3D-Druck in der Autoindustrie: BMBF gibt Millionenbetrag für Forschung

Zur Entwicklung der digitalisierten Fertigung von Kunststoffelementen für die Autoindustrie arbeiten 15 Partner aus Wissenschaft und Industrie mit dem Lehrstuhl für Fertigungstechnik der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen. Über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt laut Pressebericht mit 10,7 Millionen Euro.

10,7 Millionen Euro gibt das BMBF für die Forschung an der additiven Fertigung von Kunststoffelementen für die Autoindustrie aus. Foto: Zmorph3D | Pixabay.
10,7 Millionen Euro gibt das BMBF für die Forschung an der additiven Fertigung von Kunststoffelementen für die Autoindustrie aus. Foto: Zmorph3D | Pixabay.
Claudia Leistritz

Das Projekt mit der Bezeichnung Polyline der UDE wird geleitet von Prof. Gerd Witt und soll neue Produktionstechniken entwickeln, mit deren Hilfe neben den üblichen Verfahren wie Zerspanen und Gießen durch die additive Fertigung (3D-Druck) vor allem Bauteile aus Kunststoff für die Autoindustrie hergestellt werden können.

Bei dem Verfahren wird per Laser auf Grundlage digitaler Daten das zu fertigende Objekt aus einzelnen Schichten aufgebaut. Das zunächst pulverförmige Material wird dabei geschmolzen und in Form vieler dünner Scheiben zum Endprodukt geformt. Damit sind auch komplexe Formteile relativ unkompliziert herzustellen. Da die Digitalisierung der notwendigen Datensätze für die einzelnen Bauteile noch nicht so weit fortgeschritten sei, werde das Verfahren für die Massenproduktion noch selten genutzt, so der Pressebericht der Universität Duisburg-Essen.

Deswegen könne man den Fertigungsprozess nur unzureichend überwachen und provoziere Fehler. Um den Produktionsprozess reibungsloser zu gestalten soll deshalb vor allem an einer verbesserten Qualität des Grundmaterials gearbeitet werden, erklärt Lars Meyer, einer der Wissenschaftler des Projekts, der auf die additive Fertigung von Kunststoffteilen spezialisiert ist:

„Wir möchten das Pulver fürs Sintern mit konstanter Qualität bereitstellen. Wenn Produkte qualitativ hochwertig in Serie produziert und Ressourcen zugleich effizient genutzt werden sollen, ist das die beste Grundlage.“

Die Bezeichnung Polyline steht für Integrierte Linienanwendung von polymerbasierten Technologien in der additiven Fertigung. Weiterer Partner des Projekts als Koordinator ist das Unternehmen EOS, das Technologien im industriellen 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen anbietet, so die Uni Duisburg.

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