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Zusätzliche Assistenzsysteme für Brennstoffzellenbus von Toyota

Der Brennstoffzellenbus Toyota Sora hat nun einen Abbiegeassistenten, einen Kolissionswarner und einen Notaus-Knopf an Bord. Das optimierte Modell soll noch im August 2019 in Japan eingeführt werden.

Der optimierte Toyota Sora soll im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio großflächig zum Einsatz kommen. (Foto: Toyota)
Der optimierte Toyota Sora soll im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio großflächig zum Einsatz kommen. (Foto: Toyota)
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Anna Barbara Brüggmann

Beim Toyota Sora, dessen Modellname sich nach Angaben des Herstellers von den Elementen eines Wasserkreislaufs (Sky, Ocean, River und Air) ableitet, kommt ein Brennstoffzellensystem zum Einsatz, das bereits in der Limousine Mirai verwendet wird. Während der Fahrt werden Toyota zufolge weder CO2 noch andere Schadstoffe ausgestoßen. Wird der Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, soll lediglich Wasserdampf entstehen.

Nun wurde der Bus mit weiteren Assistenzsystemen ausgestattet, so zum Beispiel mit einem Abbiegeassistenten. Beim Rechtsabbiegen an Kreuzungen soll er vor Personen im toten Winkel warnen, so ließen sich beispielsweise Unfälle mit Fahrradfahrern vermeiden.

Der Bus ist laut Herstellerangaben bereits im öffentlichen Linienverkehr in Japan unterwegs und verfügt nun auch über vernetzte Sicherheitssysteme, wie das ITS Connect (Intelligent Transport Systems). Dieses soll einen unfallfreien Straßenverkehr fördern sowie die Transportkapazität, Geschwindigkeit und Pünktlichkeit fördern.

Durch die sogenannte Vehicle-to-Infrastructure-Kommunikation macht das System den Fahrer auch auf rote Ampeln aufmerksam und reduziert frühzeitig die Geschwindigkeit. Ein Bildschirm weist zudem auf die verbleibende Zeit hin, bis die Ampel wieder grün wird. Per Millimeterwellen-Radar soll das System vorausfahrende Fahrzeuge oder andere Hindernisse erkennen, der Fahrer wird dann optisch und akustisch vor einer drohenden Kollision gewarnt. Toyota zufolge soll dabei die Sicherheit der stehenden und sitzenden Fahrgäste berücksichtigt werden, die keine Sicherheitsgurte angelegt haben – der Fahrer werde durch Lenkeingriffe bei der Kollisionsvermeidung unterstützt.

ITS Connect unterstützt laut Toyota auch das Fahren im Konvoi. Mithilfe der Vehicle-to-Vehicle-Kommunikation (V2V) und des Millimeterwellen-Radars werde die Anzahl und Reihenfolge der Busse sowie deren Abstand berücksichtigt, damit die Kolonne an Ampeln und Haltestellen nicht getrennt wird. Der Fahrer im letzten Bus könne außerdem per ITS-Funk eine verlängerte Grün-Phase erwirken, sodass der gesamte Konvoi über die Kreuzung kommt.

Dies soll sich positiv auf Stand- und Wartezeiten, die Pünktlichkeit und den Verkehrsfluss auswirken. An Haltestellen erkenne das System darüber hinaus die ein- und aussteigenden Passagiere, eine gemeinsame Abfahrt erfolge erst, wenn alle Busse fahrbereit sind.

Ein radargestützter Abstandsregeltempomat soll eine sanfte Beschleunigung und Verzögerung ermöglichen. Er tauscht sich per V2V-Kommunikation mit den Tempomaten anderer Fahrzeuge aus, so soll das Verhalten frühzeitig aufeinander abgestimmt und Geschwindigkeit sowie Abstand eingehalten werden. Dies komme auch dem Verkehrsfluss zugute.

Beim neuen Emergency Driving Stop System (EDSS) handelt es sich um eine Art Notaus-Knopf. Sollte der Fahrer ohnmächtig oder anderweitig fahruntauglich werden, können die Passagiere den Bus auf Knopfdruck stoppen. Der Bus werde daraufhin selbstständig abgebremst, die Insassen werden mittels roter Warnleuchten und Warnhinweise über den Notfall informiert. Andere Fahrzeuge und Passanten sollen per Hupe und Warnblinkanlage gewarnt werden.

Auf Wunsch rollt der Bus auch mit einem automatischen Ankunftskontrollsystem vor. Das System erkennt Toyota zufolge Leitlinien auf der Fahrbahn, es lenkt und verzögert den Bus automatisch, sodass er an der vorgesehenen Ein- und Ausstiegsstelle hält. So soll der Abstand zur Bushaltestelle verringert und Passagieren mit Kinderwagen oder Rollstühlen der Ein- und Ausstieg erleichtert werden.

Der Brennstoffzellenbus wurde erstmals auf der Tokyo Motor Show vorgestellt. Er soll im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio großflächig zum Einsatz kommen.

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