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Ersatzteile: Daimler experimentiert mit 3D-Druck

In einem Pilotprojekt lässt Daimler Austauschteile für einen Lkw-Motor produzieren. So kann die Industrie 4.0 auch den Aftersales-Bereich umkrempeln.

Der industrielle 3D-Drucker Eos M 400-4 ist Dreh- und Angelpunkt des Projekts NextGenAM. (Bild: Daimler)
Der industrielle 3D-Drucker Eos M 400-4 ist Dreh- und Angelpunkt des Projekts NextGenAM. (Bild: Daimler)
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Martin Schachtner

Die Daimler AG arbeitet beim Projekt NextGenAM mit den Partnern Eos GmbH Electro Optical Systems sowie Premium Aerotec an der Ersatzteilversorgung der Zukunft: Durch 3D-Druck ließen sich sowohl Kleinserien kostengünstiger fertigen, Gewichtsreduktionen realisieren sowie Lager- und gegebenenfalls Lieferkosten einsparen, ist einer aktuellen Mitteilung des Herstellers zu entnehmen.

Mit dem auch "Additive Manufacturing" (AM) bezeichneten Akkumulationsverfahren lassen sich konventionelle Fertigungstechniken ergänzen. Im Rahmen von NextGenAM ließ Daimler beispielsweise einen Halter für einen Lkw-Dieselmotor additiv herstellen. Additiv wird die Technologie genannt, weil bei diesem Vorgehen dünne Schichten des Werkstoffs übereinander aufgetragen und anschließend von einer Energiequelle verfestigt werden. Neben Kunststoffen und Keramiken lassen sich auch Metallteile im 3D-Druck herstellen. Technischer Kern der Anlage ist das Vier-Laser-System Eos M 400-4 zum metallbasierten industriellen 3D-Druck.

Gerade im Ersatzteil-Bereich eignet sich das 3D-Druckverfahren, da selten benötigte Teile im Falle eines Werkzeugdefekts oft günstiger nachgefertigt werden können als im herkömmlichen Sand- oder Druckguss, erklärte Daimler. Die ersten Anfragen für 3D-gedruckte Omnibus-Ersatzeile aus Aluminium werden aktuell im Center of Competence 3D-Printing bei Daimler Buses geprüft.

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