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Mobilitätsmesse Futurmotive 2023: Autopromotec zieht positive Bilanz

Am 18. November 2023 endete die erste von der Autopromotec in Bologna veranstaltete Messe über die Zukunft der Mobilität. Neben dem Ausstellungsbereich standen zahlreiche Fachgespräche und Diskussionen auf dem Plan, die Themen wie Vernetzung, autonomes Fahren und Energiewende behandelten.

Zur ersten Futurmotive Expo & Talks kamen von 16. bis 18. November 2023 genau 8.505 Besucher auf das Messegelände von Bologna. | Bild: Autopromotec.
Zur ersten Futurmotive Expo & Talks kamen von 16. bis 18. November 2023 genau 8.505 Besucher auf das Messegelände von Bologna. | Bild: Autopromotec.
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Claudia Leistritz

Von 16. bis 18. November 2023 fand in Bologna die erste „Fachmesse für die Mobilität der Zukunft“ Futurmotive statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der italienischen Fachmesse Autopromotec, die künftig im Wechsel mit der in Frankfurt stattfindenden Automechanika alle zwei Jahre über Innovationen in der Automobilausrüstung und dem Automotive Aftermarket informiert. Als Abspaltung der Autopromotec ist die Futurmotive in die beiden Bereiche Expo und Talks aufgeteilt und legt also neben einem Ausstellungsbereich auch viel Wert auf Diskussionen und Vorträge.

Bei der ersten Ausgabe drehte sich alles um die Themen Energie, ökologischer Wandel sowie Innovationen im Automobilsektor. In einer der Hallen diente zum Beispiel eine Ausstellungsfläche mit dem Namen E-Charge zur Vorstellung der Lademöglichkeiten von Elektrofahrzeugen, die die gesamte Aufladekette sowie die damit verbundenen Infrastrukturen und Dienstleistungen behandelte. Laut Nachbericht der Veranstalter fand die Messe, zu der sich auch die großen Player der Mobilitätsbranche einfanden, großen Zuspruch.

Vernetzung und autonomes Fahren

Insgesamt nahmen den Angaben zufolge an beiden Veranstaltungen 302 Unternehmen teil, an Fachbesuchern wurden 8.505 registriert. Unterstützt durch das Ministerium für Zusammenarbeit und internationale Angelegenheiten (MAECI) und die Agentur für Auslandsförderung und Internationalisierung italienischer Unternehmen (ICE) konnten auch 44 Unternehmen aus ausländischen Märkten zu dem Event kommen.

Als Austragungsort dienten vorwiegend die beiden Hallen 14 und 19 des Messegeländes in der norditalienischen Stadt. In der ersteren war ein Bereich für internationale Delegierte und B2B eingerichtet, der 120 Treffen vorsah und sich vor allem auf Start-ups und innovative KMU seitens der Automobilhersteller konzentrierte. Hier standen Produkt- und Servicelösungen zu den Themen Elektrifizierung, Mikromobilität, autonomes Fahren und vernetzte Fahrzeuge im Mittelpunkt. Man wollte dort vor allem Einzelgesprächen ein Forum bieten, die dem „Technologietransfer in die Lieferkette der italienischen OEMs und Automobilentwickler“ dienten. Grundlegend sei auch der italienische Verband der Automobilindustrie Anfia an der Einrichtung beteiligt gewesen, berichtet die Autopromotec.

Dienstleistungen rund um die Energiewende

Auch die weiteren Veranstaltungen wurden von den genannten Institutionen unterstützt. In den beiden Hauptbereichen der Futurmotive – Expo & Talks – gab es beispielsweise das Projekt „Innovation Walk“, das anhand von „Stationen“ einige der wichtigsten, von italienischen Unternehmen entwickelten innovativen Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich „Energiewende“ präsentierte. 16 Unternehmen aus den Sektoren OEM, Aftermarket und Shared Mobility Services beteiligten sich daran. In den zwei dazu dienenden, von MAECI und der ICE-Agentur unterstützten Innovations-Workshop-Arenen der beiden Futurmotive-Pavillons konnten sich Unternehmen, Berufsverbände und Branchenorganisationen in Diskussionen vertiefen.

Förderung von Start-ups

Kooperationen ermöglichten auch weitere Zusammenkünfte. Speziell zur Förderung von Start-ups beteiligten sich die beiden Messen WMF und Motor Valley Accelerator an dem Event. Die italienische WMF (We make Future) ist eine zugleich als Festival ausgerichtete, internationale Fachmesse zu technologischen und digitalen Innovationen. Sie richtet sich vor allem an ein junges Publikum und zielt nach eigenen Angaben über zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Erziehung, Kultur und (vornehmlich digitale) Innovationen eine weltumspannende „bessere Zukunft“ an. Viele Länder, Organisationen, Unternehmen und NGOs haben sich eigenen Angaben zufolge dem Netzwerk bereits angeschlossen. Auch die italienische, auf die Mobilitäts-, Energie- und umweltbezogene Transformation im Automobilsektor fokussierte Ausstellung „Motor Valley Accelerator“ unterstützt junge Gründer. Durch Vermittlung der beiden Fachmessen konnten nun einige Start-ups auf der Futurmotive in zwei Pitch‘n Match-Veranstaltungen der Innovation Workshop Arena in Halle 14 ihre Ideen präsentieren.

Vertiefende Gespräche mit Experten

Auch das Talk-Programm als zweiter Hauptteil der Mobilitätsfachmesse fand den Veranstaltern zufolge regen Zuspruch, wo sich führende Vertreter von Institutionen, Forschungszentren, Universitäten und der Automobilindustrie den Diskussionen stellten. Zugleich mit der ersten Futurmotive wurde dort auch der erste „FAAS Sustainability Day“ organisiert, der am 17. November unter der Ägide des Forum on Automotive Aftermarket Sustainability (FAAS) stattfand. Das FAAS will nach eigenen Angaben als Plattform zum Ideenaustausch für Beteiligte des Automotive Aftermarket dienen, um geeignete, nachhaltige Vorgehensweisen zur Transformation des europäischen Ersatzteilgeschäfts zu etablieren. Die Kooperation wurde 2022 vom europäischen Verband der Automobilzuliefer (Clepa) mit Hauptsitz in Brüssel sowie dem gleichfalls Brüsseler Händlerverband des Automotive Aftermarket Figiefa gegründet, die beide zu den wichtigsten europäischen Handelsverbänden zählen.

Renzo Servadei, CEO der Autopromotec, äußert sich zufrieden über die erste Ausgabe der Futurmotive. Sowohl seitens der Unternehmen wie der Ausstellungsbesucher habe man positive Rückmeldungen erhalten. Möglich sei der Erfolg dank der Unterstützung der Insitutionen MAECI und ICE sowie der Region Emilia-Romagna gewesen. Nicht nur durch ihren inhaltlichen Beitrag habe man aber auch dem italienischen Verband der Automobilindustrie (Anfia) als Partner besonders zu danken:

„eine wichtige Parnterschaft, die einmal mehr zeigt, wie unser Sektor in diesem revolutionären Moment gemeinsam vorgehen muss“,

so Servadei.

Nach der Futurmotive – Expo & Talks konzentriert sich der Veranstalter nun wieder auf die nächste Autopromotec, die von 21. bis 24. Mai 2025 in Bologna stattfinden wird.

Die Autopromotec findet im Wechsel mit der Automechanika in der Regel im Frühjahr an den ungeraden Jahren in Bologna statt, die Frankfurter Automechanika im Herbst an den geraden Jahren. Die nächste Automechanika ist von 10. bis 14. September 2024 in Frankfurt.

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