Werbung
Werbung
Werbung

Kompetenzzentrum für Trucker

Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz bündelt Werkstattkompetenz für alle Marken unter einem neuen Dach. Beim Bau wurden Hersteller- und Bauherrenvorgaben optimal umgesetzt.

Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz nahm am 1. September 2017 seinen Betrieb auf. | Bild: Dieter Väthröder
Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz nahm am 1. September 2017 seinen Betrieb auf. | Bild: Dieter Väthröder
Werbung
Werbung
Redaktion (allg.)
Werkstattportrait

Seit September 2017 finden Trucker in Not am Autobahnkreuz Schüttorf kompetente Hilfe, egal welcher Marke ihr Fahrzeug ist. Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz vereint in der neu errichteten Werkstatt die Leistungsfähigkeit dreier vormals einzeln agierender Nutzfahrzeugbetriebe und versorgt Nutzfahrzeuge aller Art sowie jeder Marke mit einem umfangreichen Spektrum an Werkstattleistungen. Gleichzeitig ist der Betrieb Vertragswerkstatt für Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz, Volvo und Renault sowie Auflieger von Schmitz Cargobull. Eine Lkw-Waschanlage rundet das Angebot ab.

Direkt am Knotenpunkt A30/A31 nahe der niederländischen Grenze fand man einen idealen Standort, handelt es sich mit den beiden Autobahnen doch um zwei wichtige Transportwege in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Bereits 2011 keimten bei Horst Thole, einem der drei heutigen Gesellschafter, erste Überlegungen zu einer Erweiterung seiner markenunabhängigen Nfz-Werkstatt, die er im benachbarten Suddendorf gemeinsam mit einer kleinen Mitsubishi-Vertretung betrieb. Auch einen Neubau wollte er nicht ausschließen, um dem an seine Kapazitätsgrenzen gestoßenen Unternehmen mehr Raum zu geben. Auf Hinweis seines Werkstattausrüsters nahm Thole 2012 erstmals Kontakt zum Generalbauunternehmer Borgers auf.

Es wurde ein Grundriss für eine Werkstatt mit vier Durchfahrten entworfen, für die man 2015 einen Bauantrag stellte. Doch dann kam alles anders. Über das bereits früher partnerschaftlich verbundene Logistikunternehmen Hamacher kam der Kontakt zur Beresa Automobil-Handelsgruppe zustande, einem Mercedes-Vertreter mit 18 Standorten in der Region Münster/Osnabrück, der gerade Überlegungen anstellte, seinen Nutzfahrzeugbereich auszulagern, um das rückläufige Reparaturvolumen aufzufangen. So trafen sich die drei Unternehmer David Fahrland (Hamacher Logistik), Horst Thole und Helmut Schilder (Beresa-Gruppe) Anfang 2016 zu ersten Gesprächen und sahen in der Bündelung ihrer Kompetenzen eine große Chance. Schnell einigte man sich darauf, das Projekt gemeinsam zu realisieren, aber auch größer aufzuziehen. Die Planung und der Bauantrag wurden von vier auf sieben Durchfahrten ausgeweitet und bereits im September 2016 begannen die Erdarbeiten auf dem 15.500 Quadratmeter großen Grundstück im Industriegebiet von Schüttorf.

Erfahrung zahlt sich aus

Die Arbeiten verliefen zunächst sprichwörtlich flüssig, denn bereits nach wenigen Zentimetern stieß man auf Grundwasser. Um die Problematik zu umgehen, wurde das Gelände um bis zu 1,80 Meter aufgefüllt. Im November konnte die eigentliche Bauphase beginnen. Horst Thole erinnert sich: „Die größte Herausforderung war sicherlich, einen Betrieb zu konzipieren und baulich umzusetzen, der den Ansprüchen einer modernen, zukunftsorientierten Werkstatt entspricht.“ Mit der beteiligten Baufirma hatte man jedoch einen Partner an der Seite, der genau wusste, wie man die Ansprüche und Vorstellungen des Kunden realisieren und umsetzen kann. Borgers-Geschäftsführer Dr. Herbert Daldrup: „Um einen Lkw-Betrieb zu planen, muss man Lkw verstehen. Uns zeichnet nicht nur die Erfahrung aus über 1.500 gebauten Kfz-Betrieben aus, sondern auch unser sehr großes Team mit einer großen Planungsabteilung.“

So betonen die drei heutigen Geschäftsführer des Truckcenters Horst Thole, Helmut Schilder (Beresa-Gruppe) und Lothar Petzold (Hamacher Logistik) ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Baupartner während der Planungs- und Bauphase. „Es gab immer einen Ansprechpartner, der bei auftretenden Problemen zeitnah eine Lösung fand. Dadurch kam es nie zu einem Stillstand der Bauarbeiten“, so Helmut Schilder.

