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Ersatzteile aus dem Drucker: MAN Truck & Bus nutzt 3D-Druck-Plattform von Replique

MAN Truck & Bus geht neue Wege im Ersatzteilmanagement. Weil Bronzekrümmer eines Marinemotors für den Kunden nicht mehr lieferbar waren, ließ man die Bauteile über einen 3D-Drucker herstellen.

Die 3D-gedruckten Bronzekrümmer können durch die digitale Verfügbarkeit der Produktionsinformationen nun jederzeit in gleichbleibender Qualität wiederbestellt werden. | Bild: Replique
Die 3D-gedruckten Bronzekrümmer können durch die digitale Verfügbarkeit der Produktionsinformationen nun jederzeit in gleichbleibender Qualität wiederbestellt werden. | Bild: Replique
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Tobias Schweikl

Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN Truck & Bus beginnt mit dem 3D-Druck von Motorersatzteilen. Das Unternehmen nutzt dabei die Produktionsplattform Replique, um Ersatzteile bedarfsgerecht, lokal und auf Abruf herzustellen, ohne sie physisch vorrätig halten zu müssen. Begonnen wurde mit der Produktion von Bronzekrümmern für die Kühlwasserversorgung eines Marinemotors.

„Die Zusammenarbeit mit Replique war vom ersten Kontakt bis zum Erhalt der fertigen Bauteile außerordentlich gut. Wir konnten so unseren Ersatzteilkunden schnell helfen und sind gemeinsam mit Replique bereits an der Umsetzung eines weiteren 3D-Druck-Projekts.”, sagt Thomas Hauck, Spare Parts Logistics MAN.

In dem Anwendungsfall stand das Unternehmen vor der Herausforderung, zehn Bronzekrümmer für die Kühlwasserversorgung eines Marinemotors kurzfristig zu beschaffen, die nicht mehr auf Lager waren. Die Gussform für dieses Bauteil war nicht mehr verfügbar. Konventionelle Beschaffungsmethoden, die die Erstellung von Modellen, das Gießen und die mechanische Bearbeitung umfassten, wären sowohl zeit- als auch kostenaufwändig gewesen.

Die Kooperation mit Replique ermöglichte es MAN, die zehn Krümmer in Originalqualität mittels additiver Fertigung zu reproduzieren – alles, was dazu benötigt wurde, war ein 3D-Modell, sowie eine Fertigungszeichnung. In Abstimmung mit seinen Materialpartnern wählte Replique einen Werkstoff, der technisch gleichwertig zum Originalwerkstoff ist.

Produziert wurde mittels Selektivem Laserschmelzen (SLM) über ein lokales 3D-Druckservicebüro aus Repliques Netzwerk, bestehend aus mehr als 85 Partnern weltweit. Von der ersten Anfrage seitens MAN bis zur Lieferung der einbaufertigen Teile vergingen knapp sieben Wochen. Zugversuche in der zentralen Werkstofftechnik bei MAN ergaben, dass der ausgesuchte Werkstoff sogar technisch bessere Eigenschaften als das Original aufweist.

„Der Einsatz von additiver Fertigung ermöglicht es, traditionelle Produktionsherausforderungen zu überwinden. Wir freuen uns, gemeinsam mit MAN eine zuverlässige, effiziente Versorgung mit Ersatzteilen im Transport- und Marinesektor sicherstellen zu können.“, so Dr. Max Siebert, CEO und Co-Founder von Replique.

Da das betreffende Bauteil bereits für den 3D-Druck qualifiziert wurde und eine entsprechende Druckdatei erstellt und digital verfügbar ist, die zudem Informationen zu genutztem Material und Technologie enthält, können auch zukünftig Krümmer jederzeit in gleichbleibender Qualität nachbestellt werden. Für MAN fallen dabei keine Fixkosten für Formen und Modelle, sowie Lagerhaltungskosten an. Dadurch ergeben sich bei kleinen Stückzahlen attraktive Gesamtkosten pro Stück.

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