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KS-Automobilclub: So sparen Sie Sprit und schonen die Umwelt

KS gibt als einer der etablierten Automobilclubs in Deutschland Tipps, wie sich in Zeiten hoher Energiekosten Benziner- und Dieselfahrzeuge verbrauchsärmer und somit auch klimafreundlicher betreiben lassen.

Mit schlauem Management lässt sich Spritverbrauch wie Klimabelastung beim Autofahren reduzieren. | Bild: SplitShire/Pixabay.
Mit schlauem Management lässt sich Spritverbrauch wie Klimabelastung beim Autofahren reduzieren. | Bild: SplitShire/Pixabay.
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Claudia Leistritz

Auch wenn batterieelektrische Ausführungen im Straßenbild zunehmen, kaufen die Verbraucher immer noch weitaus lieber Benziner oder Dieselfahrzeuge. Die traditionellen Antriebe werden also zumindest noch längere Zeit die Hauptrolle im Mobilitätsleben spielen. In einem Umfeld steigender Lebens- und Energiekosten soll das Fahren nun bezahlbar bleiben, zugleich aber die Umwelt schonen. Gefragt sind also Konzepte für einen sparsamen Betrieb. Wo in dieser Hinsicht von technischer beziehungsweise Hersteller-Seite ein geringstmöglicher Sprit- oder Stromverbrauch zählt, wird von den Fahrern eine überlegte Planung und gelassenes Verhalten verlangt. Auf welche Gesichtspunkte es besonders ankommt, erklärt die Pressesprecherin des Münchner KS (Kraftfahrer-Schutz)-Automobilclubs, Isabella Finsterwalder.

In der langfristigen Prognose einer ungebrochenen Beliebtheit von Verbrennern stützt sich der 1935 gegründete Verein auf eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Deloitte über die wichtigsten Trends in der Automobilindustrie. Laut der Studie „Deloitte Global Automotive Consumer Study 2024“, die seit Jahren als weltweit repräsentative Umfrage regelmäßig bei Verbrauchern die für die Automobilindustrie zukünftig relevanten Themen herausfiltern soll, bleibt die Kaufmotivation bezüglich elektrifizierter Fahrzeuge nach wie vor nicht nur in Deutschland auf eher niedrigem Niveau. Im Gegenteil nimmt das Interesse am Verbrennerantrieb in manchen Märkten gegenüber dem Vorjahr sogar noch zu. Die Befragung von über 27.000 Personen aus 26 Ländern im Zeitraum September bis Oktober 2023 lässt demzufolge generell aufgrund von Hemmnissen wie Reichweitenproblematik, langer Ladezeiten oder fehlender Ladeinfrastruktur einen Rückgang am E-Fahrzeug-Geschäft erwarten, obwohl die Hersteller mit sinkenden Preisen und der Staat mit Förderungen locken.

Dass sich herkömmlich betriebene Autos angesichts knapper und teurer Energieressourcen auch sparsam betreiben lassen, will der KS-Automobilclub mit teils altbewährten Tipps zum nachhaltigen Umgang in Erinnerung rufen.

Ruhig fahren

Neben einer ausgefeilten Ingenieurskunst zur Senkung von Emissionen und Kraftstoffbedarf ist für den sparsamen Betrieb vor allem die Fahrweise ausschlaggebend, die sich dem innerstädtischen oder Überland-Verkehr anpassen sollte. Ständiges Abwechseln zwischen Beschleunigen und Auffahren raubt jedenfalls generell viel Energie. Konstantes und sanftes Fahren dagegen kann dem Autoclub zufolge bis zu 20 Prozent an Sprit oder Energie einsparen.

Gewicht und Luftwiderstand beachten

Je schwerer und größer das Fahrzeug, umso mehr Spritverbrauch beim Bremsen und Beschleunigen. Daher sollte unnötiges Gepäck, Material oder Schwergewichtiges wie volle Getränkekisten möglichst draußen bleiben. Außerdem können aufgrund des erhöhten Luftwiderstands auch Außenkomponenten wie Dachboxen den Spritverbrauch steigern. In dieser Beziehung sollten auch Winterreifen mit ihrem höheren Rollwiderstand aufgrund des gröberen Reifenprofils nur so lange wie nötig aufgezogen bleiben.

