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Selbstfahrender Bus aus dem 3D-Drucker

In Kooperation mit dem Automobilclub AAA Northern California und CCTA prüft Local Motors einen aus dem 3D-Drucker entstammenden Bus als Pendler-Mobilitätslösung auf dem ersten und letzten Kilometer.

Olli heißt er, der Bus, der unter anderem im Pendlerverkehr eingesetzt werden soll und dem 3D-Drucker entstammt. (Foto: Local Motors )
Olli heißt er, der Bus, der unter anderem im Pendlerverkehr eingesetzt werden soll und dem 3D-Drucker entstammt. (Foto: Local Motors )
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Anna Barbara Brüggmann

Local Motors, AAA Northern California und die Verkehrsbehörde der Stadt Contra Costa (Contra Costa Transportation Authority, CCTA) testen zurzeit einen selbstfahrenden Elektrobus aus dem 3D-Drucker namens Olli.

Er könnte als Lösung für die Herausforderung des "ersten und letzten Kilometers" eingesetzt werden, der sich zum Beispiel viele Pendler im Großraum San Francisco Bay Area jeden Tag stellen.

Der E-Bus Olli wird zur Zeit in der GoMentum Station im Landkreis Contra Costa County getestet. Geplant ist Unternehmensangaben zufolge, diesen künftig auch in der Nähe von Transitstationen überall im nördlichen Kalifornien einzusetzen.

Olli soll nach Angaben von Local Motors eine umweltfreundliche, realisierbare und nachhaltige Transportmöglichkeit unter anderem für Städte, Unternehmen, Krankenhäuser und Universitäten darstellen. Ausgestattet ist er mit Technik und Sensoren für kognitive Reaktionen sowie einem Hindernisvermeidungssystem.

Local Motors und AAA Northern California werden die Tests ein Jahr lang fortsetzen, danach soll das Pilotprojekt für Einsatzmöglichkeiten im Landkreis Contra Costa erwogen werden.

"Jede Stadt muss sich mit den gleichen Transportproblemen auseinandersetzen - Staus, Umweltverschmutzung und Barrierefreiheit. Unser Ziel bei Local Motors ist es, eine einfache, sichere und wirksame Mobilitätslösung anzubieten, die einige der Schmerzpunkte für Stadtbewohner behebt", sagt Vikrant Aggarwal, Präsident des Unternehmens, und fügt hinzu: "Bei allen neuen Fahrzeugtechnologien steht Sicherheit an erster Stelle. Daher freuen wir uns ganz besonders, in Zusammenarbeit mit AAA Northern California rigorose Tests unter realistischen Einsatzbedingungen in der GoMentum Station durchführen zu können, um sicherzustellen, dass unsere Busse für öffentliche Straßen bereit sind."

Testingenieure werden den Elektro-Bus auf den verschiedenen Teststrecken der GoMentum Station einer Reihe von Testszenarien unterziehen, dies umfasst auch die Überquerung von Kreuzungen, Interaktionen mit Fußgängern und Tunnelfahrten.

"Autofahren ist unberechenbar. Hindernisse auf der Straße, abgelenkte Fahrer und unberechenbare Fußgänger erfordern vorausschauendes und konzentriertes Fahren", so Ignacio Garcia, Vice President of Autonomous Vehicles Strategy bei AAA Northern California.

Wichtig sei es aus diesem Grund laut Garcia, Sicherheitskriterien zu entwickeln und die Sicherheitsfunktionen von selbstfahrenden Fahrzeugen zu testen.

Bei der GoMentum Station handelt es sich eigenen Angaben zufolge um die größte geschlossene Teststrecke für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge in den USA. Sie wird vom AAA Northern California verwaltet und betrieben.

Die Anlage liegt in der Nähe von San Francisco und Silicon Valley, dort befinden sich verschiedene Geländearten und mehr als 32 Kilometer gepflasterte Straßen, fast 50 Kreuzungen sowie Überführungen, Tunnel, Bahngleise und eine Ministadt.

Vor Kurzem wurde vor Ort ein Verkehrsvernetzungslabor (Vehicle to Everything, V2X) eröffnet, in dem vernetzte Technologien getestet werden. Das Labor ist mit fortschrittlichen Ampelanlagen, wie Steuerungen, Mikrowellen-Nahbereichskommunikation (Dedicated Short Range Communications, DSRC) und V2X-Mobilfunkgeräten ausgestattet.

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