Brennstoffzellentechnologie: ElringKlinger schließt Partnerschaft mit Bushersteller

Der Automobilzulieferer will die Brennstoffzellentechnologie vorantreiben und ist dazu mit dem niederländischen Fahrzeughersteller VDL Bus & Coach eine strategische Kooperation eingegangen.

V.l.n.r.: Henk Coppens, CEO VDL Bus & Coach, Philipp Ruez, Director Sales Global Account bei ElringKlinger, Peter Schweizer, Vice President Product Line Sales bei ElringKlinger, Ruud Bouwan, New Technology Specialist bei VDL ETS, Armin Diez, Vice President Fuel Cell bei ElringKlinger, Jos van de Ven, Strategic Purchaser bei VDL ETS sowie Menno Kleingeld, Managing Director von VDL ETS. Foto: ElringKlinger.
V.l.n.r.: Henk Coppens, CEO VDL Bus & Coach, Philipp Ruez, Director Sales Global Account bei ElringKlinger, Peter Schweizer, Vice President Product Line Sales bei ElringKlinger, Ruud Bouwan, New Technology Specialist bei VDL ETS, Armin Diez, Vice President Fuel Cell bei ElringKlinger, Jos van de Ven, Strategic Purchaser bei VDL ETS sowie Menno Kleingeld, Managing Director von VDL ETS. Foto: ElringKlinger.
Claudia Leistritz

Die beiden Unternehmen wollen laut Pressebericht Brennstoffzellenstacks und –systeme sowohl für mobile wie für stationäre Anwendungen zur Marktreife bringen. Zukünftig will ElringKlinger die alternative Antriebstechnologie kundenorientiert entwickeln und produzieren. VDL dagegen soll den Part der Systemintegration und der Erprobung der Produkte unter Realbedingungen übernehmen.

Weiterer Partner für das Projekt ist das von Elring Klinger und dem französischen Zulieferer Plastic Omnium kürzlich zur Weiterentwicklung der wasserstoffbasierten Brennstoffzellentechnologie angekündigte Joint Venture Ekpo Fuel Cell Technologies, das mit dem neuen Jahr beginnen soll. Außerdem gehört die auf dieses Gebiet ebenfalls spezialisierte ElringKlinger Fuelcell Systems Austria (Ekat) zum Expertenteam, deren Übernahme durch Plastic Omnium ebenfalls zum Anfang des Jahres 2021 geplant ist.

Die Beteiligten wollen die entwickelten Brennstoffzellensysteme bereits im nächsten Jahr bis zur Produktionsreife entwickeln und haben den Kooperationsvertrag daher nur für das Jahr 2021 geschlossen. Die Bereitstellung entsprechender Systeme soll dann nahtlos in bereits konkrete beziehungsweise unter Verhandlung stehende Kundenprojekte übergehen, heißt es. Als Einsatzgebiete seien mobile und stationäre Anwendungen wie Stromaggregate, Hybridfahrzeuge oder Range Extender für Nutzfahrzeuge und den Schwerlastverkehr vorgesehen.

Mit der Partnerschaft sei eine Grundlage zur Weiterentwicklung wasserstoffbasierter Antriebstechnologien im Schwerlastverkehr geschaffen worden, äußerte sich Armin Diez, Vice President Fuel Cell der ElringKlinger AG. Man wolle die Brennstoffzellentechnologie für Nfz in den nächsten Jahren zur bevorzugten Antriebsart machen. Auch Henk Coppens, Vorstandsvorsitzender von VDL Bus & Coach BV ist von der Technologie überzeugt. Man sehe sich als Vorreiter auf dem Gebiet nachhaltiger Mobilitätslösungen. Wasserstoff werde zukünftig einen große Rolle in ihrem Angebot spielen.

Die Unternehmen:

ElringKlinger ist weltweit als unabhängiger Zuieferer aktiv, sowohl für Pkw wie Nfz, für Verbrenner, Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Seit über 20 Jahren arbeitet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge an der Brennstoffzellentechnologie und betätigt sich auf diesem Gebiet als Komponenten- und Systemlieferant. Der Konzern beschäftigt weltweit etwa 10.000 Mitarbeiter an 45 Standorten. Der Hauptsitz befindet sich in Dettingen.

Als einer der größten Bushersteller in Europa entwickelt, produziert und verkauft das niederländische Unternehmen VDL Bus & Coach eine Palette von Linien- und Reisebussen sowie Fahrgestellmodule und betätigt sich außerdem unter anderem im Bereich After-Sales-Service sowie im Um- oder Ausbau von Mini- und Midibussen. Zum Unternehmen gehören mehrere weltweit aktive Bushersteller. Die Produktion erfolgt Unternehmensangaben zufolge in Westeuropa. Die Produkte werden über ein weltweites Vertriebsnetz sowie eigene Niederlassungen und Importeure in über 30 Ländern verkauft. Servicestützpunkte bieten einen umfassenden Wartungs- und Kundendienst. Ersatzteile werden über ein umfassendes Verteilernetz zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen gehört zur VDL Gruppe mit Hauptsitz im niederländischen Eindhoven.

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