Elektrische Verbraucher reduzieren

Klimaanlagen, Standheizung, Gebläse oder Unterhaltungselektronik sind ebenfalls Stromfresser und belasten die Starterbatterie, die ihrerseits von der spritverbrauchenden Lichtmaschine geladen wird. Daher wird bei Verwendung dieser Komponenten zu Maßhalten und Vorausschau geraten. So kann man vielleicht vermeiden, das Fahrzeug im Sommer in der prallen Sonne abzustellen oder die Hitze zunächst durch offene Fenster und Türen ableiten, bevor die Klimaanlage zum Einsatz kommt. Übertreiben sollte man aber auch nicht in der Sparsamkeit, vor allem nicht wenn es um sicherheitsrelevante Funktionen geht wie Licht oder Scheibenheizung, warnt Finsterwalder.

Gang früh hochschalten

Bei Verbrennerfahrzeugen gilt eine eher niedrige Drehzahl als sparsam im Verbrauch. Generell sollte bei Schaltgetriebe beispielsweise etwa ab 2.000 U/min. in den nächsten Gang geschaltet werden. „Das mag vielleicht nicht sonderlich intuitiv sein, ist jedoch effizient“, heißt es beim Autoclub. Man sollte dann in der Folge sogar möglichst im höchsten Gang weiterfahren. Hier sind die Fahrer mit Automatikgetrieben im Vorteil, bei denen der „Eco“-Fahrmodus automatisch die sparsamste Einstellung wählt.

Motor nicht unnötig laufen lassen

Sollte das Fahrzeug länger als 20 Sekunden stehen, empfiehlt der Bericht das Abschalten des Motors, um nicht unnötigen Sprit zu verbrauchen. Das ist auch gesetzlich vorgeschrieben nach Bundesimmissionsschutzgesetz wie auch in der Straßenverkehrs-Ordnung nach § 30 Abs. 1 StVO, berichtet der Verein. So heißt es dort „Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen.“ Moderne Verbrennerfahrzeuge sind dazu ohnehin schon mit Start-Stopp-Automatik ausgestattet.

Das Vermeiden des Motorbetriebs zur Schonung von Umwelt und Ressourcen bezieht sich demnach auch gerade auf die kalte Jahreszeit, in der gerne zum Aufwärmen während des Eiskratzens das Auto gestartet wird. Finsterwalder resumiert:

„Aber auch generell heißt es für Fahrer traditionell angetriebener Fahrzeuge, Spritspartipps wieder stärker zu beherzigen. Die Anzahl von Verbrennern und ihre Auswirkung auf Klima und Umwelt, aber auch auf den eigenen Geldbeutel ist einfach zu groß, als dass diese simplen, jedoch äußerst wirkungsvollen Regeln über den Haufen geworfen werden könnten“.

Noch einige Zahlen zur Deloitte Studie: Nur auf die beiden Antriebsarten Verbrenner oder batterieelektrisch bezogen rangiert das Interesse am Kauf eines E-Fahrzeuges nach der letzten Umfrage grob zwischen sechs Prozent in den USA über 13 Prozent in Deutschland (Vorjahr: 14 Prozent) bis 15 Prozent in Korea. Einen Ausreißer nach oben stellt hier China mit 33 Prozent dar. Dagegen liegt die Kaufabsicht gegenüber Benzinern/Diesel-Fahrzeugen im Bereich 33 Prozent in China über 49 Prozent in Deutschland (Vorjahr: 45 Prozent) bis 67 Prozent in den USA. Etwa das Mittelfeld nehmen Hybrid-elektrische Modelle (HEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) ein mit zehn bis 32 Prozent (HEV, höchster Wert in Japan und Korea) und fünf bis 13 Prozent (PHEV) Kaufinteresse.

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