Toyota-Lkw nutzt Wasserstoff zur mobilen Stromversorgung

Mobile Energieversorgung ohne Schadstoffemissionen: Das Fuel-Cell-System von Toyota und Denyo soll den Diesel-Generator ersetzen und liefert laut Hersteller bis zu 72 Stunden Strom. Der Antrieb kommt von einer Mirai-Brennstoffzelle.

Brennstoffzelle statt Generator: Bei der mobilen Stromversorgung soll ein Fuel-Cell-Lkw auf Basis des Toyota Dyna mit Mirai-System für mehr Nachhaltigkeit sorgen. | Foto: Toyota
Brennstoffzelle statt Generator: Bei der mobilen Stromversorgung soll ein Fuel-Cell-Lkw auf Basis des Toyota Dyna mit Mirai-System für mehr Nachhaltigkeit sorgen. | Foto: Toyota
Claudia Leistritz
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Der japanische Automobilhersteller Toyota Motor Corporation hat in Kooperaton mit Denyo ein Brennstoffzellen-Nutzfahrzeug entwickelt, das den Wasserstoff zur Stromerzeugung nutzt. Als Einsatzzwecke denkt der Hersteller an  Freiluftkonzert oder auch Naturkatastrophen, der Lkw lasse sich nahezu überall einsetzen. Die meisten mobilen Stromquellen seien bislang sind Dieselfahrzeuge oder -generatoren. Diese benötigen allerdings fossile Brennstoffe – und das sowohl bei der Fahrt als auch bei der Stromerzeugung. Dabei werden unter anderem CO2 und Stickoxide (NOx) ausgestoßen.

Das neue Energieversorgungsfahrzeug nutze nun ausschließlich den in der Brennstoffzelle umgewandelten Wasserstoff zur Stromversorgung und liefert Energie für bis zu 72 Stunden. Als Nebenprodukt fällt dabei nur Wasser an, das wiederum zum Duschen oder für andere Zwecke genutzt werden kann. Das von den Unternehmen gemeinsam entwickelte Brennstoffzellenfahrzeug basiert auf dem leichten Toyota Lkw Dyna und nutzt das bekannte Brennstoffzellensystem, das auch im Pkw-Modell Mirai zum Einsatz kommt. Denyo wiederum steuert die integrierte Brennstoffzellen-Stromversorgungsanlage bei. Die Kraft für Vortrieb und Energieerzeugung liefern rund 65 Kilogramm Wasserstoff, die in insgesamt 27 Tanks gespeichert werden.

Wie groß die Vorteile solcher Brennstoffzellen-Energieversorgungsfahrzeuge genau sind, wollen die Unternehmen in Verifikationstests unter Beweis stellen, die noch diesen Monat starten. Dabei vergleicht man das neu entwickelte Modell direkt mit konventionellen motorbasierten Stromgeneratoren, um die Alltagstauglichkeit genauso zu überprüfen wie die Auswirkungen auf Ladekapazität und CO2-Ausstoß. Ziel ist klar eine Kommerzialisierung, heißt es vom Hersteller.

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