Fehlerbilder bei Sensoren

Diese Folge der „PROFI-Werkstatt Profitipps“ fokussiert sich auf das Thema Sensoren. Die Parts Specialists von Diesel Technic zeigen, welche Fehlerbilder auftreten können und geben Tipps zur Reparatur.

Während Kevin sich daran macht, einen genaueren Einblick in die entsprechende Fehlerstelle zu bekommen, erklärt Lars an einem ausgebauten Kabelbaum wie man ein Kabel instand setzt. Bild: Diesel Technic
Während Kevin sich daran macht, einen genaueren Einblick in die entsprechende Fehlerstelle zu bekommen, erklärt Lars an einem ausgebauten Kabelbaum wie man ein Kabel instand setzt. Bild: Diesel Technic
Tobias Schweikl

Die beiden Teile-Profis Lars und Kevin haben es in der aktuellen Ausgabe mit einem Lkw zu tun, der sporadisch „Kühlwasser“ anzeigt, obgleich der Füllstand in Ordnung ist. Zuerst geht Kevin genauer auf den Kühlwassertank ein, dessen Füllstand sich korrekterweise zwischen der Min./Max.-Anzeige befindet. Daraufhin erklärt der Profi den zum Sensor dazugehörigen Magneten, welcher je nach Kühlwasserfüllstand entsprechende Werte anzeigen lässt. Der Widerstand lässt sich ganz einfach mit einem Multimeter überprüfen, welches im Fall des Lkw der Parts Specialists 150 Ohm anzeigt, was auf einen vollen Tank hindeutet. Bei einem leeren Tank sollten somit 0 Ohm in der Anzeige erscheinen. Dies kann sowohl durch das Lösen des Kabels geprüft werden als auch mit Blick auf den Schwimmer im Tank, der seine Position bei Kabelentfernung nicht verändern sollte.

Im nächsten Schritt geht es mit Hilfe des Schaltplans weiter, der Aufschluss über die Verbindungsstellen gibt. Lars und Kevin nehmen sich daher zuerst den Schaltkasten vor, um den Widerstand abzunehmen. Wichtig hierbei: Widerstandsmessungen immer mit abgezogenem Stecker durchführen!

Defektes Kabel finden

Da das Multimeter unendlichen Widerstand anzeigt, liegt die Vermutung nahe, dass eine Kabelunterbrechung vorliegt. Mittels Untersuchung der Pins entdecken die Werkstatt-Profis das defekte Kabel. Während Kevin sich daran macht, einen genaueren Einblick in die entsprechende Fehlerstelle zu bekommen, erklärt Lars an einem ausgebauten Kabelbaum, wie man ein Kabel instandsetzt: indem ein sogenannter Schmelzverbinder zum Einsatz kommt. Lars erläutert: „Da gibt es verschiedene Größen zu verschiedenen Kabelstärken.“ Mit einer Abisolierzange entfernt der Parts Specialist die Isolierung um etwa 1 cm an beiden Kabelenden, die im Anschluss nacheinander in das Verbindungsstück gesteckt und mit einer dafür vorgesehenen Zange an die Verbindungsstelle vercrimpt werden.

Zum Crimpen niemals Wasserpumpenzangen oder Ähnliches benutzen, da diese die Oberfläche beschädigen können. Im letzten Schritt dient ein Heißluftföhn als Werkzeug, um die Enden der Verbindung mit der Kabelisolierung zu verschmelzen. Auf diese Weise wird vermieden, dass Feuchtigkeit in den Verbinder eintreten kann.

Sollte der Fehler nicht sofort gefunden werden, kann übergangsweise auch ein Kabel vom Steuergerät direkt zum Sensor und zum Stecker gezogen werden. Die optimale Lösung sieht jedoch einen komplett neuen Kabelbaum vor, so der Profi. Im Sortiment von DT Spare Parts befinden sich diverse Kabelbäume für unterschiedlichste Ansprüche, so zum Beispiel auch komplette Motor-Kabelbäume sowie Kabelbäume für Einspritzungen, welche alle im DT-Partner Portal zu finden sind.

Kevin hat sich unterdessen am Lkw zu schaffen gemacht und das defekte Kabel mit einem Verbinder vercrimpt. Bevor es an die Isolierung geht, prüfen Lars und Kevin mit Hilfe des Multimeters, ob eventuell weitere Kabelbrüche vorhanden sind. Ebenso wird als Gegenkontrolle der Widerstand geprüft, welcher jetzt korrekterweise bei den geforderten rund 150 Ohm liegt.

