Rheinmetall Automotive liefert Brennstoffzellenkomponenten an Daimler

Im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit Daimler Truck Fuel Cell hat Rheinmetall einen Auftrag zur Lieferung von Wasserstoffzirkulationsgebläsen erhalten.

Das Tochterunternehmen Pierburg fertigt die Wasserstoffzirkulationsgebläse für Daimler Truck Fuel Cell. Foto: Rheinmetall.
Das Tochterunternehmen Pierburg fertigt die Wasserstoffzirkulationsgebläse für Daimler Truck Fuel Cell. Foto: Rheinmetall.
Claudia Leistritz

Im Rahmen der Kooperation von Rheinmetall mit Daimler Truck Fuel Cell auf dem Gebiet von alternativen Antrieben sollen Brennstoffzellenkomponenten mit einem Umsatzvolumen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich an Daimler geliefert werden, gefertig von Pierburg, dem Neusser Tochterunternehmen des Rheinmetall-Konzerns. Die Daimler Truck Fuel Cell ist als Teilbereich der Daimler AG für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Brennstoffzellentechnologie zuständig. Das Wasserstoffzirkulationsgebläse führt den nicht verbrauchten Wasserstoff wieder der Brennstoffzelle zu und soll auf diese Weise deren Wirksamkeit sowie Lebensdauer steigern. Außerdem werde damit auch das Kaltstartverhalten verbessert.

Die Brennstoffzelle entwickle sich zu einer Kerntechnologie bei alternativen Antrieben, meint Rene Gansauge, Leiter der Division Mechatronics bei Rheinmetall: „Die Brennstoffzelle wird mittelfristig eine der zentralen Green Energy Technologien. Sie wird im privaten wie gewerblichen Langstreckenverkehr sowie in der stationären Energiegewinnung dazu beitragen, die fossilen Energieträger weiter zu substituieren“.

Der Konzern hat für den Betrieb von Brennstoffzellen bereits eine Vielzahl von Produkten entwickelt, sowohl für die Wasserstoff- wie für die Sauerstoffseite. Seit 2004 arbeitet Rheinmetall in dem Segment mit mehreren Herstellern zusammen und verfügt eigenen Angaben zufolge über umfassende Erfahrungen auf dem Gebiet.

Als klimafreundliche Antriebsart vor allem für Lkw im schweren Fernverkehr ist Daimler von der Brennstoffzellentechnologie überzeugt. Daher will die Daimler Truck AG „in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts“ schwere Nutzfahrzeuge für den Fernverkehr in Serie anbieten, die von Brennstoffzellen angetrieben werden. Davon verspricht man sich einen Entwicklungsschub für den gewerblichen Langstreckenverkehr wie auch für die stationäre Energiegewinnung und am Ende eine deutliche Reduktion von Treibhausgasemissionen, so der Bericht.

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