Für die Zukunft gerüstet

Dabei hatte Bauleiter Matthias Nienhaus einige kniffelige Lösungen umzusetzen. So stehen die drei 24 Meter langen Gruben trotz der Geländeauffüllung rund 1,30 Meter tief im Grundwasser. „Die Gruben mussten komplett gedämmt und abgedichtet werden, um Schwitzwasser zu vermeiden, außerdem so angefüllt werden, dass sie nicht aufschwimmen“, so Nienhaus. Die Länge der Gruben konnte man nicht mit Bauteilen an einem Stück realisieren, sondern es mussten Dehnfugen eingebaut werden. Gleichzeitig müssen sie den hohen Belastungen durch die schweren Lkw standhalten, ohne dass sich Mikrorisse bilden, durch die Wasser eindringen könnte.

Auch der Einbau eines Bremsenprüfstandes nach neuesten gesetzlichen Vorgaben erforderte besondere Maßnahmen, die verlangte Niederzugvorrichtung brauchte eine eigene Statik mit entsprechenden Verstärkungen, damit die Bodenplatte nicht ausgehoben wird. Integrierte Laufschienen für verfahrbare Achsen- und Getriebeheber bedingten einen extrem geraden Einbau der Gruben, ebenso die minimalen Toleranzen für den Lichteinstellplatz. Deswegen wurden beim Bau unzählige Messpunkte mittels Laser gesetzt. Da es kaum Wandflächen gibt, wurden Kabelführung und Absaugeinrichtungen unter die Decke gehängt, die mit sieben Metern genug Raum auch für einen Deckenkran mit 3,2 Tonnen Tragfähigkeit lässt.

Weiter mit dem Artikel geht es nach der Werbung:

Es ist auffallend hell in der Werkstatt dank eines halbrunden Mittellichtbandes in der Decke. Großen Zuspruch findet auch die Waschanlage von Steinbrück, deren 4,50 Meter hohes Portal jeden Brummi glänzen lässt. In der über 30 Meter langen Waschhalle werden die Lkw maschinell und zusätzlich durch eine Waschkraft per Hand gereinigt. Die entsprechend langen Kabel und Hochdruckschläuche werden an Laufschienen aufgehängt sauber an der Wand geführt.

Erwartungen voll erfüllt

Das Truckcenter nahm am 1. September 2017 wie geplant seinen Betrieb auf. Nach kurzer „Einlauf-Phase“, schließlich mussten die Mitarbeiter aus drei Betrieben zusammengeführt, gleichzeitig verschiedene Herstellervorgaben bei der Werkstatteinrichtung umgesetzt werden, fand im November die offizielle Eröffnung statt. Geschäftsführer und Betriebsleiter Horst Thole ist begeistert: „Die Erwartungen haben sich in vollem Umfang erfüllt. Unser neu konzipiertes und realisiertes Truckcenter wurde von der ersten Sekunde an von der Kundschaft sehr gut angenommen. Das liegt mit Sicherheit daran, dass sich hier drei starke Partner miteinander vereint haben, um ein komplexes Spektrum an Werkstattleistungen zentral, vor Ort und vor allem auch kundenfreundlich anzubieten. Hier ist als Bespiel unser Hol- und Bringservice zu erwähnen, der von unserer Kundschaft gerne und dankend in Anspruch genommen wird.“

Dieter Väthröder

Fotos: D. Väthröder; Truckcenter Schüttdorf

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Kompetenzzentrum für Trucker
Seite 20 bis 23 | Rubrik WERKSTATT-PORTRÄT
Werbung