Die nächste Anlaufstelle ist der Motor, welcher über eine Vielzahl an verschiedenen Sensoren verfügt wie etwa einen Drucksensor, Ladedrucksensoren, diverse Ölstand-Sensoren sowie einen Schwungradsensor. Für einen groben Check zwischendurch reicht es schon, einmal kurz die Hand um den Sensor zu legen, wie Kevin es beim Ladedrucksensor demonstriert, und einen Blick auf das Multimeter zu werfen, welches einen veränderten Widerstand anzeigen sollte. Für eine genauere Aussagekraft hilft jedoch nur eine genaue Diagnose.

Auf korrekte Polung achten

Den Nockenwellen-Sensor hält das Partner Portal von Diesel Technic in zwei Ausführungen bereit. Mit Hinblick auf diese Sensoren rät Kevin darauf zu achten, dass sie richtig gepolt sind und zusammengebaut werden. Bei einem Defekt sollten zudem immer beide Sensoren auf Fehler hin geprüft werden.

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Lars hat unterdessen eine Auswahl an Sensoren aus dem Sortiment von DT Spare Parts bereitgelegt. Darunter befindet sich unter anderem ein Kühlstand-Sensor sowie ein Abgas-Temperatursensor mit einem thermischen Schutz, damit die Hitze nicht an das Kabel herangelangt. „Der Kondenswasser-Sensor zeigt an, wenn sich unten im Luftkessel Kondenswasser gesammelt hat – das darf da nicht rein und muss abgelassen werden“, erklärt der Parts Specialist. „Anschließend haben wir noch einen Kraftstoff-Füllstandgeber. Hier mit einem Potentiometer, das heißt je nach Füllstand ändert sich der Widerstand“, erläutert Lars weiter. Anders verhält es sich bei dem Sensor mit sieben Pins, den der Profi danach vorstellt. „Hier rate ich den Lesern der PROFI Werkstatt zu überprüfen, ob die Spannungsversorgung den Vorgaben entspricht“, so der Tipp des Experten. Lars weiter: „In diesem Fall wird der Sensor mit 5 Volt Spannung versorgt. Die anderen Pins werden zudem dazu benötigt, den Druck oder die Widerstands-Werte an das Steuergerät weiterzugeben und den Vorratsdruck der Kreise 1 und 2 anzuzeigen.“

Ferner finden Werkstatt-Profis im Sortiment auch ABS-Sensoren. Lars zeigt zwei Ausführungen eines passiven Sensors – einmal gewinkelt, einmal gerade – sowie einen aktiven Sensor. „Bei den passiven Sensoren ist es so, dass man eine ganz normale Widerstandsmessung durchführen kann – egal, wie herum die Pins angeklemmt werden. Hierbei müssen bitte unbedingt die Herstellervorgaben beachtet werden. Da gibt es einen bestimmten Ohm-Wert, der erreicht werden soll. Bei den aktiven Sensoren ist es nicht ganz so einfach, diese zu prüfen.“ Der Grund: Beim Anschließen des Messgeräts ist höchste Konzentration gefragt, da bei falschem Handling ansonsten eine Beschädigung des Sensors droht.

Kevin hält noch einen weiteren Tipp parat: „Teilweise gibt es Sensoren, die mithilfe einer Diagnose angelernt werden müssen, teilweise geht das auch ohne.“ Die Spezifikationen des Herstellers enthalten dazu die passende Information. Lars merkt darüber hinaus noch an, „dass die Sensoren auch mal innerhalb eines großen Bauteils vorhanden sein können – das heißt sie können teilweise nicht einzeln ausgetauscht werden.“ Trifft dies zu, muss gegebenenfalls der komplette Bausatz beziehungsweise der komplette Artikel ausgetauscht werden.“

Ob Ladedruck-Sensor, Nockenwellen-Sensor oder Kühlstand-Sensor, alle Sensoren der Marke DT Spare Parts sind im Partner Portal zu finden. Im Fall von technischen Fragen zu den Produkten und Services von Diesel Technic können sich alle Werkstatt-Profis an den HelpDesk der Parts Specialists wenden.

Im Video: The Parts Specialists

Das ganze Werkstatt-Video mit sämtlichen Tipps und Tricks der Parts Specialists ist unter ps-web.tv zu finden.

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Seite 20 bis 21 | Rubrik SERVICE