einer Nasskupplung könne das verfügbare Öl auch für die Entwärmung des E-Motors genutzt werden, was zu einer deutlich besseren Wärmeabfuhr und damit höheren Dauerleistungen führe.

"Die beste Verlustleistung ist die, die gar nicht erst entsteht. Die Motoren sind deshalb auf hohe Effizienz in einem weiten Kennfeldbereich optimiert", meint Schaeffler.

Je nach Bauraumbedingungen könne das gleiche auch für E-Motoren in dedizierten Hybridgetrieben gelten, erklärt das Unternehmen. Abgerundet werden soll das Portfolio künftig durch eine Baureihe von E-Motoren für den Antrieb elektrischer Achsen. Hierbei will Schaeffler die Spannungslagen Hochvolt 2 (400V) und Hochvolt 3 (800V) im Leistungsbereich von 100 kW bis über 300 kW abdecken.

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