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Toyota-Brennstoffzellen-Truck in Phase 2

Toyota präsentiert eine verbesserte Version seines Fuel-Cell-Sattelzugs, den Beta-Truck. Im Herbst soll die Erprobung beginnen.

Auf Alpha folgt Beta: Die zweite Generation des Brennstoffzellen-Trucks von Yoyota hört auf den Projektnamen Beta und lockte viele Neugierige ins Center for Automotive Research nach Mihigan, USA. (Bild: Toyota)
Auf Alpha folgt Beta: Die zweite Generation des Brennstoffzellen-Trucks von Yoyota hört auf den Projektnamen Beta und lockte viele Neugierige ins Center for Automotive Research nach Mihigan, USA. (Bild: Toyota)
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Redaktion (allg.)

300 Meilen, das sind fast 500 Kilometer, soll der Beta-Truck mit einer Tankfüllung fahren. Der Hersteller vollzieht damit gemäß eigenem Bekunden „den nächsten Schritt auf dem Weg zum schadstofffreien Fracht- und Güterverkehr“.

Den ersten Schritt hatte Toyota mit dem Start des Project Portal 2017 gemacht (Transport berichtete). Der japanische Automobilhersteller hatte damals den Brennstoffzellen-Lkw Namens Alpha vorgestellt, der Teil eines des großangelegten Pilotversuchs war uns ist, bei dem Toyota bereits seit April 2017 einen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenantrieb speziell für schwere Lkw testet. Der Fahrzeughersteller will damit den nahezu lautlosen und schadstofffreien Güterverkehr ermöglichen. Seit Beginn des Tests legte der Apha-Truck mehr als 16.000 Testkilometer wurden zurück, die er im Güterumschlag in und um die kalifornischen Häfen von Long Beach und Los Angeles abspulte.

Nun folgt mit dem Beta-Truck die Weiterentwicklung des Alpha. Das neue Fahrzeug entwickelt, wie schon die Vorgängerversion, mehr als 670 PS und ein maximales Drehmoment von fast 1.800 Nm entwickelt. Möglich machen dies zwei Brennstoffzellen-Stacks, die auch bereits in der Limousine Mirai zum Einsatz kommen, sowie eine 12 kWh starke und somit relative kleine Batterie. Wie beim Pkw-Modell entsteht als Emission lediglich Wasserdampf. Der Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert soll bei 0,76 kg/100 km liegen, als Stromverbrauch kombiniert veranschlagt der Hersteller 0 kWh/100 km und damit formal CO2-Neutralität. Das gilt aber de facto nur, wenn der Wasserstoff regenerativ produziert wurde.

Neben der um 100 Meilen oder 161 Kilometer höheren Reichweite will man mit der Neuauflage eine größere Alltagstauglichkeit und bessere Manövrierfähigkeit sichergestellt haben. Hierzu tragen nach dem Dafürhalten des Herstellers unter anderem eine zusätzliche Schlafkabine sowie eine neuartige Kraftstoff-Unterbringung bei, wodurch die Fahrerkabine vergrößert werden konnte, ohne den Radstand zu verlängern.

Im Herbst startet nach dem Alpha-Truck auch der Beta-Truck in die Erprobungsphase. „Durch die Evaluierung des ersten Lkw in unseren Testanlagen und auf den realen Straßen im Gebiet von Los Angeles haben wir eine Liste von Verbesserungen für die Produktion und Leistung des Beta-Lkw ausgearbeitet“, erklärte Andrew Lund, Chefingenieur des Projekts. Nachdem der erste Lkw die grundsätzliche Machbarkeit bewiesen habe, hätte man auch bessere kommerzielle Nutzbarkeit erreichen wollen. Man sieht dabei großes Potenzial. Allein in den Häfen von Long Beach und Los Angeles seien mehr als 16.000 Lkw im Einsatz, bis 2030 werde sich diese Zahl verdoppeln. Mit Brennstoffzellen-Lkw könne man diesem Wachstum auch bei den CO2-Emissionen begegnen. Der Hersteller hatte jüngst den Bau des weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich angekündigt. Die Tri-Gen genannte Anlage im Hafen von Long Beach soll nicht nur Elektrizität produzieren, sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen, sowie eine der größten Wasserstoff-Tankstellen beherbergen. (Johannes Reichel/ Redaktion Logistra und Christine Harttmann/ Redaktion Transport)

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