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Schrauberfest beim Truck-Grand-Prix

Fahrzeughersteller, Zulieferer und Teilehandel präsentieren sich gern im Umfeld des Truck-Rennsports. Offensichtlich wurde dieses Engagement zum ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring. Auch zeigte sich dieses Jahr: Neben Geld fließt auch technisches Know-how.

Der Blick hinter die Kulissen der Truck-Rennställe lockt zahlreiche Technik-Begeistert alljährlich an den Nürburgring. (Bild: PROFI Werkstatt)
Der Blick hinter die Kulissen der Truck-Rennställe lockt zahlreiche Technik-Begeistert alljährlich an den Nürburgring. (Bild: PROFI Werkstatt)
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Martin Schachtner

Zum 33. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix kamen laut Veranstalter ADAC Mittelrhein e.V. insgesamt 117.500 Besucher. Angelockt wurden diese von einer Mischung aus Rennsport, Musikfestival und Technikschau. So gab es auf dem Nürburgring wieder sowohl die Präsentationsflächen von Hersteller, Zulieferer und dem Kfz-Teilehandel, als auch direkte Einblicke in die Arbeit der Rennteams. Nach jedem Lauf der Rennserien (FIA Europameisterschaft ETRC, ADAC Mittelrhein Cup) brachten die mitgereisten Kfz-Profis die Rennboliden wieder auf Vordermann.

In manchen Fällen musste sogar der Feierabend entfallen, wie ein Blick z.B. auf das englische Team von T Sport Racing zeigte. Reparaturen in der Nacht, damit die Renntrucks am folgenden Tag wieder einsatzbereit sind, sind nichts Ungewöhnliches. Der Fall der Engländer ist aber besonders spektakulär: Das Team musste nach einem Motorschaden durcharbeiten. Sogar Rennpilot Terry Gibbon packte beim Austausch eines Zylinderkopfes mit an. Für den Fahrer aber kein Problem, dem Rennstall zufolge hatte der 36-Jährige früher eine eigene Werkstatt. 

Problematisch laut Melanie Derflinger, Marketingverantwortliche bei T Sport Racing: Das Tauschteil musste aus England eingeflogen werden. Der Grund: Ein zehn Jahre alter Motor treibt den MAN-Renntruck von Gibbon an, was die Ersatzteilsuche erschwerte. Die anderen Teams konnten nicht aushelfen. Den Angaben zufolge landeten die Mitarbeiter mit (sicherheitshalber) sechs Austausch-Zylinderköpfen mitten in der Nacht am Flughafen Düsseldorf und erreichten das Fahrerlager gegen 3:30 Uhr. Kurz vor dem Warm-up (8 Uhr) war das Fahrzeug fertig.

Zwar fuhr das Rennteam nicht um die vorderen Plätze mit, dennoch beeindruckt diese Reparaturleistung. Zumal Terry Gibbon nach dem Ausfall im Qualifizierungslauf auf dem letzten Platz starten musste und noch einige Plätz gutmachte, hieß es von Seiten T Sports Racing. Aufgrund einer Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung im letzten Rennen konnte der Brite jedoch am Nürburgring nicht punkten. Auch der Hauptsponsor PE Automotive war zufrieden, wie Marketingleiter Thomas Lück bekundete. Schließlich lud der Wuppertaler Teilefabrikant ausgesuchte Kunden und Gäste zum ADAC Truck-Grand-Prix. Ein stehender Truck hätte schlechte PR bedeutet. Nicht zuletzt durch den Wissenstransfer und die Ingenieurleistungen seitens PE wurde daraus eine Imagepflege.

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