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Continental gibt Werkstatt-Tipps zur digitalen Tachografenprüfung

Mitte 2019 tritt gemäß EU-Verordnung 165/2014 die neue Generation des digitalen Tachografen ihren Dienst an. Continental gibt Tipps, wie sich Werkstätten darauf vorbereiten können.

für die digitale Tachografenprüfung 4.0 gibt es einiges zu beachten. (Abbildung: Continental)
für die digitale Tachografenprüfung 4.0 gibt es einiges zu beachten. (Abbildung: Continental)
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Anna Barbara Brüggmann

Die Einhaltung der EU-Verordnung 165/2014 sowie der Durchführungsverordnung (EU) 2016/799 gilt ab Mitte 2019 verpflichtend. Dann müssen Hersteller alle neu zugelassenen Nutzfahrzeuge sowie Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im gewerblichen Bereich mit dem neuen intelligenten digitalen Tachografen ausstatten. Die Intention: Mehr Sicherheit durch Schutz vor Manipulationen und eine drahtlose Datenübermittlung, zum Beispiel bei Straßenkontrollen.

Gefordert ist die Anbindung an das globale Satellitennavigationssystem GNSS, Pflicht ist zudem eine standardisierte DSRC-Schnittstelle (Dedicated Short Range Communication). Bei Straßenkontrollen soll nach entsprechender Authentifizierung aus dem fahrenden Fahrzeug heraus den Kontrollbeamten per Fernkommunikation ein temporärer Zugriff beispielsweise auf Kalibrierungs- und Fahrzeugdaten sowie Informationen über Sicherheitsverletzungen gegeben werden.

Ab dem 1. Quartal 2019 werden Continental zufolge die ersten Fahrzeugen mit neuem digitalen Tachografen in die Werkstätten rollen.„ Damit gibt es auch Veränderungen bei regelmäßigen Tachographenprüfungen“, sagt Michael Gut, Programm-Manager Tachographen-Service bei Continental. „Zu den bereits bekannten Schritten kommen im Wesentlichen drei hinzu, es bedarf neuer Prüfgeräte und einer erweiterten Qualifizierung für die neuen Technologien.“

Zum einen müssen Werkstätten künftig mit einem geeigneten Prüfgerät ausgestattet sein, das die Funktion der DSRC-Schnittstelle während einer periodischen Prüfung nachweist. Denn künftig ist eine DSCR-Antenne an der Windschutzscheibe verbaut, über die Daten an ein entsprechendes Lesegerät von Kontrollbeamten geschickt werden.

Zu den Aufgaben der Werkstatt gehört dann zudem, die Funktion des Satelliten-Empfängers (GNSS) des Tachografen zu prüfen. Für die Prüfung auf Rollenprüfständen in geschlossenen Hallen ist es nötig, durch Repeater für ein stabiles Satellitensignal während der Prüfung zu sorgen. Der Satellitenempfang kann über einige Prüfcomputer verifiziert werden, beispielsweise mit dem VDO WorkshopTab von Continental.

Aufgrund einer EU-weit einheitlichen Plombiervorschrift müssen Werkstätten künftig bei jeder periodischen Prüfung die mechanische Plombierung des Geschwindigkeitsgebers auf Unversehrtheit prüfen und ihn zudem grundsätzlich immer neu plombieren. Die Plomben müssen von einem zertifizierten Lieferanten gekauft werden. Verpflichtend ist es, eine eineindeutige Identifikationsnummer zu vermerken.

Werkstätten, die eine Tachographenprüfung für Lkw mit dem neuen intelligenten digitalen Tachographen anbieten möchten, benötigen eine erweiterte Qualifizierung für die neuen Technologien. Continental hat eigenen Angaben zufolge neue Werkstattkonzepte umgesetzt. Die ersten Trainings starten in Kürze, die Termine für das letzte Quartal 2018 können im sogenannten Academy Portal von VDO gebucht werden.

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