Automechanika 2022: Neue Werkstattausrüstung von MAHA

Anschauen, anfassen, erleben – der Aussteller MAHA will Besucher der Automechanika Frankfurt von den technischen Highlights seiner Produktinnovationen überzeugen.

Das MAHA Aufnahmetellersystem (ATS) mit formschlüssigen Fahrzeugadaptern im Einsatz. | Bild: MAHA
Das MAHA Aufnahmetellersystem (ATS) mit formschlüssigen Fahrzeugadaptern im Einsatz. | Bild: MAHA
Tobias Schweikl

Die MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG kommt mit einem neuen Standkonzept zur Automechanika Frankfurt 2022 (13. bis 17. September, Frankfurt). Der Ausstellungsfokus liegt auf den Produktinnovationen der vergangenen zwei Jahre. Gezeigt wird unter anderem ein neues Aufnahmetellersystem (ATS) mit individuellen und formschlüssigen Fahrzeugadaptern speziell auch für Elektroautos. Das ATS berücksichtigt die Hebebühnen-Norm DIN EN 1493. Die Adapter können so positioniert werden, dass sie keine Störkonturen beim Heben der Batterie verursachen. Schwenkarm-Hebebühnen können damit nachgerüstet werden.

Abgasmessung

Ebenfalls präsentiert wird das kompakte und robuste Abgasmessgerät „PARTICLE COUNTER“. Der Partikelzähler führt die Diagnose der Partikelanzahl im Teilstromverfahren durch und zeichne sich durch ein gut lesbares Display, schnelle Messbereitschaft und präzise Messergebnisse aus. Ab 1. Januar 2023 wird in Deutschland eine neue, strengere AU-Gesetzgebung zur Messung der Partikelanzahl während der wiederkehrenden technischen Inspektion verpflichtend. Vor diesem Hintergrund zählt das neue Abgasmessgerät über das „Advanced Diffusion Charging“-Messprinzip exakt jedes Partikel bei der Abgasuntersuchung. Aktuell steht die Messung der Partikelanzahl von Dieselfahrzeugen, sowohl Pkw als auch Lkw, im Vordergrund. Falls zukünftig gefordert, können mit dem PARTICLE COUNTER auch Benzinfahrzeuge überprüft werden. Die Kalibrierung nach ISO 17025 wird über den Kooperationspartner AVL DITEST sichergestellt.

Rollenprüfstand

Komplett neu entwickelt ist der digitale Rollenprüfstand „CONNECT SERIES“ für Pkw, Transporter und Lkw bis 20 Tonnen Achslast. Dessen Bodengruppe ist besonders stabil, langlebig und verwindungssteif. Die Gegenlagerung der Motoren bietet bei Transport und Montage einen sehr hohen Stoßschutz und gewährleistet ein vibrationsfreies Laufen der Motoren. Alle Sensoren sind steckbar und verbinden sich per Plug & Play mit dem komplett vergossenen Interfacemodul in der Bodengruppe. Durch die Umwandlung der analogen Messwerte in digitale Daten ist es möglich, diese via CAN-Bus weiterzuleiten. Der Schaltschrank kann so auch dezentral platziert werden. Das Zentralmodul im Schaltschrank kann durch ansteckbare Optionsmodule auf der Hutschiene erweitert werden. So lassen sich Funktionen wie eine Überfahr-/Senkschwelle oder eine Rollensatzanhebung auch steuerungsseitig nachrüsten. Eine zum Patent angemeldete stufenlose Höhenverstellung (min. 245 – max. 300 mm) ermöglicht es, bauseitige Fundamentunebenheiten auszugleichen.

Zwei-Säulen-Hebebühne

Die ebenfalls in Frankfurt ausgestellte Zwei-Säulen-Hebebühne „MA STAR triple safety *****“ verwendet besonders stabile und verwindungsfreie Hubsäulen aus gerolltem H-Profil. Die dreifache Sicherheit (triple safety) in der Anwendung der Hebebühne resultiert laut Hersteller aus einem Spindel-Mutterpaket mit Gewinde-Selbsthemmung, der Mutterbrucherkennung „Giraffe“ und einer Motorbremse. Die Hebebühne gibt es in den Traglasten 3,5 Tonnen, 5,5 Tonnen und 6,5 Tonnen. Um 45° gedrehte Säulen sorgen durch einen großen Türöffnungswinkel beim Typ „MA STAR 3.5 A“ für leichtes Aussteigen aus dem Fahrzeug. Eine Tragarmauszugsunterstützung durch Doppelrollenfederlagerung verringert beim Typ MA STAR 5.5 und 6.5 den Kraftaufwand beim Ausziehen der Tragarme.

Schienengeführter Grubenheber

Ein weiteres Ausstellungsstück bei MAHA ist ein bodenlaufender und schienengeführter Grubenheber. Der Achs- und Getriebeheber mit 2-fachem oder 3-fachem Teleskop-Kolbenhub (max. Kolbenhub 1200 mm) läuft auf untenliegenden Laufschienen und hebt bis zu 16,5 Tonnen. Der Entwicklungsfokus lag in erster Linie dem auf Automatikheber mit Lasthubfunktion und Eilsteuerung für schnelleres und einfacheres Arbeiten. Die Steuerung ist so ausgelegt, dass sie als Fernsteuerung von allen Seiten der Grube genutzt werden kann. Der Hersteller geht davon aus, dass die frei verfahrbaren Grubenheber in Zukunft durch die bodenlaufenden, schienengeführten Grubenheber abgelöst werden, weil diese das Arbeiten einfacher und effektiver machen.

Radgreifer-Hebebühne

Verbessert wurde bei MAHA die mobile Radgreifer-Hebebühne „COLUMNLIFT RGA“ mit 7,5 Tonnen Traglast, Energieversorgung über Autobatterien und kabelloser Säulenkommunikation. Durch eine intelligente Steuerungstechnik ist nun eine unbegrenzte Anzahl von Säulengruppen pro Standort möglich. Durch ein optionales Verbindungskabel können zwei Gruppen mit je acht Säulen verbunden werden. Somit ist ein Ausbau auf bis zu 16 Säulen möglich.  Geblieben ist das schlanke Säulendesign, das beim Rangieren eine gute Übersicht bieten soll, und das wartungsarme, elektromechanische Antriebssystem. Dank des Schneckengetriebemotors sei eine exakte Höhenpositionierung ohne Nachlauf möglich.

Arbeitsgrube

Zu guter Letzt zeigt MAHA mit „ATT TRUCKBAY“ noch eine maßgeschneiderte, fabrikvorgefertigte, vollausgestattete und einsatzbereite Prüf-, Wartungs- oder Arbeitsgrube für Lkw und Busse bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 60 Tonnen Traglast an. Die Grube ist mit den Produkten der Marken MAHA, SLiFT und ATT kombinierbar, darunter Bremsprüfstände, Achsspieltester und Grubenheber.

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